International

"Diciotti" an Tag 6: Tuberkoloseverdacht – Behörde ordnet Ausstieg von 16 Menschen an 

137 Menschen befinden sich noch immer auf der "Diciotti". Das Seenotrettungsschiff liegt inzwischen den sechsten Tag in Folge im Hafen von Catania vor Sizilien. Dort haben die Geflüchteten europäischen Boden vor Augen, dürfen das Land aber nicht betreten. Es ist ein Kräftemessen. Nun hat die Gesundheitsbehörde den sofortigen Ausstieg von 16 Geflüchteten angeordnet.

Das ist die Lage an Tag 6: 

In dem Streit um die Aufnahme der Flüchtlinge von dem Schiff hatte Italien der EU mit Beitragskürzungen gedroht, sollte nicht bis Freitag eine Lösung gefunden werden. Ein Treffen hochrangiger Vertreter von zwölf Ländern in Brüssel war dann jedoch ergebnislos zu Ende gegangen. 

Die "Diciotti" hatte vergangene Woche insgesamt rund 177 Bootsflüchtlinge an Bord genommen, 13 von ihnen wurden sofort ins Krankenhaus gebracht. Die italienische Regierung verweigerte dem Schiff der Küstenwache zunächst die Einfahrt in einen italienischen Hafen. 

Am vergangenen Montag durfte das Schiff im sizilianischen Catania anlegen. Am Mittwoch erlaubte Italien, 27 unbegleiteten Minderjährigen das Schiff zu verlassen, so dass sich nun noch etwa 137 Flüchtlinge an Bord befinden.

Die Regierung in Rom, an der auch die fremdenfeindliche Lega-Partei beteiligt ist, fährt in der Flüchtlingspolitik seit ihrem Amtsantritt im Juni eine harte Linie.

(hd/afp/rtr)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Rechte Brexit-Gruppe löst mit Anti-Merkel-Plakat Empörung in Großbritannien aus

Was ist nun mit dem Brexit? Gehen oder bleiben die Briten in der EU? Am 31. Oktober soll es entschieden sein. Aber wie?

Um diese Fragen ringen die europäischen Staatsoberhäupter in diesen Tagen. In einem Telefon zwischen Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und dem britischen Premier Boris Johnson soll Merkel deutlich gemacht haben, dass Großbritannien die Staatengemeinschaft nur verlassen könne, wenn Nordirland dauerhaft in der Europäischen Zollunion und dem Binnenmarkt verbleibe.

Die rechte …

Artikel lesen
Link zum Artikel