International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
WikiLeaks founder Julian Assange is seen as he leaves a police station in London, Britain April 11, 2019. REUTERS/Peter Nicholls

Bild: X03508

Julian Assange – so spartanisch lebte der Wikileaks-Gründer in der Botschaft

Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden. Über sein Leben dort gibt es wenige Informationen. Wir haben diese zusammengetragen.

Imke Gerriets

Fast sieben Jahre lebte Julian Assange spartanisch auf nur 18 Quadratmetern. Er hatte einen Schreibtisch, Regale als Stauraum, ein Laufband und eine Matratze zum Schlafen. Zu Küche und Badezimmer hatte er von seinem Zimmer aus keinen direkten Zugang.

Omar Todd, ein Umweltaktivist und der spätere stellvertretende Vorsitzende von Wikileaks , schrieb 2018 in einem Beitrag bei der Frage-Antwort-Plattform "Quora": "Er hat alle modernen Annehmlichkeiten wie Computer, Handys und Internetzugang, die stark geschützt sind." Er lebe jedoch in einem stickigen Raum, der einer Zelle nahe komme. Damals war noch nicht abzusehen, dass ihm schon bald der Internetzugang verboten wird. Auch seine Katze James wurde ihm zum Schluss nicht mehr erlaubt.

"Es ist wie in einer Weltraumstation"

Im Interview mit der britischen Nachrichtenseite "Daily Mail" fand der Wikileaks-Gründer deutliche Worte für seine Unterkunft: "Es ist, wie in einer Weltraumstation zu leben." Mit einer blauen Lampe habe er das Tageslicht nachgeahmt. Die ganze Nacht sei er wach gewesen und würde arbeiten. Gegessen habe er mit Botschafts-Mitarbeitern. 

Der kleine Tisch in seinem Zimmer war von Stühlen mit Kunstleder-Bezügen umrahmt. Wenige Bücher sollen sich in seinen Regalen befunden haben, berichtete die "Daily Mail" weiter. Lieber habe er zur Entspannung Filme und Fernsehsendungen wie "The Twilight Zone" angeschaut. Für seine körperliche Fitness soll er ein striktes Trainingsprogramm auf seinem Laufband absolviert haben.

Bild

Das Zimmer von Assange als Nachbau: Bei der Ausstellung "Delivery for Mr. Assange" zeigen die Künstler, wie der Wikileaks-Gründer gelebt hat. fbm studio/Carmen Weisskopf/Domagoj Smoljo

"Ich vermisse es, in Geschäfte zu gehen"

Freunde und Mitarbeiter haben Assange mit frischen Lebensmitteln versorgt. Auch Pamela Anderson hat ihn gelegentlich mit einem veganen Lunch-Paket besucht. Vitamin-D-Pillen sollen den Mangel an UV-Licht ausgeglichen haben.

Am meisten jedoch hätten Assange ganz andere Sachen gefehlt. Im Interview mit der "Daily Mail" sagte er: "Ich vermisse es, in Geschäfte zu gehen oder mit Freunden zusammen zu essen." Auch die Natur würde ihm fehlen. Doch das schlimmste sei, nicht bei seiner Familie sein zu können. 2016 bezeichnete der UN-Menschenrechtsrat sein erzwungenes Botschaftsasyl als illegal und menschenrechtswidrig.

Bild

Die 18 Quadratmeter von Julian Assange: Hier hat er geschlafen, gearbeitet, Gäste empfangen und Sport gemacht. quora.com/graphic news/t-online.de

Schon zu Beginn seines Botschafts-Asyls im Jahr 2012 hatte Assange über gesundheitliche Probleme geklagt. Er leide unter einem heftigen Husten aufgrund von Lungenproblemen. Eine Mitarbeiterin der Botschaft erklärte dem TV-Sender BBC damals, dass sich durch den Aufenthalt Assanges die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt habe.

Künstler bauen sein Zimmer nach

Spontane Besuche für Assange habe es laut BBC nie gegeben. Jeder Besuch musste angekündigt werden. Unter ihnen waren auch Prominente wie Lady Gaga . Die Internet-Künstler vom Kollektiv "!Mediengruppe Bitnik" hatten Assange mehrfach für eine Ausstellung besucht. Für ihr Projekt "Delivery for Mr. Assange" hatten sie im Anschluss sein Zimmer maßstabsgetreu nachgebaut.

Bild

Eine andere Perspektive des Zimmers (Nachbau): In seinem Zimmer hat sich das ganze Leben von Assange abgespielt. Auch die Künstler von "!Mediengruppe Bitnik" haben ihn in London besucht und aus der Erinnerung den Raum für eine Ausstellung im Helmhaus Zürich nachgebaut. fbm studio/Carmen Weisskopf/Domagoj Smoljo

"Die KünstlerInnen haben Assange mehrmals in London besucht und bauen im Helmhaus aus der Erinnerung – Fotografieren ist in der Botschaft verboten – diesen substanziellen Teil seines Lebens-Raums detailgetreu nach", hieß es 2014 in einer Mitteilung zur Ausstellung.

Für die Sicherheit Assanges in der ecuadorianischen Botschaft, wurde viel Geld ausgegeben. Wie der "Guardian" berichtet, kostete Assanges Aufenthalt seinen Gastgeber Ecuador mindestens fünf Millionen Dollar. Jetzt ist damit erstmal Schluss. Assange befindet sich in britischer Haft und es droht die Auslieferung an die USA .

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de

Das könnte dich auch interessieren:

Gab es einen Rezo-Effekt? Diese brisanten Zahlen lassen aufhorchen

Link zum Artikel

"Danke, dass die anderen Parteien für uns Wahlkampf gemacht haben!"

Link zum Artikel

"Die Partei" nur knapp hinter SPD: So haben die jungen Menschen in Deutschland abgestimmt

Link zum Artikel

28 Menschen aus allen 28 EU-Staaten erklären, was sie umtreibt

Link zum Artikel

Geht am Sonntag wählen, weil wir nicht dürfen – fordern junge Klima-Demonstranten

Link zum Artikel

Dagi Bee, Alexi Bexi und Unge: Mehr als 80 Youtube-Stars fordern Boykott von Union und SPD

Link zum Artikel

Hier sind alle Retro-Referenzen, die ihr in Rins "Vintage" verpasst habt

Link zum Artikel

Live-Hochzeit bei "GNTM": Das Peinlichste, was Prosieben je gezeigt hat

Link zum Artikel

Das "GNTM"-Finale war ein Feuerwerk der Absurditäten. 13 spektakuläre Highlights

Link zum Artikel

Youtuber Rezo greift die CDU an – so wehrt sich die Partei

Link zum Artikel

"Grenze überschritten": GNTM-Vanessa wehrt sich gegen ProSieben – Simone schaltet sich ein

Link zum Artikel

Im "GNTM"-Finale trifft Heidi Klum auf Tom Kaulitz – und es gibt feuchte Küsse

Link zum Artikel

Capital Bra versucht sein Glück bei Helene Fischer – das ist ihre Reaktion

Link zum Artikel

Daenerys wer? Die 17 fatalen Probleme des "Game of Thrones"-Finales

Link zum Artikel

Oops, they did it again: Fans entdecken peinlichen Fehler im "GoT"-Finale

Link zum Artikel

"GoT": Doku zeigt, wie Kit Harington am Set in Tränen ausbrach – jetzt wissen wir, warum

Link zum Artikel

Diese 13 Memes über Bran in "Game of Thrones" bringen dich trotz allem zum Lachen

Link zum Artikel

Das "GoT"-Finale war meine allererste Folge der Show – das habe ich über die Serie gelernt

Link zum Artikel

ESC: Peinlich! Sisters geben zu, wo sie bei der Punktevergabe waren

Link zum Artikel

Herzzerreißende "GoT"-Szene mit Daenerys und Jon – Fans sind erschüttert

Link zum Artikel

So emotional nehmen die "GoT"-Stars nach dem Finale Abschied von der Serie

Link zum Artikel

"GoT": 8 Fehler, die dir genauso entgangen sind wie der Kaffeebecher

Link zum Artikel

Achtung, Spoiler! Die besten Reaktionen zum "Game of Thrones"–Finale

Link zum Artikel

Vanessa rechnet nach "GNTM"-Aus mit ProSieben ab – jetzt antwortet der Sender

Link zum Artikel

So sehen BTS als alte Männer aus – und wir haben Fragen

Link zum Artikel

Darum ist das neue Album nur zu 80 Prozent Rammstein – eine (kleine) Enttäuschung

Link zum Artikel

ESC 2019: Dieter Bohlen über Luca Hänni: "Ich hätte den Mut dazu nie gehabt"

Link zum Artikel

Der neue Song von Shirin David ist eine Abrechnung mit ihrem Vater

Link zum Artikel

Samra und Capital Bra: Neuer Song Wieder Lila ist schon jetzt ein Hit

Link zum Artikel

16 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Strache-Skandal in Österreich – Kanzler Kurz soll Neuwahlen wollen

Link zum Artikel

"Zweifel, Ängste, schlaflose Nächte" – Das sagen "die Lochis" zu ihrem Aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Schickt die Bombe nach Brüssel!" – Bela B macht Wahlwerbung für "Die Partei"

"Wer was anderes wählt, ist Fan der Toten Hosen!", könnte das alternative Motto dieses Werbespots sein. Bela B Felsenheimer, bekannt als Mitglied der Punkband "Die Ärzte", hat eine eindeutige Empfehlung für die Europawahl:

Die Bombe heißt mit vollem Namen Lisa Bombe. Die Hamburgerin der Partei "Die Partei" steht auf dem Wahlzettel für die Wahl zum Europäischen Parlament (23. bis 26. Mai). Sie ist Vorstandsmitglied des Landesverbands Hamburg und wird auf deren Website als "Sprengstoffexpertin" …

Artikel lesen
Link zum Artikel