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Fotograf schießt beeindruckendes Foto von Notre-Dame – jetzt werden Fake-Vorwürfe laut

Der Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris am Montag beschäftigte die Welt: Die jahrhundertealte und mehrfach erneuerte Kirche war bei dem gravierenden Feuer am Montag stark zerstört worden, die Bilder gingen um die Welt.

Der Schnappschuss des Hobby-Fotograf Anthony sorgte online für besondere Aufmerksamkeit. Denn Anthony hat am Montag in Paris wohl den Schnappschuss seines Lebens gemacht. Sein Foto zeigt die Notre-Dame-Kathedrale, kurz bevor der Spitzturm kollabierte. Eine Rauchwolke steigt auf und verdeckt teilweise den Eiffelturm im Hintergrund.

Daraufhin wurde das Bild tausendfach geteilt, für viele hält es die Tragödie von Montagabend perfekt fest. Aber es gab nicht wenige, die behaupteten, das Bild sei eine Montage. Grund dafür ist die ungewöhnliche Ansicht: Das Bild wirkt so, als befinde sich der Eiffelturm direkt neben Notre-Dame.

"Le Parisien" hat den Fotografen ausfindig gemacht und mit ihm über das Bild gesprochen. Anthony war überrascht, dass sein Bild so eingeschlagen hat.

"Um ehrlich zu sein, bin ich gerade aufgewacht und sehe, dass ich viele E-Mails und Benachrichtigungen in den sozialen Netzwerken erhalten habe."

Er hatte das Bild Montagabend auf Facebook und Flickr geteilt, von dort machte es sich selbstständig. "Das ist das erste Mal, dass mir so etwas passiert. Das ist verrückt", sagte er weiter.

Ebenso wie die Vorwürfe, das Bild sei ein Fake. Dutzende Internet-Nutzer waren davon überzeugt, dass er mittels Photoshop den Turm näher geholt habe. Anthony hält dagegen: "Ich habe dieses Foto von weit weg aufgenommen, nahe der 'Porte de Vincennes'. Aber diese Ansicht existiert", verriet er dem "Parisien".

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Links der Eiffelturm, in der Mitte die Notre-Dame und bei der Markierung Anthonys Standort.

Er habe von dort aus schon viele Klischee-Fotos geschossen. Auf Instagram sieht man außerdem, wie er mit seinem Handy den Bildschirm seiner Kamera abfilmt, um zu beweisen, dass es sich nicht um eine Montage handelt.

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"Ich tat dies, damit die Leute die Szenerie verstehen. Denn es ist wahr, dass der Effekt spektakulär ist. Wenn die Aufnahmen so übertrieben wirken, ist dies wegen der Brennweiteneinstellung und meines Zooms von 600 Millimetern", erklärt er sich.

(jaw)

Notre-Dame in Flammen

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