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Rettungsschiff legt in Sizilien an – 177 Flüchtlinge dürfen nicht aussteigen

Nach mehreren Tagen im Mittelmeer ist ein Schiff der italienischen Küstenwache mit 177 Migranten an Bord im sizilianischen Catania eingelaufen. Allerdings dürfen die Geretteten das Schiff zunächst nicht verlassen, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa in der Nacht zu Dienstag berichtete.

Häfen immer wieder gesperrt

Seit Amtsantritt der neuen populistischen Regierung in Rom im Juni werden immer wieder Schiffe mit geretteten Migranten tagelang im Mittelmeer blockiert. Italien kritisiert seit Längerem, dass es in der Europäischen Union die Hauptlast der Migration trage. Seit 2014 erreichten mehr als 650.000 Menschen die italienische Küste.

Italian Interior Minister Matteo Salvini arrives before the state funeral of the victims of the Morandi Bridge collapse, at the Genoa Trade Fair and Exhibition Centre in Genoa, Italy August 18, 2018. REUTERS/Stefano Rellandini

Italiens Innenminister Matteo Salvini Bild: Reuters

Neben Italien weigert sich auch Malta, seine Häfen zu öffnen

Die beiden Länder handelten in den vergangenen Wochen mehrmals ad hoc mit anderen EU-Staaten die Verteilung der Menschen aus. Auch Deutschland beteiligte sich daran.Erst letzte Woche hatte Malta das Flüchtlingsrettungsschiff "Aquarius" nach tagelanger Irrfahrt einlaufen lassen, nachdem mehrere EU-Staaten die Aufnahme der 141 Flüchtlinge an Bord zugesagt hatten.

Erst letzte Woche hatte Malta das Flüchtlingsrettungsschiff "Aquarius" nach tagelanger Irrfahrt einlaufen lassen, nachdem mehrere EU-Staaten die Aufnahme der 141 Flüchtlinge an Bord zugesagt hatten.

Die "Diciotti" hatte am Donnerstag 190 Migranten von einem Boot in der Such- und Rettungszone Maltas aufgenommen. Die Italiener brachten 13 Menschen, die dringende medizinische Hilfe benötigten, auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa. Die "Diciotti" sollte die anderen Migranten nach Malta bringen. Dafür wurde ihr aber von Malta die Erlaubnis verweigert.

(aj/dpa)

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