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Kim wechselt vor Trump-Treffen 3 hohe Militärs aus – das hat einen Grund

Nordkorea hat offenbar im Vorfeld des geplanten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un drei führende Militärvertreter ausgetauscht. Ein Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums sagte am Montag, Seoul beobachtete die jüngsten Entwicklungen.

Sollten sich die umfassenden Neubesetzungen bestätigen, sei dies ungewöhnlich. 

Das sind die drei Militärs:

Ende Mai hatten staatliche nordkoreanische Medien berichtet, dass Kim Su Gil zum Direktor des mächtigen militärischen Politbüros (GPB) ernannt worden sei. Er ersetze Kim Jong Gak. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Geheimdienstkreise, Generalstabschef Ri Myong Su sei durch seinen bisherigen Stellvertreter Ri Yong Gil ersetzt worden. Zudem sei Verteidigungsminister Pak Yong Sik von dem bisherigen ersten Vize-Minister No Kwang Chol abgelöst worden.

Eine Militärparade in Pyöngyang

Eine Militärparade in Pyöngyang.

Bild: KCNA/newscom/dpa

Das Militär in Nordkorea verfügt über einen enormen Einfluss und bildet ein eigenes Machtzentrum. Dies zeigt sich darin, dass Machthaber Kim bei wichtigen Ereignissen auf der einen Seite von Generälen und auf der anderen Seite von Zivilisten flankiert wird. 

Das bedeutet der Wechsel:

Nach Angaben von Wissenschaftlern von NK Leadership Watch zeigt der Wechsel an der Spitze des militärischen Politbüros, dass die Partei ihre Kontrolle über die Volksarmee verstärken wolle. Das GPB könne sich möglicherweise politischen Entscheidungen der Staatsführung entgegenstellen oder versuchen, von künftigen Wirtschaftshilfen  Südkoreas zu profitieren. Der neue GPB-Direktor Kim Su Gil sei ein sehr enger Vertrauter von Kim Jong Un. 

Berichten zufolge könnten die personellen Wechsel das Ziel haben, möglichen Widerstand altgedienter Militärs gegen plötzliche Änderungen in der Atompolitik des Landes zu vermeiden. No Kwang Chol, der neue Verteidigungsminister, gelte als "moderat", berichtete Yonhap unter Berufung auf Geheimdienstkreise. 

Dort hieß es:

"Der Norden scheint neue Leute hinzuzuziehen ... da es den früheren Vertretern an gedanklicher Flexibilität fehlte."

Das Treffen von Trump und Kim soll am 12. Juni in Singapur stattfinden. Dabei soll es um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm gehen. 

Führt der Trump-Kim-Gipfel am Ende sogar zur Lockerung der Sanktionen?

(fh/afp)

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