International

Macron gibt sich trotz einer Lästerattacke von italienischer Regierung gelassen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sich nach Angriffen von Italiens populistischer Regierung betont gelassen gegeben. "All das ist überhaupt nicht interessant", sagte Macron am Sonntag bei einem Ägypten-Besuch.

"Ich werde nicht antworten. Denn das ist das einzige, was sie erwarten." Ohne sie namentlich zu nennen, wünschte Macron dem rechtspopulistischen Innenminister Italiens, Matteo Salvini, und Vize-Regierungschef Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung "viel Glück und gutes Agitieren".

Er fügte hinzu: "Das italienische Volk ist unser Freund und verdient politische Führer auf der Höhe seiner Geschichte."

Salvini und Di Maio hatten in den vergangenen Tagen wiederholt Frankreich und Macron persönlich kritisiert. So warf Di Maio Frankreich vor, durch anhaltende Kolonialisierung zur Verarmung von Afrika und dadurch zur Massenflucht von dem Kontinent Richtung Europa beizutragen.

Salvini sagte gar, er hoffe, dass sich die Franzosen "von einem sehr schlechten Präsidenten werden befreien können". Nach Di Maios Äußerungen bestellte das französische Außenministerium die italienische Botschafterin in Paris ein.

(hd/afp)

"New York Times" stellt französischen Präsident Macron bloß: Autor wirft ihm Trump-Methoden vor

Der französische Präsident Emmanuel Macron gibt sich gerne als unerschrockener Vorkämpfer für Meinungs- und Pressefreiheit. Doch ein Bericht der "New York Times" weckt nun Zweifel an diesem Image. Wie ein Kolumnist der US-Zeitung erklärt, hat ihn Macron persönlich angerufen, um sich über die seiner Meinung nach unangebrachte Berichterstattung zu beschweren. Sprich, ein Verhalten, dass man eher von Autokraten wie Putin oder einem Donald Trump erwarten würde.

Macron habe ihn am vergangenen …

Artikel lesen
Link zum Artikel