International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Trotz Hilfsaktion sollen immer noch 300 Weißhelme in Syrien festsitzen

Die sogenannten Weißhelme sind im syrischen Krieg oft die ersten Helfer vor Ort. Doch sie sind selbst in ständiger Gefahr. In einer Hilfsaktion hat Israel mehrere hundert syrische Weißhelme und deren Familien aus Syrien in Sicherheit gebracht.

Ein Retter sagte CNN, dass immer noch 300 Weißhelme in Syrien festsitzen würden. 

"Wir sind 300 freiwillige Helfer, die sich an Großbritannien, Kanada, Jordanien und Amerika wenden. Macht mit eurer Hilfsaktion für die Weißhelme weiter. Helft uns und rettet unsere Leben."

Retter zu CNN

Deutschland nimmt Weißhelme auf

Zuvor war bekannt geworden, dass acht der Helfer und deren Familien, insgesamt voraussichtlich 47 Menschen, in Deutschland aufgenommen werden sollen. Dies teilte am Sonntag eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mit. Außenminister Heiko Maas nannte es ein Gebot der Menschlichkeit, ihnen zu helfen.

Die "Weißhelme" haben 2016 den Alternativen Nobelpreis gewonnen.

Es seien 422 Menschen über die von Israel besetzten Golanhöhen nach Jordanien gebracht worden, sagte ein Insider am Sonntag. Zunächst war von 800 die Rede gewesen. Ein weiterer Insider, der nicht aus Jordanien kommt, sagte zudem, der ursprüngliche Plan habe die Rettung von 800 Menschen vorgesehen.

Die Aktion sei aber durch Kontrollposten der syrischen Regierung und den sogenannten Islamischen Staat (IS) behindert worden. Jordanien erklärte unmittelbar darauf, die Menschen würden nun nach Deutschland, Kanada und Großbritannien gebracht.

Die Weißhelme seien durch das Vorrücken der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad im Süden Syriens bedroht gewesen, berichtete der israelische Armeerundfunk weiter. Die Evakuierungsaktion sei auf Bitten der USA und europäischer Staaten erfolgt. 

Die Weißhelme retten Menschen aus Trümmern

In einer Erklärung des jordanischen Außenministeriums hieß es, Jordanien habe die Aufnahme der Menschen aus "humanitären Gründen" bewilligt, da ihr Leben in Gefahr gewesen sei. Die Regierung in Amman teilte weiter mit, Deutschland, Großbritannien und Kanada hätten "rechtlich verbindliche" Zusagen gemacht, die Syrer innerhalb eines bestimmten Zeitraums aufzunehmen.

Die Mitglieder der 2013 gegründeten Hilfsorganisation der syrischen Weißhelme kümmern sich im Kriegsgebiet vor allem um die Bergung von Menschen aus Gebäuden, die durch die Kampfhandlungen zerstört wurden. Sie würden von Assads Regierung mit Inhaftierung und anschließender Exekution bedroht, hieß es von israelische Seite. 

Image

Ein Mitglied des syrischen Zivilschutzes "Weißhelme" trägt in Damaskus ein Kind auf dem Arm Bild: dpa

Die israelische Armee erklärte, der Militäreinsatz bedeute keine Änderung in der Politik Israels, das eine Aufnahme von syrischen Flüchtlingen ablehnt. "Es handelt sich um eine ausnahmsweise erfolgte humanitäre Geste", hieß es in der Erklärung. "Israel behält seine Politik der Nichteinmischung in den Konflikt in Syrien bei. Es hält das syrische Regime für alles, was auf syrischem Boden passiert, für verantwortlich."

Israel hat schon Tausende Syrer medizinisch versorgt

Seit 1967 hält Israel einen Teil der Golanhöhen an der Grenze zu Syrien besetzt. In der Vergangenheit hat Israel geflüchtete Zivilisten auf dem von Syrien kontrollierten Teil der Golanhöhen mit Medikamenten und Lebensmitteln versorgt. 

Trotz der erklärten Politik der Nichteinmischung bombardierte die israelische Luftwaffe mehrfach Ziele in Syrien, um nach eigenen Angaben Waffentransporte zu treffen, die für die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon bestimmt gewesen seien, die Israel bekämpft.

(czn/hd/rtr/afp)

Mehr Politik:

Ach Lars Steinke, du hast deine eigene AfD einfach nicht verstanden...

Link to Article

Wo im Juni ein syrischer Junge starb, schmieren jetzt offenbar Nazis Hakenkreuze

Link to Article

Trump setzt Sanktionen in Kraft, Irans Präsident Ruhani hält dennoch am Atomabkommen fest

Link to Article

Die 3 wichtigsten Aussagen von Seehofer und Baerbock in den Sommerinterviews

Link to Article

Wie die Rechte immer noch versucht, den Mord in Kandel zu instrumentalisieren

Link to Article

Politik auf Instagram? Klingt komisch, funktioniert aber – zeigt dieser Künstler! 

Link to Article

Donald Trump sagt, die Kriminalität in Deutschland steigt – stimmt das?

Link to Article

Unionsstreit: Die Party ist vorbei. Der Kater kommt im Juli. Garantiert

Link to Article

Die Deutsche Bahn beleidigt eine Abgeordnete rassistisch – und entschuldigt sich jetzt

Link to Article

Ex-SPD-Mann will für Erdoğan ins türkische Parlament – 4 Fakten zu Mustafa Erkan

Link to Article

Das bezweckt die AfD mit Provokationen wie dem "Vogelschiss"-Skandal

Link to Article

Bayerns Grüne klagen gegen das Polizeiaufgabengesetz 

Link to Article

Erste Festnahmen nach den Brandanschlägen auf Moscheen

Link to Article

"Israel ausrotten" – das steckt hinter der Al-Quds-Demonstration in Berlin

Link to Article

Liebe am Arbeitsplatz 💓 hat 2 holländischen Politikern den Job gekostet

Link to Article

Ab heute wählen die Deutschtürken den Präsidenten der Türkei – das sind die Prognosen

Link to Article

Trump lädt Kim ins Weiße Haus ein, falls der Gipfel gut läuft

Link to Article

++ Vettel patzt in Japan, Hamilton vor WM-Gewinn ++

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Was wollen die "Gelbwesten"? Wir haben sie gefragt

"Wir wollen leben, nicht nur überleben": "gilets jaunes" in Paris sprechen mit watson Klartext.

In Frankreich strömten auch diesen Samstag tausende "gilets jaunes" die Straßen und ließen ihrer Wut auf Präsident Macron freien Lauf. Die Stimmung war aufgeladen, viele wollten nicht mit Journalisten sprechen. 

Auf unserem Streifzug durch Paris haben wir Paul, Yves, Claire, Mégane, Yannik, Jessica und Marc kennengelernt. Sie alle erzählen Geschichten von sozialer Ungerechtigkeit, von prekären Lebensumständen. Es sind zum großen Teil Menschen, die kaum von ihrem Lohn leben können – …

Artikel lesen
Link to Article