International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

"Verfassungswidrige Forderung": In Italien werden (jetzt doch) keine Roma gezählt

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat der umstrittenen Forderung von Innenminister Matteo Salvini nach einer Zählung der Angehörigen der Roma-Minderheit eine Absage erteilt.

Jetzt gibt es die Wende (zum Glück):

18.06.2018, Berlin, Deutschland - Pressestatements durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpraesidenten der Italienischen Republik, Giuseppe Conte, im Bundeskanzleramt. Foto: Giuseppe Conte, Ministerpraesident von Italien. *** 18 06 2018 Berlin Germany Press statements by Federal Chancellor Angela Merkel and the Prime Minister of the Italian Republic Giuseppe Conte in the Federal Chancellery Photo Giuseppe Conte Minister President of Italy MR: N

Bild: Reiner Zensen/imago

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte stellte klar:

"Niemand plant, eine Datei anzulegen oder einen Zensus auf Basis der ethnischen Zugehörigkeit durchzuführen."

Dies würde gegen die Verfassung verstoßen, weil "es klar diskriminierend" wäre. Conte forderte zugleich ein Prüfung, ob Kinder von Roma-Familien Zugang zum Schulsystem haben.

Im Ausland hatte die Forderung für Aufsehen gesorgt:

Die Forderung des Innenministers, welcher der fremdenfeindlichen Lega-Partei angehört, sorgte im In- und Ausland für Empörung: Die Opposition und die Jüdische Gemeinde in Italien zogen Parallelen zur Zeit des Faschismus. Ein EU-Kommissionssprecher sagte am Dienstag vor Journalisten, europäische Bürger könnten "generell nicht auf Basis ethnischer Kriterien ausgewiesen werden".

Salvini verteidigte sein Vorgehen am Dienstag: "Ich gebe nicht auf und mache weiter! Die Italiener und ihre Sicherheit zuerst", schrieb er auf Twitter.

(pb/afp)

Mehr Nachrichten zur politischen Lage in Italien findest du hier:

Giuseppe Conte soll Italiens neuer Regierungschef werden – und Europa bangt

Link to Article

Italiens Präsident bestellt Conte zum Gespräch ein

Link to Article

Italiens Innenminister schockiert mit einer Forderung, die an die Nazizeit erinnert

Link to Article

Der Mann, der den Euro zu Fall bringen könnte

Link to Article
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Tag 7: Die Flüchtenden haben das italienische Rettungsschiff "Diciotti" verlassen

Es muss eine Tortur gewesen sein. Nach langer Flucht hat es sieben Tage und großes politisches Kräftemessen gebraucht, aber jetzt endlich dürfen sie runter. Im Hafen von Catania haben 137 Flüchtende das Rettungsschiff "Diciotti" verlassen. Einer nach dem anderen ging in der Nacht zum Sonntag von Bord.

Anschließend wurden die aus Seenot Geretteten nach Messina gebracht.

Insgesamt hatte die italienische Küstenwache am 16. August 190 Migranten im Mittelmeer gerettet. Einige wurden schon …

Artikel lesen
Link to Article