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Streit um Flüchtlingsschiff eskaliert: "Die italienische Position lässt mich kotzen"

Der Streit um das Flüchtlingsschiff "Aquarius" eskaliert: Nun hat die italienische Regierung den französischen Botschafter einbestellt. 

Chronologie eines Streits:

Das ist passiert:

629 Flüchtlinge harren seit dem Wochenende auf der "Aquarius" im Mittelmeer aus.

Migrants sit on the deck of the MV Aquarius, a search and rescue ship run in partnership between SOS Mediterranee and Medecins Sans Frontieres in the central Mediterranean Sea, June 12, 2018. Karpov / SOS Mediterranee/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.

Flüchtlinge warten an Deck der "Aquarius". Bild: X80001

Hilfsorganisationen kritisieren die ausbleibende Unterstützung scharf:

Frankreich mahnt Italiens Regierung ab

"Die italienische Position lässt mich kotzen."

Diplomatische Verstimmung

"Italien kann keine scheinheiligen Lehrstunden von Ländern akzeptieren, die es immer bevorzugt haben sich abzuwenden, wenn es um Immigration geht."

Und die "Aquarius"?

Am Dienstagabend starteten die "Aquarius" sowie zwei italienische Schiffe in Richtung Valencia in Ostspanien, wie die Organisation SOS Méditerranée mitteilte:

Wer ist an Bord?

Die 629 Migranten waren bei verschiedenen Rettungsaktionen von SOS Méditerranée auf der "Aquarius" aufgenommen worden. Der Hilfsorganisation zufolge sind auch 123 unbegleitete Minderjährige, elf kleine Kinder sowie sieben schwangere Frauen an Bord.

Wie es den Menschen geht, erzählt SOS Méditerranée hier:

Die Flüchtlingskrise im Mittelmeer

In den vergangenen fünf Jahren haben mehr als 600.000 Menschen Italien mit Flüchtlingsbooten erreicht, die sich in der Hoffnung auf ein besseres Leben überwiegend von Afrika aus auf den Weg nach Europa gemacht hatten. Tausende kamen bei der Überfahrt ums Leben, etwa, weil ihre Boote kenterten. Italienische Politiker hatten wiederholt moniert, das Land werde von seinen EU-Partnern nicht ausreichend unterstützt. Bei der Parlamentswahl im März gab es in Italien dann einen deutlichen Rechtsruck. Die rechtsextreme Lega regiert nun zusammen mit der Fünf-Sterne-Bewegung.

(hd/gam/rtr/afp)

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