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Ein schöner Pokal – für einen getrollten Troll. Bild: screenshot youtube

Rechtsaußen-Journalistin wird mit Fake-Award getrollt

Oliver Baroni / watson.ch

Kennst du Katie Hopkins? Falls nicht, dann herzlichen Glückwunsch, denn sie mag dich vermutlich nicht. Genausowenig wie sie Feministen, Übergewichtige, Schwarze, Behinderte, Schwule, Schottland, Bootsflüchtlinge, Ebola-Opfer, Meghan Markle oder Schulkinder mit Vornamen Mohammed nicht mag. Rechtsaußen-Journalistin Hopkins sieht sich wohl als mutige Kämpferin gegen Political Correctness; die meisten sehen sie indes sie als das, was sie ist, nämlich eine hasserfüllte, traurige Person.

Hopkins Possen auf Twitter und Co. bekommen zwar Applaus von der Rechtsaußen-Fraktion und ab und an gar Lob von Donald Trump, aber unterm Strich ist sie vermutlich die meistgehasste Frau Großbritanniens.

In Katies Augen ist dies selbstredend einzig auf eine diffuse Verschwörung linker Eliten zurückzuführen, weshalb sie ihre Eigenbezeichnungen "white, straight woman" und "minority" keineswegs als Widerspruch sieht. Die Logik der Opfermentalität und so.

Vorhang auf für den südafrikanischen YouTuber Josh Pieters, der Katie Hopkins in einem aufwändigen Prank gekonnt vorführte.

Hier das ganze Video schauen:

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Video: YouTube/Josh Pieters

Jap, die Cape Town Collective for the Freedom of Speech ist eine komplett erfundene Lobbygruppe, dessen Leitungsgremium aus einem Führer der Ku Klux Klan, Pieters' Vater und der Dame, welche die Ansagen der Londoner U-Bahn spricht, besteht.

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Bild: screenshot von ctcfos.com

Und diese "Collective" appellierte erfolgreich an Katies Narzismus. Man traf sich in Prag, wo sie dann einen Award verliehen bekam: Die Campaign to Unify the Nation Trophy ... abgekürzt C. U. N. T.. Ha!

Hatte wer die Fairness des Unterfangens infrage gestellt, waren solche Bedenken spätestens dann aus dem Weg geräumt, als Frau Hopkins zur Dankesrede ansetzte, in der sie einmal mehr ihre Überzeugungen zum Besten gab. Auszüge gefällig? Bitte sehr:

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Bild: screenshot youtube

"C.U.N.T."-Award? Gerechtfertigt.

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