International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
FILE - In this March 18, 2016 file photo, Fox News Channel's Sean Hannity speaks during a campaign rally for Republican presidential candidate, Sen. Ted Cruz, R-Texas, in Phoenix.  The Fox News Channel host  is vowing to continue his attacks on ABC late-night comic Jimmy Kimmel until Kimmel apologizes for a segment in which he joked about first lady Melania Trump's accent. The dispute between the television personalities is unusually vitriolic, with Hannity calling Kimmel a

Sean Hannity hat Barack Obama für Zwangsräumungen kritisiert und selber davon profitiert. Bild: rick scuteri/ap

Fox-News-Star Sean Hannity und die Doppelmoral im Trumpiversum

Fox-News-Moderator Sean Hannity hat einen direkten Draht zu US-Präsident Donald Trump. Er war auch ein Klient von dessen Anwalt Michael Cohen und besitzt ein Immobilien-Imperium, das er hinter Tarnfirmen "versteckt" hat.

Peter Blunschi / watson.ch

Sean Hannity ist ein Liebling der amerikanischen Rechten – und von Donald Trump. In seiner Radiosendung und seiner TV-Show auf dem Sender Fox News singt der 56-jährige New Yorker das Loblied des Präsidenten und attackiert seine Gegner. Eine bevorzugte Zielscheibe ist der "Deep State", der Washingtoner Staatsapparat, der sich angeblich gegen Trump verschworen hat.

Der Präsident weiß dies zu schätzen. Er soll mehrmals pro Woche mit Hannity telefonieren. Wiederholt haben sich die beiden im Weißen Haus zum Nachtessen getroffen. Der Fernsehmann gilt als einer der wenigen Menschen, von denen Trump Ratschläge entgegen nimmt. In den US-Medien wurde er schon mit dem Ex-Chefstrategen Steve Bannon verglichen.

Nun könnte die Trump-Connection zu einem Problem für Sean Hannity werden. Letzte Woche stellte sich heraus, dass er ein Klient von Michael Cohen war, dem persönlichen Anwalt und juristischen "Pitbull" von Donald Trump. Cohen befindet sich im Visier der Behörden, unter anderem wegen der Zahlung von 130.000 Dollar an den Pornostar Stormy Daniels.

Häuser statt Aktien

Die Ermittlungen sollen im Weißen Haus für Angstzustände sorgen, denn Cohen weiß sehr viel über seinen prominenten Mandanten. Sean Hannity wiederum wurde in seiner eigenen Show vom Rechtsprofessor Alan Dershowitz – der ebenfalls zur Trump-Entourage gehört – hart kritisiert, weil er seine Beziehung zu Cohen verschwiegen hatte, wenn er am Fernsehen über den Fall sprach.

"Ich habe ein Recht auf Privatsphäre", wehrte sich Hannity. Überhaupt habe er mit Michael Cohen nicht über Politik, sondern über Immobiliengeschäfte gesprochen: "Ich habe es am Radio oft gesagt: Ich hasse den Aktienmarkt, ich bevorzuge Grundbesitz." Das ist eine Untertreibung, wie Recherchen der britischen Zeitung "Guardian" zeigen.

Von Zwangsräumungen profitiert

Hannity besitzt demnach mehr als 20 Tarnfirmen, die in den letzten zehn Jahren mindestens 90 Millionen Dollar für mehr als 870 Wohneinheiten in sieben Bundesstaaten ausgegeben haben. Das Portfolio reicht gemäß "Guardian" von Luxusanwesen bis zu Mietwohnungen für Geringverdiener. Dutzende Immobilien seien dank Zwangsräumung besonders günstig erworben worden.

Nach der Finanzkrise von 2008 mussten Hunderttausende Amerikaner ihr Eigenheim räumen, weil sie die Hypozinsen nicht mehr bezahlen konnten. Sean Hannity hatte den früheren Präsidenten Barack Obama deswegen auf Fox News wiederholt heftig kritisiert. Nun zeigt sich, dass er hinter den Kulissen selber kräftig von dieser Misere profitiert hat.

Von Staatsgarantien profitiert

Ein weiterer pikanter Aspekt: Zu Hannitys Imperium gehören zwei Wohnkomplexe im Bundesstaat Georgia, in denen vor allem Menschen mit tiefem Einkommen wohnen. Für den Kauf nahm der Fox-News-Moderator Hypotheken im Umfang von 17,9 Millionen Dollar auf, die durch Garantien des Ministeriums für Wohnungsbau und Stadtentwicklung abgesichert sind.

Diese Maßnahme wurde ebenfalls von der Regierung Obama eingeführt, um die Immobilienkrise zu bekämpfen. Als Hannity im letzten Juni Wohnbauminister Ben Carson in seiner Show empfing, verschwieg er nicht nur seine finanziellen Interessen, sondern lobte Carson für seine Privatisierungspläne im Bereich der Wohnbauförderung.

"Uneigennützige Investitionen"

Für seine verschleierten Immobiliendeals wird Sean Hannity, der 36 Millionen Dollar pro Jahr verdienen soll, auch von konservativer Seite kritisiert. Am Montag veröffentlichte er eine Mitteilung. Darin bezeichnete er es als "ironisch", dass er für seine "uneigennützigen Investitionen" angegriffen werde, mit denen er "die wirtschaftlich Benachteiligten unterstützen" wolle.

Trump wechselt seine Mitarbeiter wie andere Menschen ihre Unterhosen. Unser Trump-Aussteiger-Quiz.

Am Abend beschuldigte er die "linken Medien" in seiner Show, sie seien von ihm "besessen". Die "Washington Post" glaubt nicht, dass die Immobilien-Affäre ihm bei seinen Fans schaden werde. Bislang gibt es keine Indizien, dass er gegen Gesetze verstoßen hat. Vorwerfen kann man ihm vor allem seine Doppelmoral. Doch damit passt Sean Hannity perfekt ins Trump-Zeitalter.

Noch nicht genug Trump-News? Hier gibt es mehr:

Trump-Sprecherin weiß, warum er Präsident wurde – und macht sich zum Gespött 🤣😇

Link zum Artikel

Sie ist die neue Hassfrau von Trump und Fox-News – jetzt fürchten sie auch die Reichen

Link zum Artikel

In der Ehe zwischen Trump und Fox News kriselt es – und zwar heftig!

Link zum Artikel

Trump sitzt in der Mauer-Falle – aber es gibt einen (sehr zweifelhaften) Ausweg

Link zum Artikel

Trump nimmt mit seinen Mauer-Märchen Hunderttausende als Geisel 

Link zum Artikel

Heute startet Trump den Truppen-Abzug aus Syrien – das könnten die Folgen sein

Link zum Artikel

Trump und die Russen – 14 Fakten, die auf eine Verbindung hindeuten 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Mit diesen 4 Tipps vermeidest du die langsamste Kasse im Supermarkt

Link zum Artikel

Heidi Klum postet Oben-Ohne-Video – plötzlich meldet sich Lena Meyer-Landrut

Link zum Artikel

Sommer bei H&M: Das sind die ekligsten Dinge, die mir als Verkäuferin passiert sind

Link zum Artikel

Das deutsche Badewasser ist hervorragend – nur nicht an diesen 6 Orten

Link zum Artikel

Mats Hummels zurück zum BVB? Irgendwann reicht's

Link zum Artikel

9 Frauen aus den Anfängen des Rock'n'Roll, die die Musikwelt auf den Kopf stellten

Link zum Artikel

Ich wollte Eltern überzeugen, dass Impfen schlecht ist – und scheiterte glücklicherweise

Link zum Artikel

"Soll ich hier den Clown machen?": Kollegah rastet wegen Schweizer Festival aus

Link zum Artikel

Aldi schafft die Kasse ab: Discounter testet wegweisendes Konzept in China

Link zum Artikel

Diese Bilder von den Protesten in Hongkong geht gerade um die Welt

Link zum Artikel

Pascal Hens gewinnt "Let's Dance", aber was viel beachtlicher ist

Link zum Artikel

Gespräch mit einem Luxus-Escort: "Die meisten Prostituierten sind unterer Mittelstand"

Link zum Artikel

Sie demontiert sich selbst: Warum ihr Görlitz-Tweet AKK so heftig um die Ohren fliegt

Link zum Artikel

"Hunderte Mio. Menschen werden betroffen sein": Klimaforscher machen dramatische Entdeckung

Link zum Artikel

Illner geht ihren Gästen mit Personal-Fragen auf die Nerven – "unsägliche Debatte"

Link zum Artikel

"Mit Neonazis mache ich mich nicht gemein" – so begründet ein Ex-AfD-Mann seinen Ausstieg

Link zum Artikel

Vera Int-Veen verurteilt Hartz-IV-Empfänger – dann erkennt sie ihren Fehler

Link zum Artikel

Ein Schrei nach Liebe: Freiwild covern Ärzte und Hosen

Link zum Artikel

"Dachte, dass das für immer ist" – Lena Meyer-Landrut spricht unter Tränen über Trennung

Link zum Artikel

So will Edeka den Drogerien Konkurrenz machen

Link zum Artikel

Rammstein: 7 (fast) unbekannte Fakten über die Band

Link zum Artikel

"Er hat die Ente gefressen": Eisbär frisst Tier vor den Augen der Zoo-Besucher

Link zum Artikel

Rammstein-Sänger soll Mann geschlagen haben – was das mutmaßliche Opfer zu dem Fall sagt

Link zum Artikel

Wegen Cathy-Hummels-Streit: Bundesregierung will Influencer-Gesetz

Link zum Artikel

Posen vorm Reaktor – Influencer machen geschmacklose Instagram-Posts in Tschernobyl

Link zum Artikel

Fotos von Helene Fischers Privat-Konzert aufgetaucht – sie zwingen sie zu handeln

Link zum Artikel

Mein Vater hat eine bipolare Störung – so war meine Kindheit

Link zum Artikel

Rock im Park: Über 130 Menschen erleiden allergische Reaktion

Link zum Artikel

Heidi veröffentlicht Chat mit Tom: Romantisch? Ganz im Gegenteil!

Link zum Artikel

Shitstorm mal anders: Zu wenige Toiletten bei Rock im Park

Link zum Artikel

Von Anime bis True Crime – diese 14 Filme und Serien kommen ab heute auf Netflix

Link zum Artikel

Sturmböen, Hagel und Starkregen: Ab Pfingstmontag geht es bergab mit dem Wetter

Link zum Artikel

Lesbisches Paar in London blutig geschlagen – weil sie sich nicht küssen wollten

Link zum Artikel

Helene Fischer macht's schon wieder – darum sind ihre Worte nur noch Heuchelei

Link zum Artikel

Kelly Family in Berlin: Warum immer noch der Hype? Eine Annäherung in 5 Akten

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

Wie beim WM-Finale 2014! Das steckt hinter der Final-Flitzerin von Madrid

Link zum Artikel

Helene Fischer und die 1-Mio-Euro-Party: Millionär bucht Star für besonderen Abend

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Die Partei": Semsrott geht zu Grünen – was macht Sonneborn?

Es handelt sich um einen gewohnt witzigen Spruch, den "Die Partei"-Politiker und Satiriker Nico Semsrott da in die Welt feuerte.

Die Grünen machen also beim Ein-Mann-Realo-Flügel der Satire-Partei mit? Schon klar. In Wahrheit verhielt es sich genau anders herum. Kurz zuvor war Semsrott der Grünen-Fraktion im Europaparlament beigetreten. Auch das passierte allerdings nicht ohne Grund.

Richtig, der besonders prominente Cheffe der Partei, Martin Sonneborn, selbst fehlt auf dem Bild. Auch ein Tweet …

Artikel lesen
Link zum Artikel