A web site of the British investigative group Bellingcat is seen on a computer screen in Moscow, Russia, Thursday, Sept. 27, 2018. An investigative group in Britain named Bellingcat said one of the two suspects in the March poisoning of Sergei Skripal and his daughter in the U.K. is in fact Col. Anatoliy Chepiga with the Russian military intelligence agency GRU, who in 2014 was awarded Russia's highest medal. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)

Bild: AP

Zweiter Skripal-Attentäter ist angeblich ein russischer Militärarzt

Eine Gruppe von Investigativ-Journalisten hat nach eigenen Angaben die wahre Identität auch des zweiten mutmaßlichen Skripal-Attentäters enthüllt. Das teilte die Recherche-Webseite "Bellingcat" am Montag mit.

This undated handout image issued by Bellingcat shows photos of Dr Alexander Yevgenyevich Mishkin, the man the investigative website have alleged was who travelled to Salisbury under the alias Alexander Petrov, over the years. The investigative group Bellingcat is reporting that one of the two suspects in the poisoning of an ex-spy in England is a doctor who works for Russian military intelligence. Bellingcat said on its website Monday, Oct. 8, 2018 that the man British authorities identified as Alexander Petrov is actually Alexander Mishkin, a trained doctor working for the Russian military intelligence unit known as GRU. (Bellingcat via AP)

Verdächtiger Alexander Mischkin: Der russische Militärarzt soll unter einer falschen Identität nach Salisbury in England gereist sein. Bild: Bellingcat

Laut des neuen Berichts soll es sich bei dem Verdächtigen, der unter dem Namen Alexander Petrow nach Großbritannien eingereist war, in Wahrheit um Alexander Jewgeniwitsch Mischkin handeln, einen Militärarzt des russischen Geheimdiensts GRU. Ausgewertet haben die Journalisten unter anderem Angaben von Bekannten des Verdächtigen sowie verschiedene Ausweisdokumente.

Alexander Petrov and Ruslan Boshirov, who were formally accused of attempting to murder former Russian intelligence officer Sergei Skripal and his daughter Yulia in Salisbury, are seen on CCTV at Salisbury Station on March 3, 2018 in an image handed out by the Metropolitan Police in London, Britain September 5, 2018. Metroplitan Police handout via REUTERS  FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Aufnahme aus Salisbury vom 3. März: Auch mittels Überwachungskameras konnten die britischen Ermittler den Weg der mutmaßlichen russischen Agenten minutiös nachzeichnen. Bild: Metroplitan Police handout/Reuters

Dem Bericht zufolge wurde Mischkin auf einer Elite-Militärakademie zum Arzt ausgebildet. Während des Studiums sei er vom Geheimdienst angeworben worden. 2010 sei er unter dem Decknamen Alexander Petrow nach Moskau gezogen.

Vater und Tochter Skripal waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie mussten wochenlang intensiv behandelt werden und entkamen nur knapp dem Tod. London macht den Kreml für das Attentat verantwortlich. Moskau bestreitet die Vorwürfe. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus.

(aj/dpa/afp)

USA kehren in den UN-Menschenrechtsrat zurück

Die USA werden in den UN-Menschenrechtsrat zurückkehren. Trumps Nachfolger Joe Biden habe das Außenministerium angewiesen, sich "sofort und entschieden" wieder in dem Gremium zu engagieren, teilte US-Außenamtschef Antony Blinken am Montag bei einem vorbereitenden Treffen des Rates in Genf mit. Die USA werden demnach zunächst als Beobachter "mitsprechen, an Verhandlungen teilnehmen und sich mit anderen zusammenschließen, um Resolutionen einzubringen".

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