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Kronprinzessin Victoria soll sexuell belästigt worden sein

29.04.18, 08:26 29.04.18, 08:55

Die Affäre um die Nobelpreis-Akademie zieht weitere Kreise: Jean-Claude Arnault, Ehemann eines Mitglieds, steht im Verdacht, über Jahre hinweg mindestens 18 Frauen sexuell belästigt zu haben. Auch Kronprinzessin Victoria soll zu seinen Opfern zählen. Das berichtet die schwedische Zeitung "Svenska Dagbladet" und beruft sich dabei auf drei unabhängige Quellen. 

Seit November 2017 wird die Schwedische Akademie, die unter anderem den Literaturnobelpreisträger bestimmt, von einem Belästigungs- und Korruptionsskandal erschüttert. Im Zuge der #MeToo-Bewegung hatten 18 Frauen von sexuellen Übergriffigkeiten einer "Kulturpersönlichkeit" aus dem Umfeld der Akademie berichtet. Die Rede ist von Jean-Claude Arnault, dem Ehemann der bedeutenden Lyrikerin Katarina Frostenson.

Zu seinen Opfern zählte laut "Svenska Dagbladet" auch "eine wichtige Person aus dem Kulturbetrieb". Dabei soll es sich um Kronprinzessin Victoria handeln. Drei unabhängige Quellen berichteten dem Blatt, wie der 71-Jährige die Tochter von König Carl XVI. während eines Treffens in der Villa der Schwedischen Akademie im Stadtteil Djurgården in Stockholm unsittlich berührt habe. Er soll ihr unter anderem an den Po gefasst haben.

ARCHIV - 01.11.2016, Kopenhagen: Die schwedische Schriftstellerin Katarina Frostenson. (zu dpa

Die schwedische Schriftstellerin Katarina Frostenson wurde 1992 zum Mitglied der Schwedischen Akademie gewählt. Bild: SCANPIX DENMARK

Jean-Claude Arnault hatte die Macht seiner Frau Katarina Frostenson ausgenutzt. Zudem soll das Paar die Namen von acht Nobelpreisträgern vorzeitig ausgeplaudert haben. Eine Untersuchung habe beide Vorwürfe bestätigt, teilte die Akademie mit. "Unakzeptables Verhalten in Form von unerwünschter Intimität ist vorgekommen, war allerdings in der Akademie nicht allgemein bekannt."

Kein Literaturnobelpreis 2018?

Doch weil einige mit dem Umgang der Akademie mit diesen Erkenntnissen unzufrieden waren, hatten sich mehrere Mitglieder aus Protest zurückgezogen. Damit sind von den ehemals 18 nur noch 10 Mitglieder aktiv.

Die Schwedische Akademie zieht nun in Erwägung, in diesem Jahr keinen Literaturnobelpreis zu vergeben.

"Das Ansehen des Literaturnobelpreises hat großen Schaden genommen durch die Aufmerksamkeit um die Krise der Akademie."

Schwedische Akademie

Den Schaden versuche man jetzt zu begrenzen. Man arbeite daran, das Vertrauen wieder herzustellen und hoffe, so auch bisher aus Protest inaktive Mitglieder wieder zurückzugewinnen.

(dpa/ap)

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