International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

"Peppa Pig zerstört junge Leben" – Chinas Regierung fürchtet ein Comic-Schwein

Peppa Pig, die hierzulande als Peppa Wutz bekannt ist, ist ein rosafarbenes Comic-Schweinchen. Ihre beste Freundin ist ein Schaf. Einmal gab es einen Skandal um die Serie, als Eltern beklagten, dass Peppa und ihre Familie sich im Auto nicht angeschnallt hatten. Ansonsten bietet die Serie, deren Folgen ungefähr fünf Minuten dauern, wenig Material für Zündstoff. Meint man.

Die chinesische Regierung sieht das anders. Sie fürchtet  Peppa Pig. Die Kinderserie behandelt zwar friedliche Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und niedliche Abenteuer. Dennoch ist die staatliche Zeitung „People’s Daily Newspaper“ in China höchst besorgt wegen des Schweins.

Schon verdächtig, ne?

abspielen

Video: YouTube/Peppa Pig Deutsch - Offizieller Kanal

Peppa Pig, so fürchtet die Zeitung, habe einen schlechten Einfluss auf die Jugend des Landes. Es spiele keine Rolle, wie gefährlich das Schwein tatsächlich sei, man könne nicht zulassen, dass es junge Leben zerstöre und grundsätzliche Regeln überschreite.

Und bei der Furcht blieb es nicht.

Am Wochenende verschwanden über 30.000 Videos der Cartoon-Figur plötzlich von der beliebten chinesischen Streaming-App Douyin (New York Times).

„Es gibt eine Liste mit unzulässigen Inhalten für Douyin. Darin stehen neben Peppa Pig auch Nacktheit, als Frauen verkleidete Männer, Schusswaffen und Kulte“

Global Times, staatlich gelenkte Zeitung in China

Die Zensur das Schweins hat einen Hintergrund: Peppa Pig ist in China zu einer Pop-Ikone herangewachsen. Die aktuelle fünfte Staffel haben auf der Videoplattform Youko 14 Milliarden Nutzer angeklickt.

Und Peppa ist in China auch sonst überall:

Peppa ist schon der zweite Cartoon-Charakter, der in China so bekannt wird, dass ihn die Regierung in Peking fürchtet. Winnie the Pooh ging es vor einem Monat ähnlich. Der Bär und Staatsoberhaupt Xi Jinping wurden oft zum Spaß miteinander verglichen. Das gefiel der Regierung, die jede Art von Kritik unterbindet, überhaupt nicht.

Der chinesische Überwachungsstaat funktioniert mit HighTech:

Was genau Peppa jetzt verbrochen hat, ist nicht ganz klar. Vermutlich hat die Plattform Douyin aber von selbst die Videos des Schweins gelöscht, um Zensur zuvorzukommen. Andere Anbieter haben bisher noch nicht nachgezogen. Das könnte aber nur eine Frage der Zeit sein: In China gibt es eine enge Abstimmung zwischen Unternehmen und Staat, was das Löschen von Inhalten betrifft.

Fernost-Expertin Sarah Cook von der Organisation Freedom House beobachtet seit Jahren die Bemühungen des chinesischen Staates in Sachen Online-Zensur.

Sie sagt:

"Die Staatsführung unter Xi Jinping versucht, die Debatte im Internet zurückzuerobern, zu kontrollieren und zu manipulieren."

Sarah Cook WIRED

Die Zensoren befürchten, dass sich hinter dem freundlichen Gesicht von Peppa Pig kritische und politische Debatten verstecken könnten. Sie versuchen deshalb, die Diskussion von vornherein in bestimmten Bahnen zu halten. Solange alles lustig und albern bleibt: Okay. Aber gesellschaftskritisch und vielleicht sogar politisch? Nein! Und so traf die Zensur diesmal eben ein Schwein.

(mbi)

Das könnte dich auch interessieren:

"Soll ich hier den Clown machen?": Kollegah rastet wegen Schweizer Festival aus

Link zum Artikel

"In BVB-Bayern-Wendebettwäsche geschlafen"– die lustigsten Reaktionen zum Hummels-Wechsel

Link zum Artikel

Millionen sahen Hartz-IV-Empfänger bei "Armes Deutschland" – jetzt rechnet er mit RTL 2 ab

Link zum Artikel

Sommer bei H&M: Das sind die ekligsten Dinge, die mir als Verkäuferin passiert sind

Link zum Artikel

Capital Bra will Helene Fischer nach Mega-Flop helfen: "Wir holen die da raus"

Link zum Artikel

Mitten in der Grillsaison: Bei Edeka gibt es Ärger um Ketchup

Link zum Artikel

Das deutsche Badewasser ist hervorragend – nur nicht an diesen 6 Orten

Link zum Artikel

"Wirklich verwirrend" – "Dark"-Star verrät, wie er am Set den Überblick behielt

Link zum Artikel

Heidi Klum postet haariges Bett-Video mit Tom – ihre Fans sind, äh, verstört

Link zum Artikel

Helene Fischer mit Ex Florian Silbereisen auf Jacht gesichtet – seine ehrlichen Worte

Link zum Artikel

Mats Hummels für 38 Mio. zurück zum BVB: Warum ich als Fan sauer wäre

Link zum Artikel

Mats Hummels zum BVB: Cathy setzt Gerüchten um Umzug ein Ende

Link zum Artikel

9 Frauen aus den Anfängen des Rock'n'Roll, die die Musikwelt auf den Kopf stellten

Link zum Artikel

Mit diesen 4 Tipps umgehst du die langsamste Kasse im Supermarkt

Link zum Artikel

Diese Bilder von den Protesten in Hongkong geht gerade um die Welt

Link zum Artikel

Wir haben mit Hartz-IV-Empfängern kein Mitleid – das muss sich ändern

Link zum Artikel

Aldi schafft die Kasse ab: Discounter testet wegweisendes Konzept in China

Link zum Artikel

Dieter Bohlen über Helene Fischers Mega-Flop: "Das Problem erklär ich dir!"

Link zum Artikel

Ich wollte Eltern überzeugen, dass Impfen schlecht ist – und scheiterte glücklicherweise

Link zum Artikel

Heidi Klum postet Oben-Ohne-Video – das sagt Lena Meyer-Landrut dazu

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Warum sich Trump im Persischen Golf verzockt hat

Die USA wollen den Iran mit "maximalem Druck" in die Knie zwingen. Stattdessen erhalten sie nun "maximalen Widerstand".

Für die brennenden Tanker im Persischen Golf gibt es zwei vollständig konträre Erklärungen. Die eine besagt: Die Amerikaner suchen einen Vorwand, um den Iran militärisch anzugreifen.

Die Vertreter dieser These verweisen auf die Ursprünge des Vietnamkrieges. Damals hatten die USA tatsächlich einen Angriff der Nordvietnamesen auf ein Schiff im Golf von Tonkin vorgetäuscht, um Truppen nach Indochina zu schicken. Auch George W. Bush hat seinen Irakkrieg mit erfundenen Massenvernichtungswaffen …

Artikel lesen
Link zum Artikel