International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
U.S. President Donald Trump hugs the U.S. flag during CPAC 2019 on March 02, 2019 in Washington, DC. The American Conservative Union hosts the annual Conservative Political Action Conference to discuss conservative agenda. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xKatopodisx/xPoolxviaxCNPx/xMediaPunchx

Trump, Patriot, umarmt die amerikanische Flagge. Bild: www.imago-images.de

Trump will "freie Meinungsäußerung" an Unis: 9 Punkte zum neusten Rundumschlag

Die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika finden erst 2020 statt – die Vorwahlen beginnen nächstes Jahr. Der amtierende Präsident Donald Trump rührt trotzdem schon die Werbetrommel.

Beim "Conservative Political Action Conference" in Oxon Hill bei Washington, einem jährlichen Anlass mit konservativen Politikern und Aktivisten, teilte Trump am Samstagabend großzügig aus. "The Hill" hat die neun wichtigsten Momente seiner rund zweistündigen Rede zusammengefasst.

Trump umarmt die US-Flagge

Ein Auftritt, wie man es von Trump nicht anders erwarten würde. Während die Lied "God Bless the U.S.A." abgespielt wurde, betrat er die Bühne und umarmte die amerikanische Flagge.

Trump nannte die Anwesenden bei der Eröffnung seiner Rede "Patrioten" und sagte, sie werden "das unschätzbare Erbe der Nation zurückfordern, Jahrzehnte von Fehlern und Verrat der gescheiterten herrschenden Klasse rückgängig machen".

Witze über Russland-Affäre

"Russland, wenn Ihr zuhört, ich hoffe Ihr findet die 30.000 E-Mails, die verschwunden sind. Ich denke, Ihr werdet dann wahrscheinlich von der Presse belohnt", sagte Trump 2016. An jenem Tag, als er diese Aussage machte, wurde der Wahlkampfserver von Hillary Clinton tatsächlich von Hackern angegriffen.

Er wird vermutet, dass Trump davon wusste – und es gibt Hinweise, dass er Kenntnisse davon haben könnte. Die Ermittlungen von Sonderermittler Robert Mueller dazu stehen anscheinen kurz vor dem Abschluss.

Bei der konservativen Veranstaltung versuchte er die Anschuldigungen ins Lächerliche zu ziehen. Seine Aussage von 2016 sei ein Witz gewesen. Das Publikum fand dies ganz lustig und skandierte "Sperrt sie [Hillary Clinton] ein".

"Das kleine schlaue Schiff"

Trump nahm auch den Demokraten Adam Schiff ins Visier. Das Mitglied des Repräsentantenhauses ist Teil eines Komitees, welches eigenständig untersucht, ob es zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland Absprachen gab.

Letzten Monat gab Schiff bekannt, dass er die Finanzen des Präsidenten in dieser Angelegenheit genau unter die Lupe nehmen werde. Dafür verspottet ihn Trump und nannte ihn vor versammelter Menge "das kleine schlaue Schiff".

Trump verteidigt den Notstand

Trump hatte im Streit um sein Mauer-Projekt den Notstand ausgerufen und wurde dafür heftig kritisiert. Mehrere Bundesstaaten haben bereits Klagen eingereicht. Der Präsident hält aber weiter an seinem Vorhaben fest: "Ich bin sehr besorgt, dass Mörder und Drogenhändler und Drogen und Drogenkartelle in unser Land strömen".

Zudem könnten auch die Demokraten vom Nationalen Notstand Gebrauch machen "für etwas, das wir nicht wollen". Um dies zu verhindern gibt es laut Trump nur eine Möglichkeit: Es muss sichergestellt werden, dass er die nächste Wahl gewinnt.

Die Causa Otto Warmbier

US-Bürger Otto Warmbier wurde 2016 in Nordkorea verhaftet, weil er angeblich ein Propaganda-Poster klaute. Er wurde zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, schließlich aber 2017 wegen seiner schlechten körperlichen Verfassung freigelassen. Kurz nach seiner Rückkehr in die USA starb er.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un teilte letzte Woche beim Gipfeltreffen in Vietnam mit, dass er keine Kenntnisse vom Fall hatte. Trump stellte sich danach hinter Kim und sorgte für parteiübergreifende Empörung.

"Wir haben unsere großartigen, großartigen Leute, und dazu gehört auch unser schöner, schöner Otto. Otto Warmbier, dessen Eltern ich kennengelernt habe, der unglaublich ist", sagte der Präsident am Samstag. Dann verteidigte er sich erneut:

"Und ich bin in einer so schrecklichen Lage, weil ich einerseits verhandeln muss, andererseits liebe ich Herr und Frau Warmbier und ich liebe Otto. Und es ist ein sehr, sehr empfindliches Gleichgewicht. Er war ein besonderer junger Mann, und es war so schlimm zu sehen was passiert ist."

Attacke auf Demokraten

Trump ließ es sich nicht nehmen, gegen die Demokraten auszuteilen – ihre Politik sei eine "Umarmung des Sozialismus". In diesem Zusammenhang nannte er politische Vorstöße wie "Medicare for all" und "Green New Deal", für die sich unter anderem Alexandria Ocasio-Cortez einsetzt.

"Beim Sozialismus geht es nicht um die Umwelt, es geht nicht um Gerechtigkeit, es geht nicht um Tugend. Beim Sozialismus geht es nur um eine Sache: Es nennt sich Macht für die herrschende Klasse. Wir alle sind heute hier, weil wir wissen, dass die Zukunft nicht denen gehört, die an den Sozialismus glauben. (...)

Die Zukunft gehört denen, die an die Freiheit glauben... Amerika wird nie ein sozialistisches Land sein. Wir glauben an den amerikanischen Traum, nicht an den sozialistischen Alptraum."

Verordnung über freie Meinungsäußerung

Trump will amerikanische Hochschulen über einen finanziellen Hebel dazu zwingen, "Redefreiheit" auf ihren Campussen zu gewährleisten. Er werde bald einen Erlass dazu unterzeichnen.

Universitäten sollten dazu verpflichtet werden, "freie Meinungsäußerung" auf ihrem Gelände zu sichern, wenn sie finanzielle Mittel des Bundes haben wollten, sagte er. "Wenn sie das nicht tun, wird es teuer für sie."

Der Präsident holte bei seiner Rede einen jungen konservativen Aktivisten auf die Bühne, der laut US-Medienberichten kürzlich auf einem Uni-Gelände in Kalifornien körperlich attackiert wurde, als er dort für eine konservative Organisation warb. "Er hat einen harten Schlag für uns alle eingesteckt", sagte Trump mit Blick auf den jungen Mann. Der Präsident beklagte sich über "repressive Sprachvorgaben, Zensur, politische Korrektheit" und sagte: "Wir glauben an die Redefreiheit."

"Die verrückte Senatorin"

Trump verspottete die Demokratin Mazie Hirono und bezeichnete sie als "verrückte Senatorin". "Sie ist wie eine verrückte Person. Was sie über Männer sagte, ist so schlimm".

Hirono hatte sich während der Untersuchungen zu Brett Kavanaugh negativ über Männer geäußert.

"Ratet mal, wer all diese Arten von Handlungen begeht. Es sind die Männer in diesem Land. Ich möchten den Männern in diesem Land nur eines sagen: Haltet bloß eure Klappe und tretet hervor. Tut zur Abwechslung mal das Richtige."

Kavanaugh wurde von Trump als Kandidat für den Obersten Gerichtshof nominiert. Mindestens zwei Frauen unterstellten ihm, dass er sie sexuell belästigt haben soll. Seine Schuld konnte jedoch nicht bewiesen werden, weshalb er später als Richter vereidigt wurde.

Sessions imitiert

Neben Hirono zog Trump auch über den inzwischen zurückgetretenen Jeff Sessions her. Er imitierte den Südstaatendialekt des Ex-Justizministers – offenbar sehr zur Belustigung des Publikums.

Trump hat schon mehrfach über Sessions gewettert und wirft ihm vor, er habe sich vor den Ermittlern der Russland-Affäre in Sicherheit bringen wollen. Tatsächlich ist es aber so, dass er auf Geheiss von Trump den Posten räumte. (mit Material von dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Warum Frauen an der Gitarre unterschätzt werden – Spoiler: Es hat mit Männern zu tun

Link zum Artikel

"Halt die Fresse, du erbärmliche Frau": Flugzeug-Crew droht 22-Jähriger mit Rausschmiss

Link zum Artikel

Zyklon "Idai": Zahl der Toten in Simbabwe auf 70 gestiegen

Link zum Artikel

Klimaschützerin Luise Neubauer: Anführerin einer wachsenden Bewegung

Link zum Artikel

19 Bilder, die dir zeigen: Es ist nicht alles, wie es scheint

Link zum Artikel

Tesla enthüllt das Model Y – so sieht es aus, und so viel kostet es

Link zum Artikel

Umstrittene Netflix-Doku zum Fall "Maddie" sorgt für Aufregung

Link zum Artikel

"Schulschwänzen nicht heilig sprechen" – Lindner schießt wieder gegen #FridaysForFuture

Link zum Artikel

Wie peinlich kann ein Sex-Date sein? Ja, lest mal dieses Jodlers Reim!

Link zum Artikel

Optische Täuschung: Künstlerin verschwindet dank Make-up in ihrer Umgebung

Link zum Artikel

Greta Thunberg in Schweden "Frau des Jahres"

Link zum Artikel

Katarina Barley: "Rabenmutter gibt's nur auf Deutsch"

Link zum Artikel

"Frauen der Mauer" von strengreligiösen Juden in Jerusalem bespuckt und beschimpft

Link zum Artikel

Wir waren mit Deutschlands bester Skaterin unterwegs. Sie ist 11 Jahre alt.

Link zum Artikel

9 Stars, denen völlig egal war, was Männer und Frauen tragen "sollten"

Link zum Artikel

In diesen Ländern haben die Frauen das Sagen (es sind immer noch zu wenige)

Link zum Artikel

Einen Tampon einzuführen erregt uns nicht und 32 weitere Wahrheiten über Frauen

Link zum Artikel

Der Tod des Patriarchats! Daenerys auf den Thron #TeamDaenerys

Link zum Artikel

"Pink Tax" für Frauen: Gleiches Produkt, gleicher Inhalt, aber teurer

Link zum Artikel

Ich habe mich mit Mama & Oma über Emanzipation unterhalten – es lief anders, als erwartet

Link zum Artikel

watson wird zur Frau! Ja, du hast richtig gelesen

Link zum Artikel

Virgin Atlantic hebt Make-up-Vorgaben auf – aber wieso gibt es die überhaupt noch?

Link zum Artikel

Sie hat alle überlebt, alleine dafür gebührt ihr der Thron #TeamSansa

Link zum Artikel

Chinesische "Harry Potter"-Fans reisten nach Sydney – sie dachten, dass dort Hogwarts sei

Link zum Artikel

#VansChallenge – Warum jetzt überall Sneaker durch die Luft fliegen

Link zum Artikel

Trumps Twitter-Feed ist verrückt? Dann schau dir mal den von Brasiliens Präsidenten an

Link zum Artikel

Die beliebtesten Länder-Slogans – erkennt ihr den Spruch eures Bundeslandes?

Link zum Artikel

Trump nennt den Apple-CEO "Tim Apple" – und die Reaktionen sind großartig

Link zum Artikel

Der Hundewurf von Straubing – und was die AfD daraus macht

Link zum Artikel

Diese Russin ist ein Insta-Star – weil sie ihr Wald-Leben inszeniert wie eine Stadt-Ikone

Link zum Artikel

So romantisch wie Fußnägelschneiden – Erster Heiratsantrag bei Jauch via Telefonjoker

Link zum Artikel

Wenn die Sonne stirbt, ist das wie ein leiser Pups

Link zum Artikel

Zitterpartie Brexit – Geht Mays Strategie schief? Und 5 weitere Fragen

Link zum Artikel

Die Oscars werden zum Queengasmus – unser Protokoll der Nacht

Link zum Artikel

Forscher stehen vor Rätsel: Was macht ein toter Wal im Dschungel?

Link zum Artikel

Darf er das? Chelsea-Torwart verweigert Auswechslung – sein Trainer tobt

Link zum Artikel

Es ist so warm in Deutschland, dass auch schon die Mücken unterwegs sind

Link zum Artikel

Grimassen und getretene Kleider – 13 Dinge, die du in der Oscar-Nacht verpasst hast

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

1 Jahr Haft für 234 Menschenleben: An diesem Mann soll ein Exempel statuiert werden

Claus-Peter Reisch, früher konservativer Bayer und CSU-Wähler, heute Seenotretter im Mittelmeer. Für sein Engagement soll er nun in Malta verurteilt werden. Im Interview mit watson rechnet er mit Horst Seehofer, Matteo Salvini und der europäischen Flüchtlingspolitik ab. 

Eigentlich könnte Claus-Peter Reisch ein ruhiges, geordnetes Leben haben. Als selbstständig Erwerbender steht er finanziell auf sicherem Boden, mit seinem eigenen Segelboot zieht es ihn immer wieder in die Ferne. Doch jetzt ist Reisch zwischen die Fronten geraten. In Deutschland prangte sein Antlitz auf jeder Tageszeitung. 

Es ist 2015 als Reisch mit seiner Lebenspartnerin im Sommer nach Griechenland segelt. Die Flüchtlingskrise ist bereits in Gang. Er stellt sich die Frage: "Was tun wir, …

Artikel lesen
Link zum Artikel