International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
FILE PHOTO: A combination photo shows Adult film actress Stephanie Clifford, also known as Stormy Daniels speaking in New York City, and U.S. President Donald Trump speaking in Washington, Michigan, U.S. on April 16, 2018 and April 28, 2018 respectively.  . REUTERS/Brendan Mcdermid (L) REUTERS/Joshua Roberts (R)/File Photos

Daniels vs. Trump Bild: X03763

Also doch: Trump hat Pornostar bezahlt – 6 wichtige Fragen

Bisher hat Donald Trump stets behauptet, nichts von einer Zahlung an Pornodarstellerin Stormy Daniels gewusst zu haben. Sein neuer Anwalt sagt nun was anderes.

Was ist passiert?

Der neue Rechtsberater von US-Präsident Donald Trump, Rudy Giuliani, war zu Gast beim Fernsehsender Fox News. Im Interview bestätigte er, worüber in den letzten Wochen viel spekuliert wurde: Trump-Anwalt Michael Cohen hat der Pornodarstellerin Stormy Daniels 130.000 Dollar bezahlt. Das Geld sei über eine Anwaltskanzlei geflossen "und der Präsident hat es zurückgezahlt", so Giuliani.

Als der Moderator Sean Hannity nachhakte, sagte Giuliani: "Das war Geld, das von seinem Anwalt gezahlt wurde, der Präsident hat es über den Zeitraum von mehreren Monaten erstattet."

Wer ist nochmal Stormy Daniels?

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, hatte 2006 nach eigener Aussage Sex mit Donald Trump – kurz nachdem dessen Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht hatte. Trump bestreitet das.

Wusste Trump von der Zahlung?

Giuliani sagte, soweit er wisse, habe Trump nichts über die Einzelheiten gewusst. "Aber er wusste von der allgemeinen Vereinbarung, dass Michael sich um die Dinge kümmern würde, so wie ich mich um solche Dinge für meine Klienten kümmere. Ich belaste sie nicht mit allem, was kommt. Das sind vielbeschäftigte Leute."

Also haben Cohen und Trump gelogen?

Zumindest geflunkert haben sie. Cohen hat zwar zuletzt zugegeben, Stormy Daniels kurz vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 aus eigener Tasche 130.000 Dollar gezahlt zu haben. Er erklärte aber, die Trump Organisation und Trumps Wahlkampflager seien weder direkt noch indirekt an der Zahlung beteiligt gewesen und hätten ihn auch nicht dafür entschädigt. Nach Cliffords Darstellung handelte es sich um ein Schweigegeld.

Michael Cohen leaves federal court in New York, Thursday, April 26, 2018. President Donald Trump said that his personal attorney Cohen represented him

Michael Cohen Bild: AP

Trump hatte Anfang April gesagt, nichts von der Zahlung gewusst zu haben. Als er von Journalisten an Bord der Air Force One gefragt wurde, ob er über die Zahlung informiert gewesen sei, sagte Trump: "Nein". Und er wisse auch nicht, woher das Geld gestammt habe.

Warum ist die Zahlung so brisant?

Fraglich ist, ob mit der Zahlung Cohens Gesetze zur Wahlkampffinanzierung gebrochen wurden. Giuliani sagte, es habe sich nicht um Wahlkampfmittel gehandelt. Deswegen gebe es auch keinen Verstoß gegen die Regeln zur Wahlkampffinanzierung.

Was sagt Stormy Daniels zur neuen Wendung?

Noch nichts. Aber ihr Anwalt Michael Avenatti sagte dem Sender MSNBC am Mittwoch, Giulianis Äusserungen machten ihn sprachlos. Das amerikanische Volk sei über Monate über die Vereinbarung belogen worden und habe es nun verdient, die Wahrheit zu erfahren.

(sg/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Merz stellt das Grundrecht auf Asyl zur Debatte – Rechtsexperten halten das für "Unsinn"

Link zum Artikel

Ein Tag mit Boris Palmer, dem schwarzen Schaf der Grünen

Link zum Artikel

FDP-Influencer Lindner hat jetzt einen Podcast – und der könnte... gut werden

Link zum Artikel

Warum dieser Bundestagsabgeordnete aus der SPD austritt

Link zum Artikel

Rückkehr-Aktionswochen beim BAMF: Freiwillig steht drauf, Rechtsverzicht steckt drin

Link zum Artikel

Frankreich gibt Raubkunst an Afrika zurück – das schlummert in deutschen Museen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Neapels Bürgermeister bietet Flüchtlingen sicheren Hafen an – trotz Einwanderungsverbot

Die italienische Regierung aus der rechtsradikalen Lega-Partei und der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung vertritt seit ihrem Amtsantritt im Sommer eine harte Haltung in der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik. Schiffen mit geretteten Flüchtlingen an Bord verweigerte Innenminister Matteo Salvini das Einlaufen in italienische Häfen. Seither kommen kaum noch Flüchtlinge legal ins Land.

In Italiens Großstädten formiert sich inzwischen Widerstand gegen die verschärften Einwanderungsgesetze von …

Artikel lesen
Link zum Artikel