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Sri Lankan Army soldiers secure the area around St. Anthony's Shrine after a blast in Colombo, Sri Lanka, Sunday, April 21, 2019. Witnesses are reporting two explosions have hit two churches in Sri Lanka on Easter Sunday, causing casualties among worshippers. (AP Photo/Eranga Jayawardena)

Szenen in Sri Lanka am Ostersonntag. Bild: AP

215 Tote bei Terror in Sri Lanka – Hinweise auf möglichen Anschlag lagen wohl vor

Bei einer Serie von offenbar koordinierten Angriffen auf drei Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka sind am Ostersonntag mindestens 215 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten waren nach Behördenangaben auch mindestens elf Ausländer.

Sri Lankan military officials stand guard in front of the St. Anthony's Shrine, Kochchikade church after an explosion in Colombo, Sri Lanka April 21, 2019. REUTERS/Dinuka Liyanawatte

Bild: reuters

Explosionen gab es am Ostersonntag in drei Kirchen: in der St.-Antonius-Kirche in der Hauptstadt Colombo, der St.-Sebastians-Kirche im rund 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernten Negombo sowie der Zionskirche in Batticaloa, rund 250 Kilometer östlich von Colombo. In den Kirchen fanden gerade Ostergottesdienste statt. Außerdem gab es Explosionen in den Luxushotels Shangri-La, Cinnamon Grand und Kingsbury in Colombio. Dort sollen auch Ausländer verletzt worden sein.

Die Explosionen fanden fast zeitgleich statt – nach ersten Berichten innerhalb von einer halben Stunde. Die erste wurde aus der Kirche in Colombo gemeldet, die übrigen alle innerhalb von nur 30 Minuten. Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen. Die Behörden sprachen zunächst nicht von einem Terrorakt. Staatspräsident Maithripala Sirisena sprach von "Angriffen". Die Streitkräfte und die Polizei würden der "Verschwörung" auf den Grund gehen.

A shoe of a victim is seen in front of the St. Anthony's Shrine, Kochchikade church after an explosion in Colombo, Sri Lanka April 21, 2019. REUTERS/Dinuka Liyanawatte.  TPX IMAGES OF THE DAY

Bild: reuters

Die Oberbefehlshaber der Streitkräfte hielten mit mehreren Ministern eine Krisensitzung ab, wie der Minister Harsha de Silva auf Twitter schrieb. In einer Kirche in Colombo habe es "schreckliche Szenen" gegeben. Diese sei mit Körperteilen übersät gewesen.

Der südasiatische Inselstaat ist ein beliebtes Touristenziel, auch für Europäer. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten. Sri Lankas Bürgerkrieg war 2009 nach 26 Jahren zu Ende gegangen. Die Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hatte für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden des Landes gekämpft. Die Armee besiegte die Aufständischen schließlich mit aller Härte. Die UN wirft beiden Seiten Kriegsverbrechen vor.

(pb/afp/dpa)

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