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Die 17-jährige Ahed schlug einen israelischen Soldaten – und kam jetzt aus dem Gefängnis

Es ist einer dieser Geschichten, die im Nahen Osten und darüber hinaus die verschiedenen Lager in Aufruhr versetzt. Eine junge Frau aus Palästina tritt einen israelischen IDF-Soldaten und gibt ihm dann eine Ohrfeige. Danach verurteilt sie ein Militärgericht zusammen mit ihrer Mutter zu acht Monaten Gefängnis.

Am Samstag ist Ahed Tamimi wieder herausgekommen, jubelnd empfangen von Freunden und Familien. Und auch die Diskussion kocht wieder hoch. Hat sie ein Verbrechen begangen? Oder legitimen Widerstand gegen Ungerechtigkeit geleistet?

Nach ihrer Entlassung aus dem Scharon-Gefängnis in Israel wurden die 17-Jährige und ihre Mutter von der Gefängnisbehörde zunächst zu einem Übergang zum Westjordanland gebracht.

Von dort transportierte die israelische Armee die beiden in ihr Heimatdorf Nabi Saleh nördlich von Ramallah, wo sie von ihrer Familie und Freunden wieder jubelnd in Empfang genommen wurden.

Die Ohrfeige ging um die Welt:

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Video: YouTube/BBC News

Unter Palästinensern gilt die Teenagerin mit den langen, dunkelblonden Locken deshalb als Symbolfigur des Widerstands gegen die israelische Besatzung. Israel sieht Tamimi dagegen als Provokateurin.

Anklage und Verteidigung hatten sich im März in einem Deal auf eine achtmonatige Haftstrafe geeinigt. Tamimis israelische Anwältin Gaby Lasky sagte, die Frauen seien etwas früher entlassen worden. Das sei übliche Praxis in Israel, weil die Gefängnisse so überfüllt seien.

Tamims Vater sagte:

"Ich habe diesen Moment herbeigesehnt, weil ich sie beide sehr vermisst habe."

dpa

Jetzt wolle er zusammen mit seiner Familie den Widerstand gegen die israelische Besatzung fortsetzen, "aber auf andere Weise". Jahrelange Proteste in Nabi Saleh seien nach der Festnahme der Frauen gestoppt worden. Die Familie strebe für die Zukunft ein normales Leben an. Ahed Tamimi träume von einem Jurastudium, "vielleicht in Großbritannien oder in Palästina".

Ein israelischer Polizeisprecher bestätigte unterdessen am Sonntag, dass zwei italienische Graffiti-Künstler und ein Palästinenser am Vorabend festgenommen wurden. Sie hatten in der Nähe von Bethlehem ein Porträt von Ahed Tamimi auf die Trennmauer zu Israel gemalt.

Die Männer seien wegen Beschädigung der Sperranlage festgenommen worden, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

(hd/ dpa)

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