International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
This image released by CBS News shows Stormy Daniels, left, during an interview with Anderson Cooper which will air on Sunday, March 25, 2018, on

Bild: CBS News

"Ich wurde bedroht": Pornostar Stormy Daniels über angebliche Trump-Affäre

26.03.18, 07:32 26.03.18, 08:20

Fabian Reinbold, washington dc

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels hat sich über ihre angebliche Affäre mit Trump geäußert. Während der US-Präsident ein Verhältnis bestreitet, gab Daniels nun im amerikanischen Fernsehen zahlreiche Details preis.

Das Interview ist der vorläufige Höhepunkt einer Affäre, die sich am US-Präsidenten festzubeißen scheint. Nach den ersten Berichten im Januar über die Affäre und die Zahlung von 130.000 Dollar an Daniels durch einen Trump-Anwalt verschiebt sich der Fokus jetzt auf die Methoden, mit denen Daniels nach eigener Aussage zum Schweigen gebracht worden ist.

Das Interview bei CNN:

Video: YouTube/CNN

Daniels, mit bürgerlichen Namen Stephanie Clifford, berichtete dabei eine Szene aus dem Jahr 2011, als sie versuchte, ihre Geschichte an ein Klatschmagazin zu verkaufen. Sie sei auf einem Parkplatz in Las Vegas von einem Mann bedroht worden. Der Unbekannte habe sie angesprochen und ihr gesagt: "Lass Trump in Ruhe. Vergiss die Geschichte." Kurz bevor er wieder verschwand, habe der Mann noch einen Blick auf ihre junge Tochter im Auto geworfen.

Dann soll ihr der Fremde gedroht haben:

"Das ist schönes kleines Mädchen. Es wäre eine Schande, wenn ihrer Mutter etwas zustieße.

Wegen dieser Begegnung habe sie jahrelang geschwiegen und kurz vor der Präsidentschaftswahl eine Schweigevereinbarung mit einem Anwalt Trumps unterzeichnet, berichtete Clifford in der amerikanischen TV-Sendung "60 Minutes".

In Washington wurde der Ausstrahlung seit Tagen entgegen gefiebert. Während ein Basketballspiel die Ausstrahlung auf dem Sender CBS um eine gute halbe Stunde verzögerte, hatten die Medien, denen das Interview-Manuskript bereits vorlag, längst die ersten Eilmeldungen abgesetzt.

"Er sagte: Wow, du bist so einzigartig. Du erinnerst mich an meine Tochter"

Fast alle Aussagen Daniels sind Behauptungen, für die sie keine Beweise vorgelegt hat. Trump hat die Affäre dementiert. Im Interview sprach sie davon, dass sie nur einmal Sex mit Trump gehabt habe und berichtete etwa von dessen Versprechungen, sie in eine seiner Fernsehshows zu holen, die sich letztlich nicht materialisierten.

Daniels will Trump im Jahr 2006 bei einem Golfturnier kennengelernt haben, genau wie ein früheres "Playboy"-Model, das ebenfalls vor wenigen Tagen über eine angebliche Beziehung zu Trump berichtet hatte. Moderator Anderson Cooper fragte Clifford nach ihrer Glaubwürdigkeit. Immerhin hatte sie zuletzt zwei Mal Erklärungen verfasst, in denen sie angab, dass Berichte über eine Affäre falsch seien.

Clifford erklärte auch das mit Bedrohungen. Die Gegenseite könne ihr "Leben auf viele verschiedene Arten zur Hölle machen", sei ihr gesagt worden. Sie deutete an, dass dieser Satz auf den Trump-Vertrauten Michael Cohen gemünzt sein könnte.

Clifford über die Bedrohung ihrer Tochter:

Wichtiger als manche schlüpfrigen Details, die Daniels im Fernsehen preisgab, ist aber eine andere Ebene: Was der Präsident und seine Helfer möglicherweise taten, um die Affäre zu vertuschen und ob sie Daniels dabei einschüchterten. Cohen bestreitet, Clifford bedroht zu haben.

Schon jetzt interessieren sich Ermittler für die Zahlung Cohens an Clifford elf Tage vor der Präsidentschaftswahl im November 2016. Es geht um die Summe von 130.000 US-Dollar, die Cohen nach eigener Aussage aus eigener Tasche bezahlt habe, ohne das Wissen Trumps, wie er behauptet.

Cliffords Anwalt argumentiert nun, dass diese Übereinkunft nie gültig gewesen sei, weil Trump sie nicht selber unterzeichnet habe. Clifford ist vor ein kalifornisches Gericht gezogen. Trump hatte sich kürzlich erstmals in den Rechtsstreit um die Schweigevereinbarung eingeschaltet.

Clifford ist vor ein kalifornisches Gericht gezogen. Trump hatte sich kürzlich erstmals in den Rechtsstreit um die Schweigevereinbarung eingeschaltet.

FILE - In this Feb. 11, 2007, file photo, adult film actress Stormy Daniels arrives for the 49th Annual Grammy Awards in Los Angeles. New documents show a top lawyer for the Trump Organization was involved in legal efforts to keep adult film star Daniels from talking about her alleged affair with President Donald Trump. The arbitration documents are signed by Trump Organization lawyer Jill A. Martin and list her address as that of Trump's golf club in Los Angeles. (AP Photo/Matt Sayles, File)

Bild: Sayles

Wie Cohen auch will er, dass sich ein Bundesgericht statt einer staatlichen kalifornischen Instanz des Falls annimmt. Das würde es ermöglichen, dass der Streit in einem Schlichtungsverfahren hinter verschlossenen Türen statt öffentlich behandelt wird.

Zugleich wurde kurz vor der Sendung bekannt, dass Trump, der sich am Wochenende auf seinem Anwesen in Florida aufhielt, am Samstagabend mit Cohen traf.

Für den Präsidenten wird diese Affäre immer unangenehmer. Clifford ist in den vergangenen Wochen mit ihren neuen Anwalt Michael Avenatti zunehmend in die Medien-Offensive gegangen. Er betonte, es gehe ihm um die Vertuschungsversuche, die der Präsident und seine Vertrauten in der Sache begangen hätten.

Avenatti machte zuletzt Andeutungen, dass er Beweismaterial vorliegen habe, das Trump gefährlich werden könne. Dazu sagte seine Mandantin trotz Nachfragen des Moderators bei ihrem Auftritt nichts.

Dieser Artikel ist zuerst bei t-online erschienen.

Das könnte dich auch interessieren:

X Folgen aus "X-Factor", die mich heute noch gruseln 

Weil wir sie vermissen: Das wurde aus den 7 "Two and a Half Men"-Stars

Neues Video: So hätte Banksys Kunst-Schredder funktionieren sollen

Der Sportreporter unserer Kindheit hört auf 😞 – hier nochmal seine besten Momente

Fail! Die Berliner Geldtransport-Räuber machten gar keine Beute

Luka Jovic erzielt Fünferpack – diesen 13 Spielern ist das auch schon gelungen

CDU und AfD haben offenbar gerade ein Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet verhindert

Alle schauten weg: Diese 2 Frauen aus NRW aber stoppten den Vergewaltiger

"Einfach peinlich" – 4 Bayern-Fans sagen, was sie jetzt denken

Rihanna schlägt Super-Bowl-Auftritt aus – wegen ihm hier

Hat es Saudi-Arabien zu weit getrieben? Merkel, Nahles und Co. machen Druck

"Die Sims": In 5 Schritten vom Innenarchitekten zum Serienkiller

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

"Orange Is the New Black" endet 2019 – so sehen die Stars in echt aus

Dank Google könnten eure Android-Smartphones bald ein gutes Stück teurer werden

An der Grenze zu Mexiko stoppt die "Karawane der Migranten" – Tausende kehren um

Nach einem Rollstuhltanz beim Supertalent kommen Bruce die Tränen

Ein schwuler Schüler bittet  den Schwarm der Schule um ein Date – das Video ist ❤️

Heirate doch alleine! 9 Brautjungfern, die (zurecht) die Schnauze voll hatten 🙅

Ein Ticket-Automat in Halle explodiert und tötet einen Mann: Es gibt 2 Festnahmen 

Brasiliens Regenwald ist gefährdeter denn je – warum das die ganze Welt bedroht

Darum sind Microsofts neue Surface-Geräte fast unreparierbar 🙈

So faul – die pinkeln nur einmal die Woche: 7 Fun-Facts über Faultiere

"Die Avocado ist keineswegs böse" – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Wie glaubwürdig ist Saudi-Arabiens Geständnis im Fall des getöteten Journalisten? 

Leroy Sané gibt Tinder-Tipps – das Ergebnis ist schlimmer als jedes Horrordate

Vor 18 Jahren: Christoph Daums Haarprobe sorgt für einen der größten Bundesliga-Skandale

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Schwedischer Studentin droht Gefängnis – weil sie einen Abschiebeflug stoppte

Damit du dieses Jahr weniger Taschentücher brauchst – so überstehst du die Grippewelle

Tierarzt bittet: Bleib' bei deinem Hund, wenn er stirbt. Auch wenn es hart ist.

Feine Sahne bleiben nach Konzertabsage cool – und rufen ihre Fans auf: "Leute, chillt!"

Die Saudis verbreiten eine neue Geschichte zum Tod von Journalist Khashoggi

Ist deine dabei? Diese 13 Kleinstädte sind auf Instagram am beliebtesten

So könnt ihr die Hessen-Wahl verstehen, auch wenn ihr nicht in Hessen wohnt

Diese Nüsse will die EU heute beim Gipfel knacken

Wunderschöner Antrag 😍 Warum Tausende gerade dieses Liebespaar suchen

Kanzlerin Merkel will die Flüchtlingsdebatte beenden – Besser spät als nie?

Dieser aufgeregte Spanier liefert die beste Analyse der Bayern-Wahl 

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Die Amerikaner können sehr wohl ausblenden, dass ein Idiot im Weißen Haus sitzt"

Bhaskar Sunkara ist eine der interessantesten Figuren in der politischen Sphäre in den USA. Der 29-Jährige hat sich mit seinem "Jacobin"-Magazin zum publizistischen Wortführer einer dezidiert linken Politik hochgeschwungen. 

Dann ist er plötzlich verschwunden. Seine Pressebeauftragte ist ratlos. Fünf Minuten später steht er im Eingang des Kulturcafés an der Zürcher Europaallee. Sein Blick ist fahrig, das Hemd gewechselt, auf seiner Stirn glänzen noch Wassertropfen. Es ist abends um halb 7 und Bhaskar Sunkara sieht ziemlich erschöpft aus.

Der "Jacobin" ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie in den USA der Post-Obama-Ära immer häufiger vorkommt: junge linke Bewegungen, Medien, Podcasts usw., die die politische …

Artikel lesen