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Fünftes Opfer stirbt nach Straßburger Anschlag

Fünf Tage sind seit dem Anschlag in Straßburg vergangenen, nun ist ein weiteres Opfer an seinen Verletzungen gestorben. Der Mann stammte aus Polen, lebte aber schon seit rund 20 Jahren in Straßburg, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Sonntagabend auf dpa-Anfrage bestätigte. Damit stieg die Zahl der Todesopfer des Anschlags auf fünf. Unklar blieb zunächst, ob es sich bei dem zuletzt Verstorbenen um jenen Mann handelt, der bereits vor Tagen für hirntot erklärt worden war. Bei dem Anschlag in der Innenstadt waren am Dienstag auch zahlreiche Menschen verletzt worden.

Nach einem Bericht der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza" soll der 36-jährige Mann aus Katowice am Tag des Anschlags noch Schlimmeres verhindert haben. Er habe mit mehreren Bekannten vor einem Musikclub gestanden, um eine Zigarette zu rauchen. Als die Männer den Schützen erblickten, hätten sie sich ihm in den Weg gestellt und die Tür verschlossen. Sonst hätte es womöglich ein noch größeres Blutbad gegeben so wie im Pariser Konzertsaal Bataclan im November 2015, merkte die Zeitung aus Warschau unter Berufung auf Augenzeugen an.

A drawing representing Strasbourg's cathedral is seen at an improvised memorial in tribute to the victims of December 11 attack, during a ceremony in Strasbourg, France, December 16, 2018. The sentence says

Gedenken an die Opfer des Straßburg-Anschlags Bild: reuters

Der mutmaßliche Attentäter Chérif Chekatt wurde am Donnerstagabend nach einer zweitägigen Großfahndung auf der Flucht erschossen. Sein Motiv ist noch immer nicht eindeutig geklärt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag nach dem Tod Chekatts für sich und bezeichnete ihn posthum als einen ihrer "Soldaten". Frankreichs Innenminister Christophe Castaner wertete dies als "opportunistische" Wortmeldung, die nichts ändere.

Bekannt ist, dass der Angreifer Zeugen zufolge "Allahu Akbar" (Allah ist groß) gerufen hat. Außerdem sei eine Radikalisierung Chekatts während eines Gefängnisaufenthaltes aufgefallen, hieß es vonseiten der Behörden. Chekatt wurde in zwei Antiterrorverzeichnissen der französischen Regierung geführt und vom Geheimdienst überwacht.

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Menschen gedenken der Opfer. Bild: imago stock&people

Vier vorübergehend festgenommene Angehörige Chekatts wurden inzwischen aus dem Polizeigewahrsam entlassen, wie französische Medien am Sonntag unter Berufung auf die Pariser Staatsanwaltschaft berichteten. Demnach konnte seinen Eltern und zwei Brüdern nichts zur Last gelegt werden. Außerdem hatten die Ermittler drei weitere Personen aus Chekatts Umfeld in Gewahrsam genommen. Zwei von ihnen wurden nun ebenfalls auf freien Fuß gesetzt, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft meldete. Eine Person befand sich weiter in Gewahrsam.

Am Sonntag gedachten in Straßburg Hunderte Menschen der Opfer. Die Gedenkzeremonie fand vor der riesigen Weihnachtstanne auf dem Kléber-Platz statt. Sie wurde von Menschenrechtsorganisationen organisiert.

(dpa)

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