International
Bild

Bild: imago/Manngold

Brexit: Britische Regierung rechnet offenbar mit Lebensmittelknappheit

Ein No-Deal-Brexit würde wohl zu Engpässen bei Lebensmitteln, Benzin und Medikamenten führen. Sollte Großbritannien kein Austrittsabkommen mit der Europäischen Union (EU) abschließen, drohten zudem eine Blockade an den Häfen und eine harte Grenze zu Irland, schreibt die Zeitung "Sunday Times" unter Berufung auf Regierungsdokumente.

Harter Brexit wird immer wahrscheinlicher

Denn: Der britische Premierminister Boris Johnson hat angekündigt, den Brexit spätestens am 31. Oktober vollziehen zu wollen, mit oder ohne einem Abkommen mit der EU. Ende Juli hatte Johnson erklärt, die Vorbereitungen für einen Austritt ohne Vertrag in allen Bereichen zu beschleunigen – von den Häfen über Banken bis zu den Krankenhäusern. Mit seinem harten Kurs dürfte er jedoch auf Widerstand im Unterhaus stoßen, das sich Mitte März explizit gegen einen ungeregelten Brexit ausgesprochen hatte. Allerdings fand auch der von Johnsons Vorgängerin Theresa May mit der EU ausgehandelte Austrittsvertrag im Parlament keine Mehrheit.

Aus Regierungskreisen hieß es, Johnson wolle Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron in der kommenden Woche darüber in Kenntnis setzen, dass das britische Parlament den Brexit nicht blockieren könne.

(rtr/hd)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Interview

Brexit: IfW-Präsident warnt – "Ein No-Deal ist noch immer möglich"

Am Freitag ist der Tag der Tage. Am 31.1. um 24 Uhr treten die Briten nach jahrelangen Verhandlungen und einer schier endlosen Odyssee aus der Europäischen Union aus.

Nachdem die (ehemaligen) britischen Premierminister David Cameron und Theresa May daran gescheitert waren, einen Deal mit der EU auszuhandeln, hat es Boris Johnson im vergangenen Herbst endlich geschafft, sich mit der EU zu einigen.

Trotzdem sind noch viele Fragen ungeklärt und sollen während einer Übergangsphase bis Ende 2020 …

Artikel lesen
Link zum Artikel