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Police officers stand by a body covered on the sidewalk in Toronto after a van mounted a sidewalk crashing into a crowd  of pedestrians on Monday, April 23, 2018. The van apparently jumped a curb Monday in a busy intersection in Toronto and struck the pedestrians and fled the scene before it was found and the driver was taken into custody, Canadian police said. (Aaron Vincent Elkaim/The Canadian Press via AP)

Bild: Aaron Vincent Elkaim/The Canadian Press/ap

Todesfahrer von Toronto soll aus Frauenhass gehandelt haben

War der mutmaßliche Todesfahrer von Toronto womöglich von Hass auf Frauen getrieben? Das legt zumindest ein Facebook-Post nahe, den er kurz vor der Tat abgesetzt haben soll.

Die Polizei betont zugleich: Man ermittele weiter in jede Richtung.

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Bild:Aaron Vincent Elkaim/The Canadian Press/dpa

Das war in Toronto passiert

Der 25-jährige mutmaßliche Angreifer soll am Montag einen Lieferwagen auf einen Gehweg gesteuert und vorsätzlich Passanten überfahren haben. Zehn Menschen kamen um, 14 weitere verletzt. M.  wurde nahe dem Tatort gestellt und festgenommen. Am Dienstag wurde ihm formal mehrfacher Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Die Attacke war eine der opferreichsten der jüngeren kanadischen Geschichte. Sie ereignete sich zeitgleich mit einem Treffen der Außenminister der G7-Staaten in der Stadt, an dem auch Bundesaußenminister Heiko Maas teilnahm.

Auf seinem mittlerweile gelöschten Facebook-Konto würdigte M. laut der Polizei den Studenten Elliot Rodger, der 2014 nahe der Universität von Santa Barbara in Kalifornien mit einer Schusswaffe und Messern sechs Menschen getötet und 13 verletzt hatte. Rodger hatte sich zuvor in Online-Postings über die Zurückweisung durch Frauen beklagt.

Minassian bezeichnete Rodger im kurz vor der Tat abgesetzten Post als "Obersten Gentleman". Weiter hieß es darin: "Die Incel-Rebellion hat bereits begonnen. Wir werden alle Chads und Stacys stürzen."

Tat erinnert an Montreal-Amoklauf

Die jüngsten Erkenntnisse um die Todesfahrt von Toronto erinnerten an ein Massaker 1989 an der École Polytechnique, einer Ingenieurschule in Montreal. Dort kam Marc Lepine in einen Seminarraum, forderte die Männer zum Gehen auf und erschoss 14 Frauen, ehe er sich selbst richtete. In einer Abschiedsnotiz warf er Feministinnen vor, sein Leben ruiniert zu haben.

A man wipes his tears at a vigil on Yonge Street in Toronto, Tuesday, April 24, 2018. Ten people were killed and more than a dozen were injured in Monday's deadly attack in which a van struck pedestrians in northern Toronto. (Galit Rodan/The Canadian Press via AP)

Bild: Galit Rodan/The Canadian Press/ap

In der Nacht zum Mittwoch kamen am Schauplatz von Toronto im Bezirk Noth York zahlreiche Menschen zusammen, um an die Opfer zu erinnern. An einer spontan errichteten Gedenkstätte legten die Trauernden Blumen und Kondolenzbotschaften ab und zündeten Kerzen an. "Liebe für alle, Hass für niemanden" stand auf Transparenten in der Nähe.

(pb/ap)

Polizeigewalt bei friedlichen Protesten gegen Lukaschenko in Belarus

Tausende Menschen haben trotz Polizeigewalt zum 15. Mal in Serie bei einer Sonntagsdemonstration in Belarus (Weißrussland) gegen Machthaber Alexander Lukaschenko friedlich protestiert. In der Hauptstadt Minsk versammelten sich die Menschen zunächst in ihren Wohnvierteln und bildeten dann Protestzüge mit den historischen weiß-rot-weißen Fahnen. Die Polizei begann schon zu Beginn der nicht genehmigten Versammlungen mit Festnahmen.

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