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USA, mehrere Tote nach Schüssen in Einkaufszentrum in Texas (190804) -- HOUSTON, Aug. 4, 2019 -- Police cordon off Walmart shopping mall area in El Paso, Texas, the United States on Aug. 3, 2019. A mass shooting on Saturday killed at least 20 and injured 26 others in the U.S. state of Texas, local officials said at a press conference. ) U.S.-TEXAS-SHOOTING LiuxLiwei PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Bild: imago images / Xinhua/ ZUMA Press/ watson-montage

"Er ist ein Rassist": So reagieren Trumps Konkurrenten auf die Angriffe in den USA

Die USA blicken auf ein erschütterndes Wochenende zurück. Innerhalb von 24 Stunden kamen bei zwei Angriffen 29 Menschen ums Leben. Trumps Widersacher sehen dessen Politik als Quelle des Übels.

Helene Obrist / watson.ch

Die USA steht unter Schock. Bewaffnete Angreifer haben binnen 24 Stunden an zwei verschiedenen Orten in den USA 29 Menschen erschossen. In einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt El Paso in Texas tötete ein Schütze am Samstag mindestens 20 Menschen, 26 weitere wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter ergab sich. Die Ermittler stufen den Fall als inländischen Terrorismus ein. In Dayton in Ohio erschoss ein Mann rund zwölf Stunden später neun Menschen, bevor er von der Polizei getötet wurde.

Die demokratischen Präsidentschaftskandidaten haben sich reihenweise gegen die Waffengewalt ausgesprochen. Der Demokrat Beto O'Rourke, der aus El Paso stammt, griff Trump am schärfsten an und bezeichnete den Präsident vor laufenden Kameras als Rassisten. Doch auch Trumps restliche Konkurrenten in der Präsidentschaftswahl 2020 sehen dessen Politik als Zündschnur für rassistisch motivierte Taten.

Bernie Sanders

Democratic presidential candidate Sen. Bernie Sanders, I-Vt., speaks during the National Education Association Strong Public Schools Presidential Forum Friday, July 5, 2019, in Houston. (AP Photo/David J. Phillip)

Bild: AP

"Es geschieht Mal für Mal und die ganze Welt fragt sich, wie es um die mentale Gesundheit der Vereinigten Staaten steht. Alle Beweise da draußen deuten daraufhin, dass wir einen Präsidenten haben, der ein Rassist und Fremdenfeind ist und an den weißen Nationalismus appelliert."

Elizabeth Warren

"Wir müssen den weißen Nationalismus als das bezeichnen, was er ist: inländischer Terrorismus. Er ist eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten und wir haben dieses Wochenende die verheerenden Auswirkungen gesehen. Wir müssen in Betracht ziehen, dass selbst der Präsident zu Rassismus und weißer Vorherrschaft aufruft."

Julián Castro

Democratic presidential candidate and former Housing Sec. Julian Castro speaks during the National Education Association Strong Public Schools Presidential Forum Friday, July 5, 2019, in Houston. (AP Photo/David J. Phillip)

Bild: AP

"Es herrscht ein giftiges Klima in den USA – weißer Nationalismus. Ich glaube, dass Trump das Klima verschlechtert. Verantwortlich für die Schießerei ist aber der Schütze."

Beto O'Rourke

"Er [Trump] ist ein Rassist und er schürt Rassimus im Land. Er hat Mexikaner Vergewaltiger und Kriminelle genannt, obwohl sie nachweislich weniger kriminell sind als hier Geborene. Er versucht uns Angst zu machen vor ihnen und dies hat nun echte Effekte und Auswirkungen."

Kamala Harris

Democratic presidential candidate Sen. Kamala Harris, D-Calif., speaks during the National Education Association Strong Public Schools Presidential Forum Friday, July 5, 2019, in Houston. (AP Photo/David J. Phillip)

Bild: AP

"Trump benutzt das Mikrophon dazu, Hass und Zwietracht in unserem Land zu säen. Er sieht den inländischen Terrorismus nicht als Problem."

Pete Buttigieg

Democratic presidential candidate, South Bend, Ind. Mayor Pete Buttigieg talks about his candidacy, Tuesday, July 23, 2019, at the Showbox Theater in Seattle. (Dean Rutz/The Seattle Times via AP)

Bild: The Seattle Times

"Trump hat seine politische Karriere darauf ausgerichtet, Mexikaner zu verteufeln und jetzt sehen wir die Berichte, dass der Schütze von El Paso zum Ziel hatte, so viele Mexikaner wie möglich zu töten. Es ist ganz klar, dass diese Art von Hass von oben legitimiert wird."

Und was sagt Trump?

Trump hat den Menschen in den betroffenen Städten sein Mitgefühl ausgesprochen. Er wolle den Menschen in El Paso und Dayton kondolieren, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten. "Hass hat keinen Platz in unserem Land, und wir werden uns darum kümmern", fügte er hinzu.

Auf die Frage, ob er etwas gegen die Waffenprobleme im Land tun werde, sagte Trump, seine Regierung habe bereits viel getan. Aber vielleicht müsse noch mehr geschehen. Er habe mit US-Justizminister William Barr sowie mit Vertretern der US-Bundespolizei FBI und des Kongresses darüber gesprochen, wie man solche Gewalttaten verhindern könne, sagte Trump am Sonntag vor Reportern in Morristown im Bundesstaat New Jersey weiter.

Er fügte hinzu, dass es bei Taten wie denen vom Wochenende auch um ein Problem psychischer Erkrankungen gehe. "Das sind Menschen, die sehr, sehr ernsthaft psychisch krank sind", erklärte Trump weiter. Der Republikaner kündigte zudem an, am Montag eine Stellungnahme abzugeben.

Für Montag kündigte Trump eine Erklärung zu den Angriffen an.

Mit Material von dpa.

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