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Copenhagen /Denmark/ 28.Octobert 2019/ Swedish retail store H&M in danish copital Copenhage, Photo..Francis Joseph Dean / Deanpictures. PUBLICATIONxNOTxINxDEN

Bild: Francis Joseph Dean /imago-images

H&M-Chef fürchtet Konsum-Verbot: "Das hat schreckliche soziale Folgen!"

Fürchtet der Chef des Modekonzerns H&M um seinen Job? Das jedenfalls kann man aus dem Interview lesen, dass Karl-Johan Persson in Stockholm gegeben hat. Er warnt darin vor "Konsumscham".

Will er etwa verhindern, dass Bewegungen, wie Fridays For Future gegen Modekonzerne mobil machen? Schließlich sorgte die Jugendbewegung bei vielen Menschen für ein Umdenken in Sachen Umwelt-und Klimapolitik.

Aber eins nach dem anderen

Gegenüber "bloomberg.com" beklagt Persson, die Klimaaktivisten hätten bei den Menschen gezielt eine Scham vor dem Fliegen ausgelöst. Das gleiche Verhaltensmuster bedrohe jetzt auch andere Industriezweige. Auch seine Branche sei davon betroffen.

Das Ende des Konsums?

Der 44-jährige Milliardärssohn zeigte sich besorgt: Die Protest-Bewegung versuche, gewisse Verhaltensweisen einfach zu verbieten. Und weiter:

"Viele der Proteste beziehen sich ausschließlich auf das Ende der Dinge, das Ende des Konsums, das Ende des Fliegens!"

Karl-Johan Persson

Derlei Konsumverbote könnten zwar zu kleinen Verbesserungen für die Umwelt führen, aber sie würden auch schreckliche soziale Folgen haben, warnte der Schwede.

Laut Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa ist die Bekleidungsindustrie für etwa 10% der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und verbraucht mehr Energie als Luft- und Schifffahrt zusammen.

Swedish retailer Hennes & Mauritz director Karl-Johan Persson presents the H and M company sales report during a media conference in Stockholm, Sweden, Thursday June 27, 2019. (Pontus Lundahl / TT via AP) |

Karl-Johan Persson. Bild: TT NEWS AGENCY/AP Photo

Persson weiter: "Die Klimafrage ist unglaublich wichtig. Klimawandel ist eine große Bedrohung und wir alle müssen ihn ernst nehmen – Politiker, Unternehmen, Einzelpersonen. Gleichzeitig ist die Beseitigung der Armut ein mindestens ebenso wichtiges Ziel."

Bis 2040 will H&M klimapositiv sein, aber...

"Wir müssen die Umweltbelastung reduzieren", sagt Persson in dem Interview. "Aber gleichzeitig müssen wir auch weiterhin Arbeitsplätze schaffen, eine gute Gesundheitsversorgung erhalten und all die Dinge, die mit Wirtschaftswachstum einhergehen."

Am Schluss fasst Persson zusammen: Um den Klimawandel zu bekämpfen sei es besser auf Innovation und erneuerbare Energien zu setzten, als auf ein Konsum-Verbot.

(lj)

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