International
October 3, 2019, London, London, UK: London, UK. The scene at the Treasury in Westminster which has been sprayed in red paint by Extinction Rebellion activists . The stunt, which partly went wrong, was intended to cover the building in red dye looking like blood. London UK PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAl94 20191003zafl94016 Copyright: xRobxPinneyx

Die Aktivisten von Extinction Rebellion. Bild: imago images/ZUMA Press

London: Farbanschlag von Klima-Aktivisten geht nach hinten los

Diese Aktion war anders gedacht: Klima-Aktivisten wollten am Donnerstag die Fassade des britischen Finanzministeriums in London mit roter Farbe besprühen. Sie benutzten dafür ein altes Feuerwehrauto. Als sie aber losspritzten, verloren sie die Kontrolle über den Schlauch – die Farbe verteilte sich überall.

Hier seht ihr den Farb-Fail:

Nach der Aktion rollten vier Aktivisten ein Banner aus, auf dem "Hört auf, den Klima-Tod zu finanzieren" stand. Die Treppen und der Bürgersteig vor dem Ministerium waren nach der Aktion voller roter Farbe – laut Aussagen der Aktivisten war die Farbe ein Gemisch aus Wasser und Lebensmittelfarbe.

Wer ist dafür verantwortlich?

Hinter der Aktion stecken die Aktivisten von Extinction Rebellion. Sie teilten mit, dass sie 1800 Liter Fake-Blut an das Finanzministerium sprühten. "Das Finanzministerium durchkreuzt die Pläne anderer Ministerien und kümmert sich nur um das wirtschaftliche Wachstum", sagte einer der Aktivisten der Nachrichtenagentur Reuters.

Laut Polizeiangaben wurden vier Personen festgenommen. Ihnen wird Sachbeschädigung und Behindern des Verkehrs vorgeworfen. Vor Ort rätselte die Polizei, was sie mit dem Feuerwehrauto anstellen sollten – denn die Aktivisten entfernten die Schlüssel. Das Feuerwehrauto sei auf Ebay gekauft worden, sagten die Aktivisten zu Reuters.

Die Gruppe Extinction Rebellion machte in den vergangenen Wochen immer wieder mit Aktionen in ganz Europa auf sich aufmerksam. Die Aktivisten blockieren Straßen und besetzen Häuser.

Für den 7. Oktober haben deutsche Aktivsten der Bewegung ankündigt, den Verkehr in Berlin und anderen deutschen Großstädten mit Sitzblockaden teilweise lahmlegen zu wollen.

Die Gruppe will mit ihren Aktionen auf die Problematik des Klimawandels aufmerksam machen und greift dabei auf nicht-gewalttätigen zivilen Ungehorsam zurück. Gesetzesverstöße werden aber in Kauf genommen.

Wie wurde darauf reagiert?

Die Aktion in London führte zu Kopfschütteln, auch bei Unterstützern der Klima-Bewegung. Hauptkritikpunkt war das alte Feuerwehrauto, das wohl mit Diesel betrieben wird und entsprechend klimaschädlich ist.

"Könnt ihr mir sagen, wie groß der CO2-Fußabdruck dieser Aktion war?"

"Sie haben's verkackt. Ich bin selbst ein Unterstützer der Klimabewegung – ich unterstütze Greta Thunberg zu 100 Prozent – aber dieser dumme Stunt verbessert nichts."

(jaw)

Sag mir nicht, dass ich nicht nachhaltig genug lebe

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trumps Ukraine-Affäre: Wie ein Student mit einer Enthüllung die USA aufscheuchte

Aufregung am Freitagabend in den USA: Eine kleine Studentzeitung berichtete, dass Kurt Volker, der US-Sondergesandte für die Ukraine, zurücktritt.

Mit dem Rücktritt von Volker nahm die Affäre um ein brisantes Telefonat von Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj weiter Fahrt auf. Nicht den renommierten Medien wie der "New York Times" gelingt dieser Scoop, es war der 20-jährige Student Andrew Howard und die Studentenzeitung "The State Press" aus dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel