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Background of an abstract blue globe with networks.

Sie ist ein globales Vorbild: Miley Cyrus. Bild: imago images / UPI Photo/ getty images/watson montage

Miley Cyrus geht in den Gebärstreik – und kämpft damit für das Klima

US-Pop-Ikone Miley Cyrus möchte keine Kinder. Nun wäre das eigentlich ihre Privatsache und eigentlich ginge die Familienplanung der Sängerin die Öffentlichkeit kaum etwas an, allerdings verbindet Cyrus ihre Aussage in einem Interview mit "Elle" mit einem weiteren hochpolischen Fakt:

Die Sängerin sagte:

„Bis ich nicht merke, dass mein Kind auf einer Erde mit Fischen im Wasser leben kann, werde ich niemanden in die Welt setzen, der damit kämpfen muss. Wir werden uns nicht vermehren, weil wir wissen, dass die Welt nicht damit umgehen kann.“

Warum ist die Entscheidung von Miley Cyrus so interessant?

Weil die Sängerin damit als prominente Befürworterin einer wachsenden Bewegung Stellung bezieht. Anhängerinnen und Anhänger des sogenannten "Birthstrike", also Gebärstreik, sagen ähnlich wie Cyrus: Wir bekommen keine Kinder...,

  1. Weil der Planet Erde nicht noch mehr Menschen aushält und wir ihn unweigerlich zerstören, wenn wir immer mehr werden.
  2. Wir können den kommenden Generationen nicht länger garantieren, dass sie in Bezug auf ihre Umwelt ein sorgenfreies Leben führen können.

So sagte eine bekannte Sprecherin von Birthstrike in Großbritannien, Alice Brown, im März etwa, sie sei jeden Tag enorm deprimiert über die negativen Berichte. "Ich kann keine Kinder haben, bis ich ernsthaft, wirklich ernsthaft davon überzeugt bin, dass wir einen anderen Weg einschlagen."(SZ-Magazin)

Auch in Deutschland wächst die Bewegung. So schrieb die Regensburger Lehrerin Verena Brunschweiger mit "Kinderfrei statt kinderlos" sogar eine Art Manifest für die Bewegung. Auch hier die These: Kinderverzicht ist das Beste, was wir für die Umwelt tun können.

Es gibt auch Zahlen, die zumindest daraufhin deuten, dass die Bewegung weltweit immer mehr Zuspruch bekommt. So berichtet das Magazin Business Insider mit Bezug auf eine eigene Umfrage, dass rund ein Drittel der US-Amerikaner und knapp 40 Prozent der 18- bis 29-Jährigen ihre Sorgen um das Klima in die Entscheidung über Nachwuchs mit einbeziehen.

Cyrus, die mit dem Schauspieler Liam Hemsworth verheiratet ist, spricht damit also vielen aus dem Gewissen.

Im Interview sagte sie:

"Dasselbe, was wir der Erde antun, tun wir auch den Frauen an. Wir nehmen und nehmen und erwarten, dass produziert wird. Und die Erde ist erschöpft. Sie kann nicht produzieren."

Elle

(mbi)

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Sag mir nicht, dass ich nicht nachhaltig genug lebe

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