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Ivanka Trump ist nicht nur die Tochter von Donald Trump, sondern auch seine Beraterin. Bild: imago / Mike Theiler

Meinung

Darum ist es gut, dass Ivanka Trump in Davos ist

In Davos in der Schweiz treffen sich jedes Jahr die wichtigsten Vertreter aus Wirtschaft und Politik, um über die bestimmenden Themen der Weltwirtschaft zu sprechen. Dieses Jahr dreht sich alles um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Passenderweise eingeladen: Greta Thunberg. Doch zwischen den Wirtschaftsbossen und Regierungschefs ist auch eine Person, von der sich manche vielleicht fragt, was sie dort zu suchen hat: Ivanka Trump, die Tochter des US-Präsidenten.

Vielfach wird sie etwas belächelt und als hübsches Aushängeschild des US-Präsidenten gesehen. Aber: Es ist gut, dass Ivanka Trump Teil der US-Delegation in Davos ist. Hier sind die Gründe, warum.

Ivanka Trump kennt die Wirtschaft von innen

Ivanka Trump war zunächst als Modell aktiv und stieg nach ihrem Studium bei einer Immobilienfirma ein. Bei der Firma ihres Vaters war sie schließlich ab 2005 als Vizepräsidentin des Immobilien-Bereichs aktiv. Später hatte sie ihre eigene Modemarke für Schmuck, die wohl allerdings nicht so gut lief und inzwischen auf Eis liegt. Man kann das alles belächeln.

Aber Fakt ist: Sie hat mehr Erfahrung in der Privatwirtschaft gesammelt, als so mancher Politiker und vor allem die meisten First Ladies in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Sie hat diplomatische Erfahrung

Bereits 2019 nahm Ivanka Trump an der Münchner Sicherheitskonferenz teil und stellte eine eigene Regierungsinitiative vor, mit der sie Frauen in Entwicklungsländern helfen will. Ihr Vater war nicht zu der Konferenz gekommen. Während des G20-Gipfels in Hamburg war sie Teil der US-Delegation und vertrat ihren Vater zeitweise sogar bei den Besprechungen der Regierungschefs. Und bei großen Veranstaltungen in Deutschland unterhält sie sich auch mal gerne mit Ursula von der Leyen und Angela Merkel über politische Themen.

Sie hat definitiv Erfahrung auf der großen diplomatischen Bühne und im Gegensatz zu ihrem Vater weiß sie sich dort auch zu benehmen.

Interessant zu wissen: Ivanka heißt gar nicht Ivanka. Ihr richtiger Name ist Ivana Trump. Den Namen teilt sie mit ihrer Mutter, Donald Trumps erster Ehefrau, Ivana Trump. Das kann zu Verwechslungen führen.

Daher der Spitzname: Ivanka ist die Verniedlichungsform von Ivana und heißt so viel wie: "die kleine Ivana" oder "Ivana Jr".

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Ivanka und Donald Trump in Davos Bild: imago / Shealah Craighead

Donald Trump hört auf sie

Außerdem darf man nicht vergessen: Wenn man Autoren wie dem Trump-Biografen Michael Wolff glauben darf, ist Ivanka eine der wenigen Personen, auf die Donald Trump hört. Nicht nur in ihrer offiziellen Funktion als Beraterin für Frauen, Gleichberechtigung und Gesundheit – wer Donald Trump kennt, weiß, dass ihm diese Bereiche nicht besonders am Herzen liegen –, sondern insbesondere als Vertrauensperson.

Und Donald Trump liebt seine Tochter. Teilweise vielleicht ein bisschen zu sehr, denkt man an seine Äußerungen über die Attraktivität seiner Tochter.

Zwar ist Ivankas Einfluss, Berichten zufolge, in den vergangenen Jahren gesunken, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Beratern und Vertrauten des Präsidenten, ist sie nach drei Jahren Präsidentschaft immer noch dabei.

Sie hört wenigstens zu

Sie wird generell als offener für neue Ideen und umgänglicher als ihr Vater beschrieben. Kein Wunder, dass Angela Merkel sie zu Konferenzen wie den Womens G20-Gipfel 2017 eingeladen hat.

Auch wenn sie beim Weltwirtschaftsforum bisher die Rede ihres Vaters verteidigt hat: In Davos könnte sie der bessere Ansprechpartner sein, als ein Donald Trump, der nur seine eigenen Erfolge als Präsident zur Schau stellen will.

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