International
FILE PHOTO:  A combination photo shows U.S.  President Donald Trump and North Korea leader Kim Jong Un in Washignton, DC, U.S. May 17, 2018 and in Panmunjom, South Korea, April 27, 2018 respectively.   REUTERS/Kevin Lamarque and Korea Summit Press Pool/File Photos

Bild: Kevin Lamarque/reuters

Trump lädt Kim ins Weiße Haus ein, falls der Gipfel gut läuft

US-Präsident Donald Trump hat eine Einladung an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in die USA in Aussicht gestellt.

Sollte sein Gipfeltreffen mit Kim in der kommenden Woche gut verlaufen, würde er Nordkoreas Staatschef auch in die USA einladen, sagte Trump am Donnerstag in Washington. Als Ort dafür brachte er sogar das Weiße Haus ins Spiel.

Donald Trump hatte sich schon zuvor optimistisch zu dem Treffen gezeigt:

"Ich glaube wirklich, dass Kim Jong Un etwas Großartiges für sein Volk und für seine Familie und für sich selbst tun will."

Trump sagte es sei "alles bereit" für die historische Begegnung in Singapur am Dienstag: "Es wird viel mehr sein als eine Gelegenheit für ein Foto."

USA haben hohe Erwartungen an den Gipfel

Trump sagte, dass das Ziel der nuklearen Abrüstung Nordkoreas möglicherweise nicht bei einem einzigen Gipfeltreffen zu erreichen sei. Er halte es aber für möglich, dass es zu einem Friedensabkommen mit dem Land kommen könnte.Nach dem 1953 militärisch beendeten Koreakrieg hat es nie zuvor einen Friedensvertrag gegeben.

US-Außenminister Mike Pompeo erklärte, Kim habe ihm seine Bereitschaft zur Denuklearisierung bei seinen Besuchen in Pjöngjang persönlich versichert. Er habe den Eindruck, in Nordkorea sei verstanden worden, um was es den USA gehe. Es gebe Hoffnung, dass in Pjöngjang Einsicht herrsche, dass der bisher eingeschlagene Weg nicht der richtige sei. 

Statt von "atomarer Abrüstung" sprechen die USA sowie Süd- und Nordkorea von einer "Denuklearisierung"

Das ist ein bewusst gewählter, schwammiger Begriff, der Diplomaten Spielraum in Verhandlungen lässt. In der innerkoreanischen Gipfelerklärung vom 27. April ist beispielsweise vage vom Ziel einer "atomwaffenfreien Halbinsel durch komplette Denuklearisierung" die Rede. Die USA wollen eine "vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung" Nordkoreas - und das möglichst schnell.

Nordkorea will aber nicht einseitig seine Atomwaffen aufgeben

Strittig ist auch der Umfang der nuklearen Abrüstung. Ob beispielsweise außer atomaren Sprengköpfen auch Atomanlagen wie zur Urananreicherung beseitigt werden oder die USA ihre Streitkräfte aus Südkorea abziehen und ihre Fähigkeiten zu einem nuklearen Gegenschlag aufgeben sollen. 

Trumps Anwalt Rudy Giuliani hatte Nordkorea zuvor laut einem Zeitungsbericht brüskiert. Nach Angaben des "Wall Street Journal" sagte er bei einer Konferenz in Tel Aviv, Kim habe "auf Händen und Knien" um ein Gipfeltreffen mit Trump gebettelt. Dies sei "exakt die Position, in die man ihn bringen will." Nun hätten die USA die Oberhand.

Auch andere Länder haben hohe Erwartungen – zum Beispiel Japan 

Trump traf am Donnerstag mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe zusammen. Es war das zweite Treffen der beiden in weniger als zwei Monaten und soll auf das Gipfeltreffen mit Nordkorea vorbereiten.

Abe erklärte nach Gesprächen mit Trump, er sei zu direkten Gesprächen mit der nordkoreanischen Führung bereit. Ziel sei es, die Frage der in den 70er und 80er Jahren nach Nordkorea verschleppten Japaner zu klären sowie die Beziehungen zu Pjöngjang zu verbessern. Es sei Japans Ziel, "wahren Frieden in Nordostasien" zu schaffen. Sollte Nordkorea zu Schritten in die richtige Richtung bereit sein, habe es eine "großartige Zukunft" vor sich.  

Abe erklärte, er erhoffe sich von dem Gipfel die Möglichkeit zu mehr Frieden und Stabilität. "Dies wird ein dramatischer Moment des Wandels", sagte er. Er sicherte Trump die Unterstützung Japans zu. Abe sprach auch das Problem von nach Nordkorea verschleppten Japanern an.

 In den 1970er und 1980er Jahre hatte Nordkorea mehrfach Japaner entführt. Für Tokio ist das Thema der Entführungen neben dem nordkoreanischen Atomprogramm mit das größte Hindernis für eine Normalisierung der Beziehungen beider Länder. Abe warb bei Trump dafür, dass er die Entführten in den Verhandlungen mit Kim ansprechen solle. Das Problem müsse gelöst werden, sagte er laut einer Übersetzerin. Trump sicherte ihm zu, dass er auf das Thema eingehen werde.

Das Gipfeltreffen von Trump und Kim soll am Dienstag in Singapur stattfinden. Es gilt als historisch, weil noch nie ein amtierender US-Präsident mit einem Machthaber des weitgehend isolierten Nordkoreas zusammengetroffen ist. Im Mai hatte Trump den Gipfel zunächst unter Verweis auf "offene Feindseligkeit" Nordkoreas abgesagt. Da sich Pjöngjang aber dennoch weiter offen für Gespräche zeigte, änderte Trump kurz danach seinen Kurs wieder.

(aj/afp/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Aldi startet neues Konzept in London – warum das in Deutschland nicht funktionieren würde

Link zum Artikel

"In meinen Kühlschrank geschaut": So dreist kontrolliert das Jobcenter Hartz-IV-Empfänger

Link zum Artikel

"Masked Singer": Faisal Kawusi empört mit üblem Merkel-Witz – ProSieben reagiert patzig

Link zum Artikel

McDonald's- und Burger-King-Mitarbeiter packen über dreisteste Kunden aus

Link zum Artikel

Das denken Singles, wenn sie diese 5 Sprüche hören

Link zum Artikel

Foodwatch kritisiert Edeka: Zwei Produkte, zwei Preise – trotz gleichen Inhalts

Link zum Artikel

"Die Bachelorette": Die beklopptesten Sprüche der ersten 15 Minuten

Link zum Artikel

Ein Fehler veranschaulicht, worum es Plasberg beim EU-Streit wirklich ging

Link zum Artikel

"The Masked Singer": Das Monster ist diese Promi-Frau und wir haben 5 Beweise

Link zum Artikel

"The Masked Singer": Dieser Promi steckt im Kudu-Kostüm!

Link zum Artikel

"Bachelorette": Das Lustigste an Folge 1 waren die Memes, guck!

Link zum Artikel

Hartz-IV-Empfängerin meldet sich bei Jobcenter krank – und wird trotzdem abgestraft

Link zum Artikel

"Wo ist es nur geblieben?": Fans rätseln über angekündigtes Interview mit Helene Fischer

Link zum Artikel

9 Hochzeitsplaner erzählen, welche "tollen Ideen" sie nicht mehr sehen können

Link zum Artikel

Whatsapp-Panne: Tochter schickt Eltern Urlaubs-Selfie – Wiedersehen dürfte peinlich werden

Link zum Artikel

Autofahrer weichen aus: Gelbe Teststreifen plötzlich auf der A4 aufgetaucht

Link zum Artikel

"The Masked Singer": Mit seinem Helene-Fischer-Auftritt hat sich der Engel verraten

Link zum Artikel

Samu Haber flirtet bei "The Masked Singer" mit dem Monster: "Ich schlafe gerne mit dir!"

Link zum Artikel

Lidl provoziert Netto – und der Supermarkt kontert "a Lidl bit" später

Link zum Artikel

iPhone-Userin ruiniert besonderen Moment der Braut – so regt sich eine Fotografin auf

Link zum Artikel

Ein Helene-Fischer-Song war für Florian Silbereisen gedacht – doch es kam ganz anders

Link zum Artikel

Ein Bobby-Car im Parkverbot – so reagiert die Polizei

Link zum Artikel

Petition gegen beliebte dm- und Alnatura-Produkte: "Stoppt diesen ökologischen Irrsinn"

Link zum Artikel

Gleiches Produkt, dreifacher Preis? Jetzt reagiert Edeka auf die Vorwürfe

Link zum Artikel

"The Masked Singer": Dieser Star ist der Grashüpfer, und wir haben 7 Beweise!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Keine Schäden: US-Streitkräfte bombardieren aus Versehen Florida

Ooops, so that happened...

Die US-Luftwaffe haben am Dienstag mitgeteilt, dass eine Fairchild-Republic A-10, ein Kampfflugzeug der Amerikaner, am Montag offenbar versehentlich drei Übungsbomben über dem US-Bundesstaat Florida abgeworfen hat.

Der Zwischenfall ereignete sich über der US-Stadt Suwannee Springs im Norden von Florida, nachdem das Flugzeug von einem Vogelschlag getroffen worden war. Dabei seien die inaktiven Übungsbomben versehentlich abgeworfen worden. (Pressemitteilung)

Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel