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Bild: imago montage

Eltern verklagen 30-Jährigen, weil er IMMER NOCH nicht ausgezogen ist 🤯

23.05.18, 11:17 01.06.18, 18:33
Julia Dombrowsky
Julia Dombrowsky

Bei Hotel Mama ist immer ein Zimmer frei? Von wegen! Der US-Amerikaner Michael Rotondo ist 30 Jahre alt und gerade hochkant aus seinem Elternhaus rausgeflogen – per Gerichtsbeschluss!

Richter Donald Greenwood urteilte nach einer Anhörung am Dienstag in New York, dass Michael sein Elternhaus so bald wie möglich verlassen muss. ("Guardian")

Der Versuch des Richters, den Familienkonflikt friedlich zu lösen, ging nicht auf.  

Das sah das Gericht ganz anders

Eine "unerhörte" Forderung, so der Richter. Richter Greenwood entschied, dass der 30 Jahre alte Michael ausziehen müsse, sonst drohe ihm eine Räumungsklage. "Wenn die (seine Eltern, Anm. d. Red.) Sie nicht mehr bei sich haben möchten, ist das ihr gutes Recht", erklärte er Michael.

Kurios: Der Richter erwähnte sogar Airbnb, um dem Kläger klar zu machen, wie schnell er eine neue Bleibe finden könne. 

Wie war es zu dieser Ausgangslage gekommen?

Der arbeitslose Michael war vor acht Jahren zurück in das Haus seiner Eltern in die Stadt Camillus gezogen. Die Stimmung in der Familie sei inzwischen allerdings so mies, dass keiner mehr im Haus miteinander sprechen würde. Den eigenen Sohn zu verklagen soll für die Eltern Christina und Mark Rotondo die letzte Möglichkeit gewesen sein, nachdem sie ihren Sohn mehrfach baten, zuletzt in förmlichen Briefen, auszuziehen.

Brauchst du noch mehr Gründe keine Kinder zu bekommen?!

Die Briefe der Eltern haben es in sich: 

In einem dieser Briefe, die dem Gericht laut dem "Guardian" vorgelegt wurden, heißt es: 

"Michael, wir haben beschlossen, dass du das Haus sofort verlassen musst. Du hast 14 Tage um auszuziehen. Du darfst nicht zurückkehren. Wir werden alle nötigen Schritte einleiten, um das durchzusetzen."

Brief vom 2. Februar 2018

Hier äußert sich Michael im Video: 

Video: YouTube/syracuse.com

Nachdem diese Bitten erfolglos blieben, schickten die Eltern ihm einen weiteren Brief, indem sie ihm 1.100 Dollar für eine eigene Bleibe anboten. 

"Es gibt verfügbare Jobs, selbst für Menschen mit einem so armseligem Lebenslauf wie deinem. Schnapp dir einen – du musst arbeiten!"

Brief vom 18. Februar 2018

Nach dem Gerichtstermin gab sich der unterlegene Sohn weiter kampfeslustig. Das Urteil sei unerhört, Michael habe nicht vor, nach einer neuen Unterkunft zu suchen.

Gegenüber Fernsehsendern betonte er, dass er nicht im Keller lebe, sondern sein eigenes Zimmer habe. Außerdem betreibe er ein Geschäft. Was das sei, wollte er aber nicht verraten. "Mein Business ist meine Sache", war alles, was Michael laut dem Lokal-Portal "Syracuse.com"  zu seinem Privatleben sagen wollte.

Ach, mit Eltern ist es echt nicht immer leicht...

Video: watson/Marius Notter, Leon Krenz

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