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Greta Thunberg during the press conference in Mocha hall during the seventh day of COP25 Chile-Madrid in Madrid, Spain on Dec 09, 2019. (Foto: nordphoto / Alterphoto /Manu R.B.) | Verwendung weltweit

Die 16-Jährige ergriff vor der Fortsetzung der sogenannten Länder-Statements im Konferenzplenum das Wort. Bild: picture alliance/nordphoto

Greta: "Wie reagieren Sie auf diese Zahlen ohne Panik?"

In ihrer Rede auf der Madrider Klimakonferenz hat Greta Thunberg erneut eine drastische Reduzierung der weltweiten CO2-Emissionen gefordert.

Die 16-Jährige ergriff vor der Fortsetzung der sogenannten Länder-Statements im Konferenzplenum das Wort. Dabei betonte sie, sie wolle nicht emotional einsteigen. Das habe sie oft getan, es führe aber nur dazu, dass über diese Phrasen gesprochen werde – und nicht über die Fakten.

"Zahlen sind keine Meinung von jemand, sondern die besten verfügbaren Daten, die die Wissenschaft hat", sagte sie. Das Pariser Abkommen müsse weltweit in Kraft treten.

"Wir haben keine Zeit mehr. Seit einem Jahr spreche ich über unsere Klimaziele und wurde immer wieder ignoriert."

Greta Thunberg auf der Madrider Klimakonferenz

Um die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten, seien drastische Senkungen der CO2-Emissionen notwendig, so Thunberg weiter. Das sei ihre Botschaft. Dabei betonte sie die Unterschiede zwischen den reichen und den ärmeren Ländern. "Die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung produzieren die Hälfte der Emissionen. Alle müssen etwas tun, aber einige noch mehr als andere."

Kritik an Emissionshandel

"Wie reagieren Sie auf diese Zahlen ohne Panik? Wie reagieren Sie darauf, dass nichts dagegen getan wird, ohne böse zu werden? Das möchte ich wirklich gerne wissen."

Ganz nüchtern gefragt von Greta Thunberg

Weiter kritisierte sie, dass immer noch viel zu wenig geschehe. "Ohne das gesamte Bild zu betrachten, werden wir die Krise nicht lösen. Stattdessen wird versucht, für einzelne Länder Schlupflöcher zu finden, um ihre Emissionen doch nicht zu suchen. Das muss aufhören." Die wahre Gefahr gehe von Politikern und Geschäftsleuten aus, die nichts täten.

Dann griff sie doch noch zu einem emotionalen Vergleich: In einer Notlage ändere man sein Verhalten. Wenn ein Kind auf der Straße liege und ein Auto heran gerast käme, handele man sofort, ohne nachzudenken. "Es gibt noch nicht genügend Druck auf die Mächtigen. Und ohne Druck wird nichts passieren."

Seit einem Jahr: Fridays for Future

Vor gut einem Jahr hatte Greta Thunberg mit ihrem "Schulstreik für das Klima" die inzwischen weltweit aktive Bewegung "Fridays for Future" losgetreten. Die 25. UN-Klimakonferenz hatte am Montag vergangener Woche begonnen, bis Freitag sollen die Verhandlungen zum Abschluss gebracht werden.

Thunberg wie auch andere Aktivisten und Umweltorganisationen rufen eindringlich zu umfassenderen Klimaschutzmaßnahmen auf, um das Pariser Klimaabkommen umzusetzen. Selbst wenn alle derzeitigen nationalen Klimaschutzzusagen eingehalten würden, würde die Erde auf eine gefährliche Erwärmung von mindestens drei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zusteuern. Im Paris-Abkommen sind deutlich unter zwei Grad, möglichst aber 1,5 Grad vorgesehen.

(om)

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