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Ein umstrittener Handschlag und 3 weitere wichtige Szenen vom G20-Gipfel

G20 in der Krise: Nach dem Khashoggi-Mord steht der Umgang mit dem saudischen Kronprinzen in Buenos Aires im Mittelpunkt. Manche begrüßen ihn mit Handschlag, andere gehen wortlos vorbei. Die Szenen des Gipfels.

patrick Diekmann

Im zehnten Jahr der Gipfeltreffen der großen Wirtschaftsmächte steckt die "Gruppe der 20" in einer schweren Krise. Bei dem zweitägigen Treffen der Staats- und Regierungschefs in Buenos Aires prallten Welten aufeinander. Streitthemen waren Welthandel, Klimaschutz und Migration. Nach ihrer Flugpanne konnte sich Kanzlerin Angela Merkel erst mit zwölfstündiger Verspätung in das Ringen um die Handlungsfähigkeit der Gruppe der Staats- und Regierungschefs einschalten.

Konflikte gibt es viele: Die Eskalation zwischen Russland und der Ukraine sowie die Affäre um den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul überschatteten den Gipfel. Dabei stand besonders der Umgang der führenden Politiker mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Mittelpunkt, der unter anderem von der CIA verdächtigt wird, den Mord an Khashoggi angeordnet zu haben. 

Der umstrittene Handschlag

Was geht Brudi? Mohammed bin Salman begrüßt Wladimir Putin:

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Der saudische Kronprinz wurde auf dem G20-Gipfel insgesamt recht freundlich aufgenommen. reuters

Trotz des Todes von Khashoggi wurde der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman beim G20-Gipfel in Buenos Aires teilweise freundlich empfangen. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüßte ihn am Freitag bei der ersten Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs führender Wirtschaftsmächte sogar mit einem kumpelhaften Handschlag und lachte laut mit ihm. Die britische Premierministerin Theresa May und der französische Präsident Emmanuel Macron hatten bilaterale Treffen mit dem autoritären Herrscher geplant.

Ohne einen Blick

Das hat schon etwas von Ghosting:

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Der türkische Präsident Erdogan würdigt dem saudischen Kronprinzen bin Salman bei der Begrüßung der Regierungschefs auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires keinen Blick. reuters

Anders macht es der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Er geriert sich als Chef-Aufklärer im Khashoggi-Mord und sieht "höchste Kreise" in Saudi-Arabien in die Tötung verwickelt. Beim Eintreffen in Buenos Aires würdigen sich er und bin Salman keines Blickes. Gegen ein Treffen mit Salman hatte er grundsätzlich aber nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu Trump, der ein Treffen mit dem saudischen Kronprinzen aus terminlichen Gründen absagte.

Das heimliche Wortgefecht

Was geht Brudi? (2) Diesmal mit Frankreichs Emmanuel Macron:

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman: Macron redete beim G20-Gipfel energisch auf den mächtigsten Mann Saudi-Arabiens ein. Screenshot Twitter/Saudi Gazette

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte dagegen bereits im Vorfeld angekündigt, mit bin Salman reden zu wollen.  Am Rande lieferten sich beide ein energisches Wortgefecht . In der Unterredung, die von einer Kamera teilweise aufgezeichnet wurde, forderte Macron offenbar eine internationale Beteiligung an der Untersuchung im Fall Khashoggi. Der Präsident habe bin Salman eine "sehr deutliche" Botschaft übermittelt, wie ein Sprecher Macrons sagte. Die saudische Zeitung "Saudi Gazette" veröffentlichte auf Twitter ein Video von der Unterredung der beiden. Darin ist zu hören, wie bin Salman zu Macron mehrmals sagt "Machen Sie sich keine Sorgen".

Macron antwortet daraufhin "Ich mache mir aber Sorgen". Später sagt Macron zu bin Salman "Sie hören nie auf mich", woraufhin bin Salman anwortet "Ich werde zuhören, natürlich". Am Schluss sagt Macron "Ich stehe zu einem Wort".

Die späte Kanzlerin

Merkel is coming!

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Agustín Agüero: Der Argentinier saß auf dem Flug nach Buenos Aires zufällig neben Kanzlerin Angela Merkel. dpa

In diese Streitigkeiten um Khashoggi, Ukraine und den freien Welthandel konnte Kanzlerin Merkel erst mit deutlicher Verspätung eingreifen. Nach einem Defekt am Regierungsflieger konnte sich Merkel erst mit zwölfstündiger Verspätung in das Ringen um die Handlungsfähigkeit der Gruppe der Staats- und Regierungschefs einschalten.

Nach dem Ausfall des Regierungs-Airbus musste Angela Merkel mit dem Linienflugzeug von Madrid nach Buenos Aires zum G20-Gipfel reisen. Zur Begeisterung ihrer Sitznachbarn:  Agustín Agüero saß in der Business Class neben der Kanzlerin. "Ich kenne ja "House of Cards" und so, ich hätte daher nie eine so normale Person erwartet", sagte der 28 Jahre alte Argentinier. Und was hat sie über den Wolken so gemacht? "Sie hat Joghurt gegessen, ein Buch gelesen, ein bisschen geschlafen", erzählt Agüero. Keine Sonderwünsche.

In Buenos Aires durften Merkel, Scholz & Co als erste aus der Maschine. Es warteten die ersten wichtigen Gespräche, unter anderem mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Zeit für die Kanzlerin ist knapp. 

Genug Politiker? Hier unser Interview mit Schweighöfer und Fitz (über Freundschaft):

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Video: watson/Imke Gerriets, Lia Haubner

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Pete wer??? Die neue Demokraten-Hoffnung ist jung, schwul und will Donald Trump besiegen

Muss man sich diesen Namen wirklich merken? Schon beim Lesen bereitet er Mühe, vom Reden ganz zu schweigen. But-i-tschitsch – so ungefähr wird der Nachname von Pete Buttigieg ausgesprochen. Ende Januar hatte der 37-jährige Bürgermeister der Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana sein Interesse an einer Kandidatur für die US-Präsidentschaft angekündigt.

Besonders ernst nahm man ihn nicht. Was sollte ein junger Provinzpolitiker im ohnehin überfüllten, mit bekannten Gesichtern bestückten …

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