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Keine Ruhe im Gazastreifen – Israel fliegt Luftangriffe

Israels Militär hat in der Nacht zum Donnerstag mehrere Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen geflogen. Ziel seien Einrichtungen der radikalislamischen Hamas gewesen, teilten die Streitkräfte über Twitter mit.

Getroffen wurden demnach mehrere Gebäude, "terroristische Infrastruktur" in einem Militärkomplex und eine Waffenproduktionsstätte. Die Armee bezeichnete die Luftangriffe als Vergeltung für schweres Maschinengewehrfeuer auf die israelische Ortschaft Sderot an der Grenze zum Gazastreifen. Zuvor hatte ein israelischer Panzer am Mittwoch einen Hamas-Stützpunkt beschossen.

Am Montag hatten israelische Soldaten 60 Menschen am Grenzzaun um den Gazastreifen erschossen, die meisten davon Mitglieder der von Israel als Terrororganisation eingestuften Palästinenserbewegung Hamas.

Zehntausende Palästinenser hatten dort gegen die jahrelange Blockade des verarmten Küstenstreifens durch Israel und Ägypten protestiert, sowie gegen die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Einige Demonstranten versuchten auch, den Grenzzaun zu durchbrechen und israelische Soldaten anzugreifen. Das Vorgehen der israelischen Armee löste international scharfe Kritik aus.

Derweil verbreitet sich ein Video in den sozialen Medien, das ebenfalls heftig kritisiert wird.

Ein Reporter des irischen Staatsfernsehens "RTE" führte bei der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem ein Interview mit Michal Maayan, einer Sprecherin des israelischen Büros für Außenpolitik. Und die Antworten Maayans stoßen derzeit auf ziemlich viel Unverständnis.

Der Reporter wollte wissen, weshalb die israelische Armee auf Demonstranten schieße. Darauf antwortete Maayan: "Nun, wir können doch all diese Menschen nicht ins Gefängnis stecken." Man spreche hier von hunderten Personen, die den Grenzzaun angreifen würden, so die Sprecherin weiter.

(sg/cma/dpa)

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