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Warum die Bundeswehr 8000 Soldaten und 100 Panzer im Herbst nach Norwegen schickt

Es wird das vielleicht größte Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges: Im Herbst schickt die Bundeswehr 8000 Soldaten, etwa 100 Panzer und insgesamt mehr als 2000 Fahrzeuge nach Norwegen.

"Trident Juncture" hat Folgen – vor allem für die Statistik:

Wegen "Trident Juncture" (zu Deutsch: Dreizackiger Verbindungspunkt) steigt die deutsche Beteiligung an internationalen Übungen in diesem Jahr auf die Rekordzahl von 12.000 Soldaten – drei Mal so viel wie im vergangenen Jahr. Die Kosten für die Übungen liegen nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums bei 90 Millionen Euro.

Gibt es einen Anlass für das Groß-Manöver?

Seit Beginn der Ukraine-Krise hat die Nato ihre Übungen massiv ausgebaut. Die Manöver sollen auch der Abschreckung Russlands dienen, durch das sich vor allem die östlichen Nato-Mitgliedstaaten Polen, Estland, Litauen und Lettland bedroht fühlen.

Mit Norwegen findet die diesjährige Nato-Großübung in einem der fünf Mitgliedstaaten statt, die an Russland grenzen. Ob es die größte Nato-Übung seit Ende des Kalten Krieges werden wird, ist noch nicht klar. Zuletzt fand 2002 mit "Strong Resolve" (Starke Entschlossenheit) ein Manöver in derselben Größenordnung statt.

Auch Moskau bleibt nicht untätig: Das Land hat seine Übungen in der Nähe zum Nato-Bündnisgebiet seit 2014 ebenfalls verstärkt. Für Aufsehen sorgte vor einem Jahr die Übung "Sapad" in Weißrussland, das an die Nato-Staaten Litauen, Lettland und Polen angrenzt. Nach russischen Angaben waren 12.700 Soldaten beteiligt, nach westlichen Zählungen 60.000 bis 80.000.

(pb/dpa)

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