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epa05440594 French soldiers seen at the army base and command centre for France's anti-terror 'Vigipirate' plan, dubbed 'Operation Sentinelle', at the fort of Vincennes, on the outskirts of Paris, France, 25 July 2016. Hollande promised increased financial measures for military purposes during the state of emergency. EPA/IAN LANGSDON / POOL MAXPPP OUT |

Das französische Anti-Terror-Zentrum in Vincennes: Zehn Terror-Verdächtige haben Ermittler in Frankreich festgenommen (Symboldbild). Bild: EPA POOL

"Ultrarechte" planten Anschlag – zehn Festnahmen in Frankreich

Wegen mutmaßlicher Anschlagspläne auf Muslime hat die Anti-Terror-Polizei in Frankreich zehn Verdächtige mit Verbindungen zum rechtsradikalen Milieu festgenommen. Wie aus Justizkreisen am Sonntag verlautete, erfolgten die Festnahmen am Samstag landesweit, zwei davon auf der Mittelmeerinsel Korsika. Die geplanten Aktionen richteten sich demnach möglicherweise gegen Ziele, die mit dem radikalen Islam in Verbindung stehen.

Die Verdächtigen hatten den Angaben nach offenbar geplant, sich Waffen zu beschaffen. Bei Durchsuchungen seien auch einige Waffen beschlagnahmt worden, hieß es weiter. Unter den Festgenommenen ist demnach auch der mutmaßliche Anführer des Netzwerks. Ermittelt wird derzeit noch, wie weit die mutmaßlichen Anschlagspläne bereits ausgereift waren. 

Die französischen Sender TF1 und LCI berichteten, die Verdächtigen hätten vor allem radikale Imame, islamistische Häftlinge, die aus dem Gefängnis kämen, und verschleierte Frauen im Visier gehabt.

Die Verdächtigen waren vom französischen Geheimdienst DGSI überwacht worden. Frankreichs Innenminister Gérard Collomb dankte dem Geheimdienst über den Kurzbotschaftendienst Twitter für seine Arbeit.

Seit Anfang 2015 ist Frankreich von einer Reihe islamistischer Anschläge erschüttert worden, bei denen mehr als 240 Menschen getötet wurden. In Frankreich leben einem Bericht des US-Instituts Pew Research Center von Ende vergangenen Jahres zufolge schätzungsweise 5,7 Millionen Muslime.

(pbl/afp)

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