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Bild: imago / twitter

"Ibiza, Ibiza, Antifascista": Vengaboys lassen Demo in Wien ausrasten

"Whoah! We're going to Ibiza Whoah! Back to the island!"

Die Vengaboys waren da. Und eine Flut von Konfetti ergoss sich über den Wiener Ballhausplatz.

Am Donnerstag ist die Eurodance-Band bei der Donnerstagsdemo in der österreichischen Hauptstadt aufgetreten. Die Proteste richteten sich ursprünglich gegen die Regierung der konservativen ÖVP und der rechten ÖVP und fanden jede Woche statt. Die Koalition aber ist an dem berüchtigten Ibiza-Video.

Dennoch sind am Donnerstag Tausende wieder auf die Straße gegangen. Und tanzten dieses Mal am Ende der Demo zu den Beats der Vengaboys. Die Band schaffte es mit ihrem 20 Jahre alten Hit "We're going to Ibiza" nach dem Skandal um den FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache wieder auf Platz 1 in Österreich.

Die Hintergründe zur Ibiza-Krise

Auslöser der Regierungskrise waren die von "Spiegel" und "Süddeutscher Zeitung" am 17. Mai veröffentlichten Aufnahmen von 2017, die den damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im Gespräch mit einer angeblichen russischen Investorin zeigen. Strache stellt dabei unter anderem Staatsaufträge für Wahlkampfhilfe zugunsten der FPÖ in Aussicht und spekuliert über die vorteilhaften Folgen eines Kaufs der einflussreichen "Kronen-Zeitung" durch die Investorin.

Strache trat einen Tag nach der Veröffentlichung von allen politischen Ämtern zurück, die ÖVP-FPÖ-Regierung zerbrach. Die von Kurz angeführte Übergangsregierung hatte dann keine Mehrheit mehr im Parlament, weil die Opposition ihm nicht zuletzt eine gewisse Mitverantwortung an der Regierungskrise nach dem Skandal-Video vorwarf. Außerdem soll er bei der Bewältigung der Krise nicht ausreichend auf die anderen Parteien zugegangen sein.

Die blau-türkise Regierung ist nun erst einmal Geschichte. Bundespräsident Alexander Van der Bellen ernannte am Donnerstag Brigitte Bierlein zur ersten Kanzlerin Österreichs und die Demonstranten tanzten sich offenbar auch den Frust von der Seele.

Laut Polizei waren rund 6.000 Menschen gekommen, laut Schätzungen von Teilnehmern könnten es auch über 10.000 gewesen sein, berichtet das Online-Portal "Oe24". Im Konfettiregen und den Hits von den Vengaboys machten sie die Demo zur Party.

Jetzt kommen die Bilder des Auftritts der Vengaboys:

Die Ankunft:

Die Demo wird zur Party:

Hier hört ihr den neuen alten Hit der Band:

Ein neuer Schlachtruf ward auch geboren:

Manche könne nicht recht glauben, was da passiert:

Es ist auch verrückt, ein kleines bisschen sehr verrückt:

Ach ja, Geld gab's auch für (fast) jeden:

(ll)

SPD und Barley gegen Rechts

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