International
Bild

bild: instagram

Italien macht dicht – Salvini will Kioske von Zuwanderern abends schließen

Von Italiens Innenminister Matteo Salvini ist man manches gewohnt. 

Jetzt hat der Innenminister der ausländerfeindlichen Lega Nord einen neuen Vorschlag parat. Zuwanderer sollen laut einem Bericht der Agentur Ansa ihre Büdchen und Bäckereien künftig abends um 21 Uhr dicht machen. Begründung des Ministers: Sie seien ein "Treffpunkt für Drogendealer und Leute, die Probleme bereiten". Kleinunternehmer dürfen in Italien in der Regel ihre Läden bis spät offen halten. 

Salvini hatte schon im Sommer für Aufsehen gesorgt. Unter dem Stichwort "Saubere Strände" verbannte er Kleinhändler vom Strand, die meisten, die dort kleine Dinge vom Wasser über die Sonnenbrille bis zum Billig-Gürtel verkaufen, sind Zuwanderer. Eine Diskriminierung mochte der Minister aber nicht erkennen. 

Und auch jetzt erklärte Salvini lapidar: 

"Die Initiative richtet sich nicht gegen von Ausländern betriebene Läden, es ist eine Maßnahme, um den Missbrauch mancher Geschäfte zu verhindern, die zum Treffpunkt für Leute geworden sind, die Ärger machen."

Matteo Salvini, Lega Nord, ital. Innenminister

Zur Erinnerung: In Deutschland hatten vor 1945 rechte Kräfte versucht über Ladenschlusszeiten und das Sonntagsverkaufsverbot vor allem jüdischen Kaufleuten die liberale Öffnung ihrer Geschäfte zu erschweren.

(dpa/afp/per)

An dem "Lifeline"-Kapitän soll ein Exempel statuiert werden

abspielen

Video: watson

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Türkei-Offensive in Syrien steht bevor, Trump zieht US-Truppen ab – was du wissen musst

Der Syrien-Konflikt flammt neu auf. Das sind die Gründe und Folgen:

Der türkische Präsident Erdogan hatte am Samstag vor Parteimitgliedern in Ankara gesagt, die Türkei stehe kurz vor einem Militäreinsatz in Syrien, der "sowohl aus der Luft als auch mit Bodentruppen" ausgefochten werde. Am Sonntagabend telefonierte Erdogan mit US-Präsident Donald Trump.

Das Weiße Haus signalisierte daraufhin am frühen Montagmorgen in einer Erklärung, dass sich die USA einer Offensive nicht in den Weg stellen …

Artikel lesen
Link zum Artikel