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Alec Baldwin als Donald Trump mit der echten Stormy Daniels bei "SNL" twitter/snl

Stormy Daniels telefoniert mit "Trump" – und was macht der echte US-Präsident?

Sarah Serafini / watson.ch

Der Anwalt von Stormy Daniels kündigt neue Details an, die Trump aus dem Amt werfen werden. Derweil demontiert die Pornodarstellerin den Präsidenten gleich selbst vor Millionenpublikum.

FILE - In this April 16, 2018, file photo, adult film actress Stormy Daniels, left, stands with her lawyer Michael Avenatti as she speaks outside federal court in New York. The story told by President Donald Trump and the White House about payments made to Daniels has evolved over time. The White House has consistently denied Trump had an affair with Daniels, but statements from the president and his aides about a hush money payment made just before the 2016 election have changed. (AP Photo/Mary Altaffer, File)

Stormy Daniels mit ihrem Anwalt Michael Avenatti Bild: AP

Wird die Sendung "Saturday Night Live" ausgestrahlt, dann schaut in den USA ein Millionenpublikum zu. Besonders beliebt sind die Sketches von Film-Star Alec Baldwin in der Rolle des US-Präsidenten Donald Trump. Sein Auftritt in der Sendung am vergangenen Samstag brachte ihm besonders viel Aufmerksamkeit ein. Das lag diesmal aber nicht nur an ihm.

Es war Stormy Daniels, die Baldwin den Rang ablief. In der entsprechenden Szene greift Trump, gespielt von Baldwin zum Telefon, um Daniels anzurufen. Er will den Skandal um eine Affäre mit dem Pornostar und die Gerüchte um eine Schweigegeldzahlung endlich aus dem Weg räumen. Das Telefon klingelt.

"Ich weiß, dass du nicht an den Klimawandel glaubst, aber da zieht ein Sturm auf, Baby."

Stormy Daniels

Am anderen Ende nimmt Daniels ab, gespielt von dem Pornostar höchstpersönlich. Das Publikum johlt und jubelt. Trump fragt: "Was kann ich tun, damit das alles endet?" Und Daniels antwortet: "Tut mir Leid, Donald, es ist zu spät. Ich weiss, dass du nicht an den Klimawandel glaubst, aber da zieht ein Sturm auf, Baby." 

Hier ein Ausschnitt:

Die Einlage sorgte auf Twitter und anderen Social-Media-Kanälen für große Begeisterung. In dem restlichen Sketch traten eine Reihe von weiteren US-Bekanntheiten auf. Ben Stiller spielte den Trump-Anwalt Michael Cohen, Scarlett Johansson und Talkmaster Jimmy Fallon imitierten das Paar Ivanka Trump und Jared Kushner. Comedystar Martin Short schlüpfte in die Rolle des ehemaligen Arztes von Trump Harold Bornstein.

Hier kannst du den kompletten Auftritt sehen:

abspielen

Video: YouTube/Michale Duff

Thematisiert wurden die neusten Eskapaden des Präsidenten. Trump hatte eine Affäre mit Stephanie Clifford, so der bürgerliche Name von Stormy Daniels, stets abgestritten. Ebenso sagte er, nicht von einer Zahlung an die Pornodarstellerin zu wissen. 

Wie geht der echte Trump mit der Stormy-Affäre um?

Vor wenigen Tagen wandte sich der neue Rechtsberater von Trump, Rudolph Giuliani, in einem Interview an die Öffentlichkeit und sagte aus, Michael Cohen habe Daniels damals 130.000 Dollar für ihr Schweigen bezahlt und Trump selber habe Cohen das Geld zurückerstattet. Trump hat die Aussage von Giuliani daraufhin bestätigt.

Pikant an der Angelegenheit ist, dass die Zahlung an Daniels nur wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 geschah und somit als eine Verhinderung von negativer Berichterstattung gewertet werden könnte. Dies hätte als Wahlkampfspende deklariert werden müssen. 

Trump betonte am Freitag, Giuliani habe seinen Job für ihn gerade erst übernommen und sei noch dabei sich einzuarbeiten: "Als Rudy diese Äußerung machte - Rudy ist toll - aber Rudy hatte gerade erst angefangen, und er war nicht vollkommen vertraut mit - Sie wissen schon, mit allem", sagte er. "Er wird sich noch Klarheit verschaffen."

FILE - In this Jan. 12, 2017, file photo, former New York City Mayor Rudy Giuliani talks with reporters in the lobby of Trump Tower in New York. Once known as “America’s Mayor” and hailed for helping unite a wounded city, Giuliani has become the face of President Donald Trump’s aggressive new legal team. (AP Photo/Evan Vucci, File)

Trumps neuer Anwalt Rudy Giuliani Bild: AP

Trump geht nun in die Offensive und versucht zu beweisen, dass die Zahlung eine Angelegenheit zwischen zwei Privatpersonen war. So versucht er zu verhindern, dass ihm eine illegale Wahlkampffinanzierung angelastet werden könnte.

Giuliani schob später eine verklausulierte Erklärung nach: "Meine Bezugnahme auf die zeitlichen Abläufe geben nicht meine Auffassung vom Wissen des Präsidenten wieder, sondern stattdessen mein Verständnis von diesen Maßnahmen."

In einem Interview mit dem britischen "Guardian" kündigte der Anwalt von Daniels an, weitere Details zum Fall vorzulegen. Diese seien so eklig, dass sich Trump zum Rücktritt gezwungen sehen werde. 

(mit ap)

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