International
Auf dem Mittelmeer sind vor der libyschen Küste am Montag mehr als 250 Migranten gerettet worden. Das deutsche Rettungsschiff

Auf dem Mittelmeer sind vor der libyschen Küste am Montag mehr als 250 Migranten gerettet worden. Das deutsche Rettungsschiff "Eleonore" nahm rund 100 Migranten nahe Libyen auf. Bild: picture alliance/dpa

Italien verbietet deutschem Rettungsschiff "Eleonore" das Anlegen

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat dem deutschen Rettungsschiff "Eleonore" mit rund 100 Migranten an Bord das Anlegen in den Häfen des Landes verboten.

Die "Eleonore" gehört dem deutschen Kapitän Claus-Peter Reisch und wird von der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline unterstützt. "Wir haben noch keine positive Rückmeldung von EU-Staaten erhalten", twitterte Reisch zur Aussicht auf einen sicheren Hafen.

Die heikle Situation im Mittelmeer

Italien hat seine Häfen für NGO-Schiffe weitestgehend geschlossen. Malta zeigte sich zwar zuletzt verhandlungsbereiter, gerettete Migranten aufzunehmen. Jedoch führt jede Rettungsaktion immer wieder zu langen Blockaden und Streit zwischen den EU-Staaten.

Zuletzt hatte die "Ocean Viking" der Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée vor rund zwei Wochen insgesamt 356 Menschen gerettet. Im Anschluss harrte das Schiff tagelang in internationalen Gewässern zwischen Malta und Italien aus. Am Ende nahm Malta die Menschen auf. Anschließend sollen die Geflüchteten auf andere europäische Länder verteilt werden.

(ll/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Brexit, Sex und Korruption: Diese Affären verfolgen Boris Johnson

Boris Johnson hat neue Vorschläge für einen Brexit-Vertrag präsentiert. Zugleich ist er mit Vorwürfen konfrontiert, er habe eine mutmaßliche Geliebte begünstigt und eine Journalistin sexuell belästigt.

Vorsichtig bis skeptisch: So äußerten sich Brüssel und Dublin zu den neuen Brexit-Plänen, die der britische Premierminister Boris Johnson am Mittwoch in seiner Abschlussrede am Tory-Parteitag in Manchester vorgestellt hat. Mit einem ziemlich komplizierten Konstrukt will er Kontrollen an der irischen Grenze vermeiden und so den ungeliebten Backstop beseitigen.

Das Irland-Problem ist der größte Stolperstein für einen vertraglich geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU. Grenzkontrollen …

Artikel lesen
Link zum Artikel