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Bild: screenshot youtube

Heineken ist mit diesem Werbespot gerade so richtig in den Rassismus-Fettnapf getreten

Und wieder steht eine renommierte Marke wegen Rassismus-Vorwürfen in der Kritik. Noch gut in Erinnerung ist der Shitstorm, der im Januar über H&M hereinbrach. Der Kleidungskonzern ließ einen dunkelhäutigen Jungen mit einem Pullover posieren, auf dem der Spruch "coolest monkey in the jungle" aufgedruckt war.

Im Internet hagelte es daraufhin Kritik, H&M entfernte das Bild aus dem Onlineshop.

"Sometimes lighter is better"

Und nun ist es der Bierhersteller Heineken, der mit einem denkwürdigen Werbespot für Kopfschütteln sorgt. "Sometimes lighter is better", so bewirbt die Marke sein neues Light-Bier. Was als Slogan auf den ersten Blick unverfänglich klingen mag, wirkt im dazugehörigen TV-Spot geradezu geschmacklos.

Darin ist ein Barkeeper zu sehen, der einer durstigen Frau ein Light-Bier ausgeben will. Er stellt die Flasche auf den Tresen und gibt dem Bier einen Stoß in Richtung der Frau. Die Flasche gleitet nun über den Tisch, vorbei an mehreren Personen, die – und hier kommen wir zum unangenehmen Teil der Geschichte – allesamt dunkelhäutig sind. "Sometimes lighter is better", wird dann eingeblendet und das Bier erreicht seine hellhäutige Empfängerin. 

Der Werbespot hat in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der amerikanische Musiker Chance The Rapper schreibt auf Twitter, die Werbung sei furchtbar rassistisch. 

Anlass für die Diskussion gibt das englische Wort "lighter". Heineken wollte damit für das kalorienärmere und damit "leichtere" Bier werben. Doch gleichzeitig kann "lighter" auch mit "heller" übersetzt werden. Vor diesem Hintergrund ist der Rassismus-Vorwurf nicht von der Hand zu weisen. 

Heineken hat sich inzwischen für die Werbung entschuldigt und den Spot gestoppt. Der Slogan beziehe sich nur auf das neue Bier, heißt es beim Bierhersteller. Leider sei aber die Aussage von einigen Menschen fehlinterpretiert worden. Das sei nicht die Absicht gewesen.

(sar)

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