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Attentat in Lüttich: Täter soll bereits am Tag zuvor eine Person getötet haben

Nach der tödlichen Schießerei in der Innenstadt von Lüttich nahe der deutschen Grenze zu Aachen gehen die Ermittler von einem Terroranschlag aus. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen des "Verdachts auf eine terroristische Straftat" ein, teilte Staatsanwalt Philippe Dulieu am Mittag auf einer Pressekonferenz.

Der Täter habe "Allah Hu Akbar" – Gott ist groß – gerufen, hieß es. Der Attentäter sei erst am Montag aus dem Gefängnis entlassen worden, berichtete die Zeitung "Sudpresse". Allerdings habe der 30-jährige Mann nicht auf der Terrorwarnliste der belgischen Behörden gestanden.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler attackierte der Angreifer zwei Polizisten mit einem Messer und entriss ihnen die Waffe. Dann eröffnete er unvermittelt das Feuer auf die beiden Beamten. 

"Er war ganz in schwarz gekleidet, trug einen Rucksack und wedelte mit zwei Waffen", sagte ein Augenzeuge der Zeitung "Sudpresse".

Ein Krisendienst wurde eingerichtet: 

"Schüsse in Lüttich. Alaramstufe ausgerufen. Das Krisenzentrum hat die Lage im Blick. Bitte meiden Sie die Innenstadt und behindern Sie die Rettungskräfte nicht. Weitere Infos auf Facebook"

Der belgische König Philippe und Innenminister Jan Jambon machten sich am Dienstag unmittelbar auf den Weg nach Lüttich. 

Der Palast twittert

Philippe war nach den Anschlägen von Paris im November 2015 in die Kritik geraten, weil er zum Wellness-Wochenende aufgebrochen war, als die Polizei in Brüssel nach dem flüchtigen Attentäter Salah Abdeslam fahndete. 

Der Brüsseler Vorort Molenbeek galt als Zentrum der Pariser Attentäter. Im März 2016 wurde Brüssel dann selbst von einem Anschlag erschüttert. 

Bereits im Mai 2014 waren bei einem Terroranschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel vier Menschen ums Leben

Bei einer Anti-Terror-Aktion in Verviers nahe Lüttich wurden im Januar 2015 zwei mutmaßliche Islamisten getötet.

(hd/afp/dpa) 

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