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FILE - In this April 29, 2016, file photo, Kim Dong Chul, center, a U.S. citizen detained in North Korea, is escorted to his trial in Pyongyang, North Korea. President Donald Trump added to the speculation that North Korea may make a goodwill gesture before his planned summit with Kim Jong Un when he tweeted of a potential update soon on the status of three detained Americans, including Kim Dong Chul. (AP Photo/Kim Kwang Hyon, File)

Bild: AP

Kims "Geschenk" für Trump? Nordkorea will drei US-Bürger freilassen

Im vergangenen Herbst schienen die USA und Nordkorea auf einen Krieg zuzusteuern. Nun schreitet die Entspannung auf der koreanischen Halbinsel im Rekordtempo voran. Letzte Woche kam es zum Gipfeltreffen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Noch dieses Jahr wollen die beiden Staaten einen Friedensvertrag abschließen.

Schon in wenigen Wochen könnte der nächste historische Gipfel stattfinden, dieses Mal zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump. Zeit und Ort stehen angeblich fest. Vermutlich findet das Treffen erneut im innerkoreanischen Grenzort Panmunjom statt. Nun zeichnet sich ab, dass die Amerikaner im Vorfeld eine "Geste des guten Willens" erhalten.

Diese historischen Daten helfen, den Korea-Konflikt besser zu verstehen:

Drei US-Amerikaner koreanischer Herkunft, die in Nordkorea inhaftiert sind, wurden laut Medienberichten in ein Hotel in der Hauptstadt Pjöngjang verlegt. Sie erhielten dort "gutes Essen" und medizinische Versorgung, werden also regelrecht aufgepäppelt. Ihre Freilassung stehe "unmittelbar bevor", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle dem Fernsehsender CNN.

Im Grundsatz wurde die Freilassung bei einem Besuch des nordkoreanischen Außenministers im März in Schweden beschlossen. Donald Trump selbst hatte die Spekulationen am Mittwoch auf Twitter angeheizt. Jeder wisse, dass die vorherige Regierung lange und erfolglos die Freilassung von drei «Geiseln» aus einem nordkoreanischen Arbeitslager gefordert habe, schrieb Trump und fügte an: "Bleiben Sie dran!" Was man als Hinweis darauf interpretieren kann, dass sich in dieser Sache etwas bewegt.

Bei seinem Seitenhieb auf Vorgänger Obama nimmt es Trump wie so oft mit der Wahrheit nicht sonderlich genau. Denn zwei der drei "Geiseln" wurden erst nach seinem Amtsantritt in Nordkorea festgenommen. Kim Hak Song wurde am 6. Mai 2017 am Hauptbahnhof von Pjöngjang unter dem Vorwurf der "feindlichen Aktivitäten" in Gewahrsam genommen.

Auch im Sport nähern sich Nord- und Südkorea an.

Wenige Wochen zuvor wurde Kim Sang Duk, auch bekannt als Tony Kim, der Spionage beschuldigt und inhaftiert. Die beiden koreanischstämmigen Amerikaner hatten an der von evangelikalen Christen gegründeten Universität für Wissenschaft und Technologie in Pjöngjang gearbeitet, der einzigen privaten Hochschule in der nordkoreanischen Hauptstadt.

Warmbiers Eltern verklagen Nordkorea

2015 war der in Südkorea geborene Prediger Kim Dong Chul, der als Geschäftsmann in einer Sonderwirtschaftszone tätig war, verhaftet und zu zehn Jahren Arbeitslager unter verschärften Bedingungen verurteilt worden. An einer inszenierten Pressekonferenz "gestand" er, im südkoreanischen Auftrag militärische Geheimnisse gestohlen zu haben.

epa05214148 A photo provided by the official Korean Central News Agency (KCNA) on 16 March 2016 shows US student (C) placing fingerprints on documents in relation to his trial held by The Supreme Court of the Democratic People's Republic of Korea, in Pyongyang, North Korea, 16 March 2016. Warmbier, a student at the University of Virginia, was sentenced to 15 years in prison for a crime against North Korea, international reports stated. Warmbier was arrested in January for allegedly trying to steal a banner with a political message from his hotel in North Korea. EPA/KCNA EDITORIAL USE ONLY +++(c) dpa - Bildfunk+++ |

Der Fall des Studenten Otto Warmbier hatte die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea belastet. Bild: KCNA/dpa

In den letzten Jahren waren wiederholt amerikanische Staatsbürger in Nordkorea inhaftiert worden. 2009 traf es zwei Journalistinnen, die angeblich die Grenze zu China illegal überquert hatten. Nach einem Besuch des früheren US-Präsidenten Bill Clinton wurden sie begnadigt. Für Schlagzeilen sorgte der Fall des Studenten Otto Warmbier, der im März 2016 wegen Diebstahls eines Propaganda-Posters zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden war.

Sechs amerikanische Überläufer

Als er im Juni 2017 in die USA entlassen wurde, lag er im Koma. Wenige Tage später starb er. Die Autopsie ergab keine klare Todesursache, dennoch haben Warmbiers Eltern vor wenigen Tagen vor einem Gericht in Washington eine Klage gegen die nordkoreanische Regierung wegen Folter und Mordes eingereicht.

Bekannt sind auch sechs Fälle von US-Soldaten, die zwischen 1962 und 1982 während ihrer Dienstzeit in Südkorea in den Norden «übergelaufen» waren. Mindestens einer von ihnen trat in nordkoreanischen Propagandafilmen auf, ein weiterer kehrte 2004 in die USA zurück und musste sich vor einem Kriegsgericht verantworten. Heute ist keiner von ihnen noch am Leben. (pbl)

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