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25.09.2020, Frankreich, Paris: Französische Soldaten eilen zum Tatort. Bei einer Messerattacke sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins «Charlie Hebdo» Foto: Alain Jocard/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Französische Soldaten eilen zum Tatort. Bei einer Messerattacke sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins "Charlie Hebdo". Bild: AFP / Alain Jocard

Messer-Attacke in Paris: Anti-Terrorstaatsanwaltschaft ermittelt

Bei einer Messerattacke in der Nähe der früheren Redaktion der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris sind nach Angaben der französischen Ministerpräsidenten Jean Castex vier Menschen verletzt worden. Zwei der Opfer erlitten nach Angaben aus Polizeikreisen lebensgefährliche Wunden. Die Ermittler fahndeten nach zwei Verdächtigen, hieß es in Polizeikreisen am Freitag. Das Gebiet um das Gebäude sei abgeriegelt worden.

Es sei ein verdächtiges Päckchen gefunden worden. Bei einem Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo waren im Januar 2015 zwölf Menschen getötet worden.

Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat den Fall am Freitagnachmittag an sich gezogen. Sie leitete nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen "Mordversuchs im Zusammenhang mit einer terroristischen Tat" ein. Bei der Tat wurden mindestens zwei Menschen verletzt, die Polizei nahm inzwischen zwei Verdächtige fest.

Frankreichs Premier Jean Castex hat eine Krisensitzung einberufen. Zur Zahl der Verletzten gab es zunächst unterschiedliche Angaben - erst war von vier die Rede, später von zwei. Auch die Zahl der Täter war noch unklar. Ein Verdächtiger wurde in der Nähe des Place de la Bastille unweit des Tatorts festgenommen. Medien berichteten von zwei Tätern - dafür gab es zunächst keine Bestätigung.

Berichten zufolge wurden im Zentrum der Stadt mehrere Schulen und Krippen vorsichtshalber geschlossen. Der Bereich um den Tatort wurde von den Einsatzkräften komplett abgesperrt, wie ein dpa-Reporter berichtete. Es gab demnach keine panikartigen Szenen, die Menschen beschwerten sich, dass sie nicht nach Hause konnten. "Merde, Merde", schimpfte eine alte Frau. Berichten zufolge untersuchten die Beamten auch ein verdächtiges Paket in der Gegend - dabei soll sich zunächst nichts ergeben haben.

Der Terrorismusprozess um den blutigen islamistischen Anschlag auf "Charlie Hebdo" läuft seit Monatsbeginn in Paris. Angeklagt sind 14 Menschen. Bei der mehrtägigen Anschlagsserie waren im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet worden. Die Anschläge trafen nicht nur die Redaktion von "Charlie Hebdo", sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

(lin/rtr/dpa)

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