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News Bilder des Tages 190925 -- LONDON, Sept. 25, 2019 -- British Prime Minister Boris Johnson makes a statement at the House of Commons in London, Britain, on Sept. 25, 2019. British Prime Minister Boris Johnson faced enormous pressure as the parliament re-opened Wednesday after the Supreme Court ruled his act to suspend the parliament for five weeks was unlawful. Jessica Taylor/UK Parliament/Handout via Xinhua HOC MANDATORY CREDIT: UK Parliament/Jessica Taylor BRITAIN-LONDON-PARLIAMENT-REOPENING HanxYan PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Boris Johnson bei der Debatte im Unterhaus am Mittwoch. Bild: imago images/Xinhua

Boris Johnson empört mit Kommentar über ermordete Abgeordnete Jo Cox

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat die Abgeordneten des Unterhauses mit einer Äußerung über die vor drei Jahren ermordete Labour-Parlamentarierin Jo Cox empört.

Jo Cox hatte den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union befürwortet. Ein 53-jähriger Neonazi erschoss die 41-Jährige im Juni 2016 dann bei einem öffentlichen Auftritt in West Yorkshire, dabei hatte er "Britain first" gerufen – nur wenige Tage vor dem Referendum über die EU-Mitgliedschaft des Landes. Jo Cox hinterließ ihren Ehemann und zwei Kinder.

Witwer: "Das macht mich krank"

Wie die Nachrichtenplattform "The New Daily" berichtete, schnappten manche Abgeordnete nach Johnsons Äußerung nach Luft. Zuvor hatte ein Parlamentarier Johnson aufgefordert, seine "rabiate und gefährliche Sprache zu zügeln".

Jo Cox' Witwer Brendan schrieb auf Twitter, die Kommentare machten ihn krank. Er plädierte dafür, ungeachtet der persönlichen Ansichten, leidenschaftlich und entschlossen für das einzustehen, woran man glaube.

Cox sprach sich dagegen aus, die "andere Seite zu dämonisieren". Besser sei es, an dem festzuhalten, was man gemeinsam habe.

Das passierte sonst im Unterhaus:

Am Mittwoch war das britische Parlament erstmals nach der vom Obersten Gericht aufgehobenen Zwangspause wieder zusammengetreten. Die Richter des Obersten Gerichts hatten am Dienstag einstimmig die von Johnson verfügte fünfwöchige Zwangspause des Parlaments gekippt. Das Parlament sei durch die Suspendierung auf extreme Weise in der Wahrnehmung seiner verfassungsmäßigen Aufgaben behindert worden, begründeten die Richter das Urteil. Johnson sagte, die Entscheidung des Gerichts werde respektiert, er halte sie aber für falsch.

Ein Sturm der Kritik brach in der ersten Parlamentssitzung über Johnson herein . Johnson sei "nicht geeignet für das Amt, das er innehat", sagte Labour-Chef Jeremy Corbyn und forderte den Premier zum Rücktritt auf. "Für das Wohl dieses Landes sollte er gehen", sagte Corbyn. Johnson forderte seinerseits die Opposition zu einem Misstrauensvotum auf.

Dieser Artikel erschien zuerst bei t-online.de.

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