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FILE - In this July 4, 2017 file photo, Interpol President, Meng Hongwei, walks toward the stage to deliver his opening address at the Interpol World congress in Singapore. A French judicial official says Friday Oct.5, 2018 the president of Interpol has been reported missing after traveling to China. (AP Photo/Wong Maye-E, File)

Bild: AP

Verschwundener Interpol-Chef soll Ehefrau mit merkwürdiger Nachricht gewarnt haben

08.10.18, 08:21

Gegen den in China verschwundenen Interpol-Präsidenten Meng Hongwei wird gemäß den chinesischen Behörden wegen Korruption ermittelt. Seine Ehefrau, Grace Meng, trat am Sonntag in Lyon vor die Presse. Allerdings wollte sie ihr Gesicht nicht zeigen – zu groß ist ihre Angst um ihre eigene Sicherheit und die ihrer Kinder. Zur Pressekonferenz wurde sie von zwei französischen Polizisten begleitet. 

Grace Meng glaubt, dass ihr Mann sie vor seiner Festnahme mit einer ungewöhnlichen Botschaft warnen wollte. Vier Minuten nachdem er ihr eine Nachricht mit dem Text "Warte auf meinen Anruf" gesendete hatte, schickte er ihr ein Messer-Emoji. Das war am 25. September – seither hat sie nichts mehr von ihm gehört.

This photo shows the last message sent by missing Interpol President, Meng Hongwei, to his wife, Grace Meng. Mrs. Meng showed reporters the message, on her mobile phone, during a press conference in Lyon, central France, Sunday Oct. 7, 2018, where Interpol is based. The message from Meng at 12:26 on Sept. 26 says “wait for my call.” Four minutes later, he sent the photo of the knife. Earlier that day she had sent him a photo of two animal figurines, one of a bear and another of a horse, meant to represent their two children; one of them loves horses, she said, and the other “looks like the bear.” (AP Photo/John Leicester)

Auf die Nachricht "Warte auf meinen Anruf" folgte ein Messer-Emoji Bild: AP

"Ich glaube, er meinte, dass er in Gefahr sei", zitiert "CBS News" Grace Meng. Zuvor habe er ihr noch ein Bild mit einem Bären und einem Pferd geschickt. Es soll ihre beiden gemeinsamen Kinder darstellen – eines liebt Pferde, das andere "sehe aus wie ein Bär".

Grace Meng, the wife of missing Interpol President Meng Hongwei, who does not want her face shown, consults her mobile phone in the lobby of a hotel in Lyon, central France, where the police agency is based, on Sunday Oct. 7, 2018. Interpol said Saturday it has made a formal request to China for information about the agency's missing president, a senior Chinese security official who seemingly vanished while on a trip home. (AP Photo/John Leicester)

Grace Meng beim Interview am Sonntag Bild: AP

Ihr Ehemann sei nach einer Dreiländertour weiter nach China gereist. Nichts Ungewöhnliches, meinte Grace Meng. Schließlich sei ihr Mann regelmäßig zwischen Lyon und China gependelt. 

Im Rahmen der Anti-Korruptionskampagne von Chinas Präsidenten Xi wurden in der Vergangenheit duzende Politiker verhaftet und zu langen Haftstrafen verurteilt. Der ehemalige Sicherheitschef Zhou Yongkang verbüßt sogar eine lebenslange Haft. Dieser habe mehrfach versucht, Meng Hongwei aus dem Ministerium für öffentliche Sicherheit zu entlassen. Grace Meng sagte, dass das Verhältnis zwischen ihrem Ehemann und Zhou wahrlich nicht gut war. Ob die Feindseligkeit zwischen den beiden Männern eine Rolle für die jüngste Verhaftung spielte, wollte Grace Meng nicht beantworten.

(vom)

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