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FILE PHOTO: Forensic investigators, wearing protective suits, emerge from the rear of John Baker House, after it was confirmed that two people had been poisoned with the nerve-agent Novichok, in Amesbury, Britain, July 6, 2018. REUTERS/Henry Nicholls/File Photo

Bild: Henry Nicholls/reuters

Britin ist im Krankenhaus an Nowitschok-Vergiftung verstorben

09.07.18, 00:55

Die vergangene Woche mit einer Nowitschok-Vergiftung ins Krankenhaus eingelieferte Britin ist gestorben. Das teilte Scotland Yard am Sonntagabend mit. Die Polizei ermittelt nun wegen Mordes.

Die britische Premierministerin Theresa May zeigte sich betroffen. "Ich bin entsetzt und geschockt", sagte sie einer Mitteilung zufolge. Die Frau hinterlässt drei Kinder

Das Paar könnte laut Polizei einen kontaminierten Gegenstand mit den Händen berührt haben. Die beiden könnte demnach etwa ein Fläschchen oder eine Injektionsspritze mit Resten des Gifts gefunden haben, das beim Attentat auf die Skripals verwendet wurde. Britische Medien berichteten, dass beide Drogenkonsumenten gewesen seien.

Die Polizei sperrte sechs Areale in Amesbury und im 13 Kilometer entfernten Salisbury ab, in denen sich das Paar kurz vor den ersten Symptomen aufhielt. Dazu zählen eine Apotheke, eine Kirche und das Wohnhaus des 45-Jährigen. Das Hostel, in dem seine Freundin lebte, wurde evakuiert.

Der Fall Skripal

Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal (67) und seine Tochter Julia (33) waren vor vier Monaten bewusstlos auf einer Parkbank im benachbarten Salisbury entdeckt worden. Sie entkamen nur knapp dem Tod und leben inzwischen an einem geheimen Ort. Sie wurden ebenfalls im Salisbury District Hospital behandelt.

London bezichtigte Moskau, Drahtzieher des Anschlags gewesen zu sein. Nowitschok wurde in der früheren Sowjetunion entwickelt, später wurde damit aber auch in anderen Ländern experimentiert. Der Kreml streitet die Vorwürfe vehement ab. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus. Mehr als zwei Dutzend Länder wiesen russische Diplomaten aus. Russland reagierte ebenfalls mit Ausweisungen.

(aj/dpa)

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