International

Kommentar

Trump opfert die Menschenrechte für seinen Frieden mit Kim Jong-un

Da scheint kein Zweifel mehr zu bestehen: Das war ein historischer 12. Juni – viel Aufregung gab es um das Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. Bei all dem darf man nicht vergessen:

Da hat gerade der "Leader of the Free World" einem der schlimmsten Diktatoren der Welt vor globalem Publikum die Hände geschüttelt.

Es erscheint irsinnig, daran erinnern zu müssen, aber: Nein! Hier sind keine "Cute-Guys" am Werk. So wurde Kim tatsächlich von einer CNN-Moderatorin genannt.

Und irgendwie ist es ja auch witzig, sich über die beiden lustig zu machen.

Sogar ein Dennis Rodman in Tränen bekam seinen Platz auf den TV-Bildschirmen:

Aber: Trump und Kim sind Macht-Politiker und sie verfolgen ihre ganz persönlichen Interessen.

Wer den US-Präsidenten jetzt für seinen neuen "Frieden" loben oder gar feiern will, sollte das gerade Geschehene noch einmal überdenken: Der Tag ist durchsetzt mit politischen Kalkül.

 Und das wird Folgen haben.

Nordkoreas Verbrechen werden legitimiert

Kim Jong-un ist ein Verbrecher. Bereits 2014 warfen Ermittler der Vereinten Nationen dem Diktator schlimmste Gräueltaten gegen das eigene Volk vor. Die seien ohne Vergleich in der modernen Welt und "haben Ähnlichkeiten mit Verbrechen aus der Nazi-Zeit", hieß es im Bericht.

Seitdem gibt es immer wieder Studien und Berichte, die von schlimmsten Methoden im nordkoreanischen Regime sprechen:

Von Vergewaltigung, Todesstrafe und Internierung politischer und religöser Minderheiten. Auch von der Gleichschaltung der nordkoreanischen Gesellschaft.

Es ist noch nicht lange her, da nutzten amerikanische Konservative diese Verbrechen, um dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama heftige Vorwürfe zu machen, sobald er sich in Richtung einer Entspannungs-Politik gegenüber Nordkorea bewegte.

Jetzt scheint das alles vergessen:

abspielen

Video: YouTube/SanVic

Dabei legitimiert Trump das nordkoreanische Regime mit seinem Treffen, als auch mit dem jetzt gemeinsam beschlossenen Abkommen, stärker und direkter, als Obama das wohl je getan hätte.

Kim dagegen hat selbst entschieden, Trump beim Thema "Atomwaffen" entgegenzukommen. So scheint es zumindest, denn eigentlich bleibt völlig unklar, ob Nordkorea seine Atomwaffen wirklich aufgeben will. Weder hält die neue Vereinbarung fest, wie die Raketen abgebaut werden sollen, noch wann. Wer das kontrollieren soll, haben Trump und Kim anscheinend gar nicht besprochen.

Auf Jahre kann der nordkoreanische Diktator dafür jetzt seine Macht konsolidieren:

Der Sieg war Trump wichtiger als Menschenrechte

Trump hat in einer lange andauernden Pressekonferenz nach dem Treffen erklärt, man habe durchaus über die Menschenrechte in Nordkorea gesprochen und würde es "in Zukunft wieder tun".

Viel konkreter wurde der Präsident aber nicht. Es gab von beiden Seiten keine inhaltlichen, geschweige denn zeitliche Zusagen. Auf eine Reporter-Frage zum Thema ging Trump schlicht nicht ein.

Womöglich stellten seine Berater Menschenrechte sehr bewusst bei den Verhandlungen in den Hintergrund, um ein gutes Ergebnis wahrscheinlicher zu machen.

Trump braucht das. Der Gipfel ist eine große Offensive gegen all seine sonstigen Probleme:

Trump kann mit seinem "Frieden" jetzt einen Erfolg nach Hause bringen, der populistischer nicht sein könnte.

Nordkorea wird in den US-Medien seit Jahren zum Totfeind hochstilisiert. Der 12. Juni ist auch deshalb so historisch, weil es von Anfang an mit historischer Bedeutung aufgeladen wurde.

Trump liefert jetzt einen anscheinend einfachen Deal: "Nordkorea baut die Atomwaffen ab, wir geben Sicherheit." Alles andere ist Kleinkram.

Das verstehen die Anhänger des Präsidenten, das schwächt die maulenden Kritiker.

Fazit: Im Ergebnis gibt es kaum Sicherheit, denn:

Die Bilder des Singapur-Gipfels:

Donald Trump und Kim Jong-un - was bisher geschah:

In diesem "bescheidenen" Hotel treffen sich Donald Trump und Kim Jong-un

Link zum Artikel

Wie sich Trump und Kim auf den Singapur-Gipfel vorbereiten

Link zum Artikel

Treffen sich 2 Diktatoren – Sogar Fox macht aus Trump schon einen Despoten

Link zum Artikel

Nordkorea schließt Atomtestgelände: Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten dazu

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Luke Mockridge im "Fernsehgarten": Anwalt erklärt, was dem Comedian jetzt droht

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Almklausi blamiert sich bei Toastbrot-Frage – dann fliegt er

Link zum Artikel

Luke Mockridge im ZDF-"Fernsehgarten": Plötzlich taucht er wieder auf – und äußert sich

Link zum Artikel

Nazi-Familie Ritter mit weiteren Eskapaden – jetzt fährt die Stadt einen harten Kurs

Link zum Artikel

"Bachelorette": Nach dieser Folge ist es klar – ER bekommt die letzte Rose

Link zum Artikel

Millionensumme zeigt, in welchen Sphären Helene Fischer schwebt

Link zum Artikel

Vom Problemschüler zum Jura-Studenten: An Dennis hat früher niemand geglaubt

Link zum Artikel

Erzieherin: "Was viele Kollegen in Kitas tun, ist eigentlich Kindesmisshandlung"

Link zum Artikel

Miese Götze-Meldung lässt Fans wüten: "Mein Herz blutet"

Link zum Artikel

Almklausi kollabiert bei "Promi Big Brother" – Sat.1 wird scharf kritisiert

Link zum Artikel

Jede Menge Regelverstöße bei "Promi Big Brother" – doch der Sender ahndet das nicht

Link zum Artikel

Coutinho verrät seine Lieblingsposition – und bringt die Bayern damit in ein Dilemma

Link zum Artikel

Nach Tod von Ingo Kantorek: RTL 2 schneidet einige Szenen aus "Köln 50667"

Link zum Artikel

Segler-Paar über Gretas Segelreise: "Als würde man sich in eine Rakete setzen"

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Zlatko ist raus – warum er scheiterte und was er über Jürgen sagt

Link zum Artikel

Wie Salihamidzic die Transfers des FC Bayern vergeigte – und die Spieler dies ausnutzten

Link zum Artikel

"Promi BB": Kollege von Bewohnerin stirbt – so wird Janine vom Tod erfahren

Link zum Artikel

Warum der FC Bayern derzeit an sich selbst scheitert – und was das mit Sané zu tun hat

Link zum Artikel

Kuss bei "Promi Big Brother" war peinlich? Von wegen: Hier kommt Stalker Joey Heindle

Link zum Artikel

BVB-Doku auf Amazon zeigt Trauma des Anschlags – so nah waren wir noch nie dran

Link zum Artikel

Heidi Klum postet Grotten-Foto – und muss nach Shitstorm den Beitrag ändern

Link zum Artikel

Perisic richtet Worte an Sané – und erklärt, was er nach dem Bayern-Anruf tat

Link zum Artikel

Warum Whatsapp für das iPhone massiv überarbeitet werden muss

Link zum Artikel

FC Bayern stellt Perisic auf Instagram vor – viele Fans sind wütend

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Beliebter Kandidat sollte keine Sendezeit bekommen

Link zum Artikel

"Steh da wie ein Spacko" – Lena Meyer-Landrut kotzt sich bei ihren Fans aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Psychologe erklärt, warum Greta Thunberg so viel Hass in manchen Menschen weckt

Klimaaktivistin Greta Thunberg erhitzt mit ihrem Einsatz die Gemüter. Für manche ist sie sogar ein Hassobjekt. Warum das so ist, erklärt der Sozialpsychologe Ulrich Wagner im Interview.

Die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg polarisiert: Die einen bewundern das Engagement der jungen Schwedin. Andere sehen in ihr ein Instrument grüner Eliten. Teilweise schlägt dem Teenager blanker Hass entgegen.

Dabei hat sie innerhalb kürzester Zeit viel erreicht: "Fridays for Future" ist eine weltweite Bewegung geworden, Thunberg wird sogar als Favoritin für den Friedensnobelpreis gehandelt. Derzeit reist sie in einer Hochseejacht zum UN-Klimagipfel nach New York.

Ulrich Wagner, …

Artikel lesen
Link zum Artikel