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File-In this April 9, 2018, file photo provided by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un attends a meeting of the Political Bureau of the Central Committee of the Workers' Party of Korea, in Pyongyang, North Korea. North Korea said Saturday, April 21, 2018, it has suspended nuclear and long-range missile tests and plans to close its nuclear test site. The North's official Korean Central News Agency said the country is making the move to shift its national focus and improve its economy.
(Korean Central News Agency/Korea News Service via AP, File)

Bild: KCNA/ap

Nordkorea kündigt Atomwaffenprogramm-Stopp an – 5 Fragen und Antworten

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat offiziell die Aussetzung der Atom- und Raketentests seines Landes angekündigt. Zudem soll der Betrieb einer nuklearen Testanlage eingestellt werden.

Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf die amtliche nordkoreanische Agentur KCNA.

Bereits in seiner Neujahrsansprache hatte Kim ein Ende der Tests angedeutet. Er sagte, Nordkorea habe den Aufbau seiner Atomstreitmacht vollendet. Vor kurzem sagten südkoreanische Gesandte bereits, der Machthaber habe das Ende der Tests versprochen. Die öffentliche Ankündigung war jedoch bislang ausgeblieben.

Was passiert jetzt genau?

"Nordkorea wird vom 21. April an seine Atomtests und den Start von ballistischen Interkontinentalraketen stoppen."

Aus dem KCNA-Bericht

Und weiter heißt es: "Der Norden wird eine Atomtestanlage im Norden des Landes schließen, um seinen Willen zu demonstrieren, die Atomtests auszusetzen." Demnach handelt es sich um das Testgelände in Punggye Ri.

Warum reden wir immer wieder über das nordkoreanische Atomprogramm?

Nordkorea hatte in den vergangenen Jahren sein Atom- und Raketenprogramm massiv vorangetrieben und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen. Seit Oktober 2006 hat das Land sechs Atomwaffentests durchgeführt. Jeder Test hatte weitere Sanktionen durch den UN-Sicherheitsrat oder einzelne Länder zur Folge. 

Das Atomprogramm der Nordkoreaner bereitet der internationalen Gemeinschaft seit Jahrzehnten Sorgen. Letzte Schätzungen beziffern die Anzahl von Atombomben auf zwischen zehn (südkoreanisches Verteidigungsministerium vom Januar 2017) und 21 (US-Organisation Institute for Science and International Security vom Juni 2016).

Warum stoppt Nordkorea ausgerechnet jetzt seine Atomtests?

Der Diktator von Nordkorea Kim Yong Un sagte laut KCNA, sein Land habe erfolgreich Atomwaffen entwickelt. Die Atomtestanlage habe damit "ihre Aufgabe erfüllt".

Nordkorea sei nun ein mächtiges Land, "die gesamte Partei und das gesamte Land sollten sich nun auf die Entwicklung der sozialistischen Wirtschaft konzentrieren", sagte er. Dies sei die neue Strategie der Partei.

Zuvor war die Doktrin gewesen, Militär und Wirtschaft zeitgleich zu entwickeln. Internationale Sanktionen haben die Wirtschaft des abgeschotteten Landes aber weiter geschwächt.

Wie reagiert das Ausland?

Ende Mai oder Anfang Juni ist dann ein Treffen von Kim Yong Un mit US-Präsident Donald Trump geplant. Trump reagierte umgehend auf die Ankündigungen aus Nordkorea.

"Das ist eine sehr gute Nachricht für Nordkorea und die Welt", schrieb der US-Präsident auf Twitter. Er freue sich auf das gemeinsame Treffen mit Kim.

In Seoul sagte eine Sprecherin von Südkoreas Präsident Moon, Nordkoreas Entscheidung sei ein "bedeutender Fortschritt für die nukleare Abrüstung der koreanischen Halbinsel". Sie werde sich "sehr positiv" auf die Atmosphäre der geplanten Gipfeltreffen auswirken.

Wie geht es auf der koreanischen Halbinsel nun weiter?

Seit dem Ende des Koreakriegs (1950-53) besteht auf der Halbinsel lediglich ein Waffenstillstand, beide Staaten befinden sie sich offiziell noch immer im Kriegszustand.

Nordkorea Panmunjom: Cho Myoung-gyon (r), Wiedervereinigungsminister von Südkorea, und Ri Son-gwon, Vorsitzender des nordkoreanischen Komitees für die friedliche Vereinigung des Landes, reichen sich zu Beginn einer Verhandlung im Grenzort Panmu

Nord- und Südkorea sind in Verhandlungen. Hier der Wiedervereinigungsminister von Südkorea (r.) mit einem nordkoreanischen Vertreter. Bild: kyodo POOL/dpa

Bei dem Gipfeltreffen am 27. April will die südkoreanische Seite Verhandlungen über ein Ende des Kriegszustands und ein Friedensabkommen anstoßen. 

(pb/dpa/afp)

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