International
Bildnummer: 54353137  Datum: 08.07.1983  Copyright: imago/United Archives
Scarface/Tony Montana (AL PACINO) im Nebel einer Maschinengewehrsalve in Scarface 1983. B192482 People Entertainment quer Film

Bildnummer 54353137 Date 08 07 1983 Copyright Imago United Archives Scarface Tony Montana Al Pacino in Fog a Machine-gun salvo in Scarface 1983 B192482 Celebrities Entertainment horizontal Film

Tony Montana wäre stolz auf den Einfallreichtum der Londoner Räuber. imago/getty images/montage

Staubsauger-Gangs haben 140.000 Euro aus Londons Parkuhren gesaugt

London ist eine der spannendsten Metropolen überhaupt. Leider ist Stadt auch unglaublich teuer. Immer wieder hört man Schreckensgeschichten von emigrierenden Briten, die in Schuhkarton-großen Behausungen am Londoner Stadtrand wohnten, weil die Preise in der Stadt viel zu hoch sind.

Ein Indikator sind etwa Parkgebühren in der Londoner Innenstadt. Im noblen "Royal Borough of Kensington an Chelsea" westlich vom Hyde Park kostet eine Stunde Parken bis zu 4,90 Pfund (5,72 Euro).

Bild

Die Park-Tarife in Kensington und Chelsea. Quelle: rbkc.gov.uk

Wo viel Geld ist, da ist auch Kriminalität. Und da in den Parkuhren in Kensington und Chelsea richtig viel Geld steckt, sind sie auch Ziel der organisierten Londoner Kriminalität geworden.

Wie der Verwaltungsrat mitteilte, habe der Bezirk im letzten Jahr etwa 120.000 Pfund (etwa 140.000 Euro) verloren, indem Gangs systematisch Parkuhren ausraubten. Dabei wählen sie eine sehr kreative Methode: Sie bohren ein Loch in die Parkuhren und saugen mit einem Staubsauger die Münzen mit dem Konterfei der Queen einfach aus.

"Wir müssen uns mit Gangs auseinander setzen, die die Straßen scannen und die Maschinen zerstören, um das Cash herauszusaugen", erzählt ein Sprecher der Verwaltung gegenüber Sky News.

Die Parkuhren-Gangs nutzen allerdings auch etwas primitivere Methoden um an die Münzen zu kommen. So benutzen sie auch gerne mal einen Vorschlaghammer oder fahren einfach mit einem Auto in die Groschengräber, um sie aus den Angeln zu heben.

Close-up of parking meter, London, England, United Kingdom, Europe PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: TeresaxBlack 446-6

Close up of Parking Metres London England United Kingdom Europe PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright TeresaxBlack 446 6

Eine typische Parkuhr in London. Bild: imago stock&people

Der Sprecher erklärt, dass die Beute direkt in die organisierte Kriminalität fließe: "Wir wissen auch durch die lokale Polizei, dass dies die Kriminalität in London finanziert, von Drogenhandel möglicherweise bis hin zu Gewaltverbrechen."

Der Bezirk sinniert nun darüber, wie man die Staubsauger-Räuber zur Strecke bringen soll. Die Antwort: Indem man das Parkticket-System ins 21. Jahrhundert holt und auf Bezahlmethoden in bar verzichtet. "Wenn Kraftfahrer nicht mehr mit Cash zahlen würden, wäre eine Möglichkeit, diese Problem anzugehen", sagt der Sprecher.

Allerdings bleiben die britischen Fahrer in Sachen Zahlungsmethoden ziemlich oldschool. In einer Umfrage der Automobile Association (vergleichbar mit dem ADAC) sagten 70 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer, dass sie weniger wahrscheinlich einen Parkplatz nutzen würden, für den man nur über das Handy zahlen könnte.

So wie es aussieht, werden also die Staubsauger-Banden weiterhin ihr Unwesen treiben können.

Unsere Redakteurin Yasmin würde sofort ihr Parkticket mit Karte zahlen:

abspielen

Video: watson/Yasmin Polat, Marius Notter, Lia Haubner

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Messerangriff in London: Täter war verurteilter Terrorist – die wichtigsten Antworten

Terror auf der London Bridge: Im Zentrum der britischen Hauptstadt sind am Freitag zwei Menschen getötet worden. Der Verdächtige wurde erschossen – er war ein polizeibekannter Terrorist. Die wichtigsten Fragen und Anworten zu dem Messerangriff.

Ein Mann hat mit einem Messer am Freitagnachmittag auf der London Bridge mitten in der britischen Hauptstadt zwei Passanten getötet und drei weitere verletzt. Die Polizei erschoss ihn dann nach einer Rangelei mit Passanten. Er habe eine Bombenattrappe …

Artikel lesen
Link zum Artikel