31.12.2020, Neuseeland, Auckland: Ein Feuerwerk wird vom Sky Tower aus gestartet, um den Jahreswechsel zu feiern. Im Gegensatz zu vielen anderen L

Vom Sky Tower in Auckland wurden schon Raketen abgefeuert. Bild: NZ Herald via AP / Michael Craig

Menschen weltweit feiern Jahreswechsel unter Corona-Bedingungen

Das neue Jahr hat in den ersten Ländern der Welt bereits begonnen. Als Erste starteten die Bewohner der Südsee-Inseln Samoa und Kiribati um 11 Uhr MEZ, eine Stunde später folgte Neuseeland – wo 2021 mit einer Reihe von großen Musikfestivals und Feuerwerksshows begrüßt wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat Neuseeland seit mehr als einem Monat keine lokalen Corona-Fälle mehr verzeichnet. Daher konnten die Veranstaltungen ohne Begrenzungen der Besucherzahl oder anderen coronabedingten Einschränkungen stattfinden.

In Neuseeland gab es schon seit Wochen keinen neuen Corona-Fall

In der landesweit größten Stadt Auckland gab es eine Lichtshow rund um Harbour Bridge und Sky Tower, gefolgt von einem fünfminütigen Feuerwerk um Mitternacht. Eine der größten Silvesterveranstaltungen ist das dreitägige Musikfestival Rhythm and Vines, das nahe der Stadt Gisborne im Nordosten der Nordinsel über die Bühne geht.

Neuseeland gilt dank früher und strikter Maßnahmen als erfolgreich im Kampf gegen das Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat 2162 Fälle bestätigt, 25 Menschen starben. Der jüngste lokale Corona-Fall wurde Mitte November verzeichnet.

Die Silvesterparty am Brandenburger Tor findet dieses Jahr nicht statt

Anders wird es in Deutschland sein, wo zum zweiten Mal seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie ein harter Lockdown herrscht. Es gab ein grundsätzliches Verkaufsverbot von Feuerwerk in den letzten Tagen des zu Ende gehenden Jahres – vor allem, die Krankenhäuser von zusätzlichen Patienten zu entlasten.

Auch Deutschlands größte Silvesterparty in Berlin fällt aus – inklusive fernsehtauglichem Höhenfeuerwerk über dem Brandenburger Tor. Das ZDF überträgt von dort aber eine Show ohne Publikum. Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner begrüßen Musikgäste wie Jürgen Drews und Vicky Leandros.

Die Polizei in Berlin bereitet sich auf Ausschreitungen vor

Mit einem Großaufgebot will die Polizei das an vielen Orten Berlins geltende Feuerwerksverbot durchsetzen. Die Berliner Feuerwehr bereitete sich – wie in den Vorjahren – auf eine Art Ausnahmezustand an Silvester vor. Dabei hat sich bundesweit die sonst übliche Debatte über die Böllerei angesichts von Lärm, Klimaschutz und Aggressionen fast erledigt. Der Deutsche Städtetag rief dazu auf, angesichts des Corona-Geschehens auf jegliches Feuerwerk zu verzichten, selbst wenn man Altbestände oder Einkäufe aus dem Ausland habe und auf Privatgrundstücken zünden wolle.

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft befürchtet trotz allem Gewalt gegen Einsatzkräfte. In den vergangenen Jahren kam es in der Silvesternacht immer wieder zu Attacken. In diesem Jahr wird mancher Zorn wegen der Alkohol-Beschränkungen und Böllerverbote erwartet.

Zahlreiche traditionelle Silvesterpartys auf der ganzen Welt wurden abgesagt

Auch weltweit sind viele Partys und Feuerwerke abgesagt worden, zum Beispiel in Rio, Sao Paulo, Amsterdam und London. In Sydney findet zwar ein Riesenfeuerwerk statt, allerdings dürfen sich keine Zuschauer dazu am Hafen einfinden. In New York soll der traditionelle "Ball Drop" am Times Square, der Fall eines leuchtenden Kristallballs an einem Mast, nur vor wenigen Leuten statt wie sonst Tausenden stattfinden.

A composite image created on Thursday, December 31, 2020, compares the Circular Quay New Year’s Eve. 2019 crowd size with 2020. **

NSW Police patrol Circular Quay on New Year’s Eve in Sydney, Thursday, December 31, 2020. Sydneysiders were asked to stay home and watch the fireworks on television this year to due the COVID-19 pandemic. (AAP Image for NSW Government/Dan Himbrechts) NO ARCHIVING
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Crowds building around the Sydney Harbour foreshore at Circular Quay during New Year's Eve celebrations in Sydney, Tuesday, December 31, 2019. (AAP Image for City of Sydney/Dean Lewins) NO ARCHIVING, EDITORIAL USE ONLY

Der Circular Quay, auf dem sich die Menschen in Sydney normalerweise das Feuerwerk anschauen, letztes Jahr im Vergleich zu diesem Jahr. Bild: AAP / DAN HIMBRECHTS / DEAN LEWINS

The Sydney Harbour Bridge pylon is lit with a COVID safe message ahead of the midnight fireworks during New Year’s Eve celebrations in Sydney, Thursday, December 31, 2020. Sydneysiders were asked to stay home and watch the fireworks on television this year due to the COVID-19 pandemic. (AAP Image/Dean Lewins) NO ARCHIVING

Die beleuchtete Harbour Brücke in Sydney zeigt die Mitteilung: "Helfen Sie die Übertragung zu stoppen." Bild: AAP / DEAN LEWINS

In Paris herrscht auch an Silvester nachts eine Ausgangssperre. Es gibt aber ein Online-Konzert von Jean-Michel Jarre als Avatar in der virtuellen Kulisse der Kathedrale von Notre-Dame und einen vorab aufgezeichneten Spenden-Livestream mit Star-DJ David Guetta vor der Louvre-Pyramide.

In manchen Ländern wird es trotz Corona eine Feuerwerk geben

In Moskau soll es trotz Corona-Sperrstunde ab 23.00 Uhr ein großes Feuerwerk am Kreml geben.

Das fast coronafreie Taiwan plant traditionell Pyrotechnik am Wolkenkratzer "Taipei 101" in Taipeh.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist am höchsten Gebäude der Welt, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa in Dubai, wieder ein spektakuläres Feuerwerk samt Licht- und Lasershow geplant.

Zum Neujahrsfest im Februar plant China ein Feuerwerk in Wuhan

Auch in China, wo erst zum chinesischen Neujahrsfest im Februar richtig groß gefeiert wird, sind Veranstaltungen geplant. Unter anderem soll es in Wuhan ein Feuerwerk geben – am Ausbruchsort des Coronavirus.

26 Stunden dauert es wieder zwischen 11.00 Uhr MEZ am 31. Dezember und 13.00 Uhr MEZ am 1. Januar, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. Es begann im Inselstaat Samoa, geht über Australien (14 Uhr MEZ), Asien bis Europa, Südamerika, die US-Ostküste, Kalifornien, Hawaii zu den unbewohnten Eilanden Bakerinsel und Howlandinsel wieder im Pazifik.

(lfr/dpa)

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