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Hier wird der Ruhestörer aus dem Raum geführt. Bild: dpa

Letzter Tag der Hearings werden von rechtem "Infowars"-Moderator gestört

Am Montag waren die letzten Anhörungen vor dem Repräsentantenhaus. Dabei bekräftigten die oppositionellen Demokraten ihre Vorwürfe gegen US-Staatschef Trump.

Bei der Anhörung im Justizausschuss sagte ein Anwalt der Demokraten am Montag, Trump habe eindeutig sein Amt missbraucht, als er die Ukraine zu Ermittlungen gegen seinen innenpolitischen Rivalen Joe Biden drängte. Der Präsident habe damit seine persönlichen politischen Interessen über die nationale Sicherheit der USA und die Unversehrtheit der US-Wahlen gestellt.

"Niemand steht über dem Gesetz", sagte Anwalt Barry Berke. "Auch der Präsident nicht."

Zu Beginn der Hearing – der Vorsitzende Jerry Nadler erklärte gerade die Tagesordnung – kam es zu einer bizarren Unterbrechung: Ein junger Mann stand plötzlich auf und schrie pro-Trump-Parolen durch den Raum. Der Störefried heißt Owen Shroyer und ist Moderator bei der rechtsgesinnten Onlineplattform "Infowars".

Shroyer filmte sich bei seiner Aktion selbst und streamte direkt auf das Portal. "Infowars" ist bekannt dafür, dass sie Verschwörungstheorien verbreitet. Er schrie: "Sie sind der Verräter! Amerika hat davon die Schnauze voll! Amerika hat es mit dem Verrat der Demokraten satt!"

Es dauerte nicht lange, bis Sicherheitspersonal den Mann aus dem Raum spedierte. Auf dem Weg nach draußen rief Shroyer jedoch weitere Parolen:

"Wir haben Donald Trump gewählt. Und Sie wollen ihm des Amtes entheben, weil Sie ihn nicht mögen. Amerika hängt die Impeachment-Masche zum Hals raus. Wir wissen, wer die Verbrechen begangen hat. Trump war es nicht. Trump ist unschuldig!"

Gegenüber der Polizei rechtfertigte er die Aktion als "politische Pflicht", wie der "Stern" berichtet. Nach der kurzen Unterbrechung gingen die Anhörungen schließlich weiter. Jerry Nadler schien der Zwischenfall amüsiert zu haben – er tat sie mit einem Lächeln ab.

Bei der Anhörung waren am Montag sowohl Anwälte der Demokraten als auch von Trumps Republikanern geladen. Dabei ging es darum, den Stand der bisherigen Untersuchung zu bewerten. Trump schickte keine eigenen Rechtsvertreter – das Weisse Haus boykottiert die Untersuchung im von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhaus.

(mim/Material von afp)

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